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Bad Schwartau Deutscher Jagdschutzverband ehrt Lars Matzen
Lokales Bad Schwartau Deutscher Jagdschutzverband ehrt Lars Matzen
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09:30 08.03.2016
Hegeringleiter Dirk Eigen (r.) zeichnet Lars Matzen mit der Anstecknadel aus. Quelle: gk

Ist das Reh die Frau vom Hirsch? Mit dem Bambi-Wissen und den Irrtümern rund um den Wald räumt Jagdpächter Lars Matzen auf. Für seine Führungen mit Kindern durch sein Revier, für Wildbeobachtung vom Hochsitz aus mit Erwachsenen und die Unterstützung beim Walderlebnistag wurde er jetzt bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Bad Schwartau mit der Anstecknadel „Lernort Natur“ des Deutschen Jagdschutzverbandes geehrt. Weitere wichtige Punkte auf der Tagesordnung waren die Situation der Förstereien und der Jahresbericht der Kreisjägerschaft.

Ist das Reh die Frau vom Hirsch? Mit dem Bambi-Wissen und den Irrtümern rund um den Wald räumt Jagdpächter Lars Matzen auf.

Anstatt wie bisher 1000 Hektar Waldfläche bewirtschaftet Revierleiter Karsten Tybussek nun 1540 Hektar. Seit acht Jahren ist die ehemalige Forstverwaltung, gemäß Errichtungsgesetz, die Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten (SHLF) und mit dieser Gründung hat sich vieles verändert. Es gibt keine Forstwirte auf den Förstereien mehr. Ein Koordinator steuert den Einsatz der noch verbliebenen Forstwirte, die in sogenannten „MFG‘s“ den Mobilen Fortwirte Gruppen zusammengefasst sind. Der größte Teil der Holzernte wird durch Unternehmer abgedeckt. Es gibt keine Forstämter mehr und von den zuletzt vorhandenen Förstereien wurden zwölf weitere aufgelöst. Die verbliebenen Förstereien sind von der Flächenausdehnung bedeutend größer geworden. Deshalb bewirtschaftet nun auch Tybussek deutlich mehr Fläche. Ziel der Bewirtschaftung sind strukturreiche Mischwälder, die dem Klimawandel und den Stürmen gewachsen sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verkehrssicherung, denn die Waldgebiete sind von vielen Straßen und Bahnlinien zerschnitten.

Im vergangenen Jagdjahr wurden 145 Rehe erlegt, ein großer Teil davon durch den Straßenverkehr, das berichteten der Kreisjägermeister und des Kreisvorstand. 27 Wildschweine kamen zur Strecke, 81 Füchse, einige Dachse, Marderhunde und Wachsbären. 14 Jagdhornbläser konnten auf dem Hof der Gaststätte „Pariner Berg“ die Strecke verblasen. Bei den anschließenden Wahlen wurde Jan Schließl neuer Obmann für das jagdliche Schießen. Unter den Anwesenden war erstmals auch ein Jäger aus dem Raum Dresden, der seine Rehamaßnahmen in der Asklepios Klinik verbringt. Gottfried Zeibig resümiert: „Bad Schwartau ist landschaftlich ein schönes Fleckchen Erde mit vielen Naturerkundungsmöglichkeiten für Kinder.“

Von gk

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