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22:44 07.03.2018
Ein Blumenstrauß von der Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann für den alten und neuen Gemeindewehrführer Günter Volgmann.
Dissau

Es war ein leiser Wahlkampf, der anders als die politischen Wahlkämpfe eher im Hintergrund stattfand. Und es war eine echte Wahl, weil es für den Posten zwei Kandidaten gab. Neben Amtsinhaber Günter Volgmann stellte sich auch Mathias Fock zur Wahl. Da dieser Volgmanns Stellvertreter ist, musste für den stellvertretenden Gemeindewehrführer ein euer Kandidat her. Auch hier gab es eine echte Wahl zwischen Björn Schlieter, Ortswehrführer von Mori, und Sven Asmußen, Ortswehrführer aus Horsdorf.

Immer wenn an einem Montagabend Anfang März jede Menge Feuerwehrfahrzeuge am Straßenrand vor dem Dissauer Hof stehen, findet die alljährliche Versammlung der zehn Ortswehren der Gemeindefeuerwehr Stockelsdorf statt. Dieses Jahr stand die Gemeindewehrführung zur Wahl.

Die geheime Wahl wurde vom dienstältesten Vorstandsmitglied Klaus Hinz, Ortswehrführer aus Curau, souverän geleitet. Da die Stimmzettel vorbereitet waren und im Vorraum des Dissauer Hofes die Wahlurnen für beide Wahlgänge bereitstanden, war die Wahl schnell vollzogen. Von den wahlberechtigten 79 Delegierten fielen auf Amtsinhaber Volgmann 43 und auf Herausforderer Fock 36 Stimmen. Auf Asmußen entfielen 35 und auf Schlieter 44 Stimmen. Damit wird die Gemeindefeuerwehr zukünftig für sechs Jahre von Amtsinhaber Volgmann und vom neuen Stellvertreter Schlieter geführt.

Zuvor berichtetete Volgmann über das abgelaufene Jahr. Der steigende Trend bei den Mitgliederzahlen hat auch im vergangenen Jahr angehalten. Insgesamt verzeichnet die Gemeindefeuerwehr 297 aktive Mitglieder, 86 Mitglieder in der Ehrenabteilung, 29 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, 15 im Feuerwehrmusikzug, „der Klangkörper der Feuerwehr“, wie Volgmann lobte, und die Mitglieder der Rettungshundestaffel als Fachabteilung der FF Krumbeck. Einen leichten Rückgang habe es bedauerlicherweise bei den Atemschutzgeräteträgern gegeben. Die Zahl ging von 136 auf 117 zurück. „Hier müssen wir unbedingt weiter gewinnen“, appellierte Volgmann an seine Kameraden.

Die Einsatzstatistik weist 198 Einsätze im vergangenen Jahr aus, dabei konnten 24 Menschen gerettet werden. Leider mussten auch vier Menschen tot geborgen werden. Die Fehlalarme haben abgenommen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Bei den privaten Rauchmeldern sei eine gute Aufklärung über die richtige Pflege eines Rauchmelders, vor allem der Batteriewechsel, vonnöten. „Das Gros geht allerdings auf Brandmeldeanlagen zurück“, so der Gemeindewehrführer. Hier sei vor allem menschliches Fehlverhalten die Ursache.

Als besonderes Highlight im Jahresrückblick erwähnte Volgmann die Großübung parallel an drei Standorten, an der nicht nur die Wehren der Großgemeinde, sondern auch Kräfte von außerhalb teilgenommen haben. „Es wer eine tolle Vorbereitung, vielen Dank dafür.“ Im Anschluss gab es die Jahresberichte des Jugendfeuerwehrwartes Alexander Wehowsky, und des Beauftragten für Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung Mathias Fock.

„Das waren eindrucksvolle Berichte“, erklärte Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann, die zusammen mit Ordnungsamtsleiter Michael Henk zum letzten Mal dabei war. „Bei den Einsätzen leisten Sie gefährliche Arbeit, die mit keiner anderen Arbeit eines Ehrenamtlers vergleichbar ist. Sie sorgen für den Brandschutz in der Gemeinde und das ist ein ganz hohes Gut.“ Sie habe erst in diese Arbeit als Feuerwehrchefin hineinwachsen müssen, die Achtung sei dabei aber ganz weit nach oben gestiegen. „Es war eine schöne Zeit, vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.“

Den Dank gab es von Seiten der Führung zurück. „Sie waren immer auf das Wohl der Feuerwehren bedacht“, erklärte Volgmann und erinnerte an die Grundsteinlegung für das Feuerwehrgerätehaus in Malkendorf. „Ich habe noch keinen anderen Verwaltungschef kennengelernt, der auf einen Bagger steigt, um die Baugrube auszuheben.“ Auch bei Michael Henk bedankte er sich, den er als Bindeglied zwischen Verwaltung, Politik und Feuerwehr erlebt hat.

Beide erhielten eine Feuerwehrglocke zum Abschied als Geschenk. Stehend applaudierten die Blauröcke den beiden, die demnächst in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

Was sonst noch geschah

Ernennungen: Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann als Chefin der Feuerwehr in der Gemeinde Stockelsdorf konnte auf der Versammlung Hans-Werner Manske erneut als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Dissau vereidigen. Jens Pape und Claus Meinke konnten zum stellvertretenden Ortswehrführer von Krumbeck beziehungsweise Stockelsdorf vereidigt werden.

Ehrungen:

Schleswig-Holsteinisches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze: Siegfried Pape (FF Krumbeck), Werner Prien (FF Curau) für besondere Leistungen Goldenes Brandschutzehrenzeichen des Landes Schleswig-Holstein am Bande für 50 Jahre (Stufe 1): Ehrengemeindewehrführer Peter Dornheim (FF Stockelsdorf) Goldenes Brandschutzehrenzeichen des Landes Schleswig-Holstein am Bande für 40 Jahre (Stufe 2): Hans-Werner Manske (FF Dissau), Werner Prien (FF Curau) und Hans-Jürgen Schulke (FF Stockelsdorf).

Silbernes Brandschutzehrenzeichen des Landes Schleswig-Holstein am Bande für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr (Stufe 3): Mathias Fock (FF Stockelsdorf), Armin Porath (FF Horsdorf), Eckhard Scholz (FF Malkendorf), Hans Schomacker (FF Obernwohlde) und Sven Wanrck (FF Horsdorf).

Beförderungen:

Lars Schöppich (FF Arfrade) zum Oberlöschmeister, Udo Chrosziel (5. Feuerwehrbereitschaft Ostholstein) zum Hauptlöschmeister drei Sterne, Maria Hagel (FF Klein Parin) zur Hauptlöschmeisterin zwei Sterne und Roland Becker (FF Stockelsdorf) zum Hauptbrandmeister zwei Sterne

Anja Hötzsch

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