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Bad Schwartau Der künftige Bürgermeister?
Lokales Bad Schwartau Der künftige Bürgermeister?
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20:25 08.02.2017

Auf wen haben die Mitglieder des CDU Ortsverbandes Stockelsdorf bei ihrer Jahresversammlung jetzt fieberhafter gewartet? Auf die Grußworte von Daniel Günther, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen im Mai, oder auf den Kandidaten, der für die CDU Anfang 2018 beim Rennen um das Bürgermeisteramt in Stockelsdorf an den Start geht?

Christian Fischer heißt er – der mögliche neue Bürgermeister von Stockelsdorf. Der CDU-Ortsvorsitzende Hartmut Hamerich hat seinen Parteikollegen am Donnerstagabend den Anwärter auf den Thron im Stockelsdorfer Rathaus vorgestellt. Damit sind die Christdemokraten die Ersten, die jetzt offiziell einen Kandidaten benannt haben in Hinsicht auf die Bürgermeisterwahlen in Stockelsdorf.

Hartmut Hamerich betonte: „Wir sind zufrieden mit der Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann in Stockelsdorf. Und wäre sie noch mal angetreten, dann hätten wir keinen Kandidaten ins Rennen geschickt.“

Hartmut Hamerich sprach mit Blick auf Christian Fischer vom „einem Glücksfall für Stockelsdorf“. Nachdem Fischer sich selbst den 44 anwesenden stimmberechtigten Christdemokraten vorgestellt hatte, stimmten diese über die Kandidatur in geheimer Wahl ab.

Fischer ist 39 Jahre alt. Geboren wurde er in Lübeck, aufgewachsen ist er in Stockelsdorf. Dort kennt er sich bestens aus, war aktiv im ATSV, im Schützenverein, in der Kirche und in der Jungen Union.

Sein Abitur hat Christian Fischer am Gymnasium am Mühlenberg in der Nachbarstadt Bad Schwartau gemacht. Als er die Hochschulreife in der Tasche hatte, ging Fischer für ein Jahr nach Eutin zur Bundeswehr, bevor er mit seinem Studium für Jura und Politikwissenschaften in Münster begann. Zwischendurch studierte der verheiratete Familienvater eines sieben Jahre alten Sohnes für ein Jahr in Frankreich. Im Jahre 2010 ist Christian Fischer in den Höheren Staatsdienst in Hamburg eingetreten, seit einem Jahr ist er tätig in der Hamburger Finanzbehörde. Fischer wohnt mit seiner Frau, die von Beruf Apothekerin ist, und seinem Sohn in Bargteheide. „Da wir das Haus in Bargteheide nur gemietet haben“, erklärt Fischer, „würde einem Umzug nach Stockelsdorf also nichts im Wege stehen.“

Stockelsdorf sei für Fischer „immer Heimat geblieben“. Und da seine Eltern in Eckhorst leben, hat Christian Fischer ohnehin eine starke Verbindung zur Großgemeinde. Fischer kündigte an, mit den Stockelsdorfern ins Gespräch kommen zu wollen und erklärte, dass er „gerne die Zukunft von Stockelsdorf mitgestalten will“.

„Einen Verwaltungsjuristen zu finden, der bereit ist, in einer Gemeinde mit weniger als 20000 Einwohnern zu arbeiten in einer Besoldungsstufe, die über B2 nicht hinausgeht, das ist nicht selbstverständlich“, erklärte Hamerich. Und ganz offenbar waren auch die 44 stimmberechtigten Christdemokraten davon überzeugt, dass Christian Fischer der richtige Mann für die Zukunft in Stockelsdorf ist: Mit 43 Ja-Stimmen und einer Enthaltung war das Ergebnis mehr als deutlich, Christian Fischer zum Bürgermeisterkandidaten zu küren.

Zu den ersten Gratulanten gehörte auch dann auch Daniel Günther, der Christian Fischer versprach, ihn in seinem Wahlkampf unterstützen zu wollen.

Wie es bei Jahresversammlung so ist, wurde auch hier ein Blick zurückgeworfen auf das, was war, und auf das, was sich verändert hat. „Unsere altbekannten Stammtische waren irgendwann überholt“, erklärte Hamerich. Deshalb habe man diese im vergangenen Jahr abgeschafft und stattdessen die „Terrassengespräche“ auf der Terrasse der Herrenhauses als neues Veranstaltungsinstrument ins Leben gerufen.

Eine eher ernüchternde Feststellung war jedoch, dass die Zahl der Mitglieder im Ortsverband im Laufe der vergangenen Jahre von rund 500 auf jetzt 132 geschmolzen ist. Aber immerhin ist der Ortsverein der Stockelsdorfer Christdemokraten der Verein in Ostholstein, bei dem der Landrat Reinhard Sager Mitglied ist.

Doreen Dankert

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