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Bad Schwartau Dia-Vortrag übers Baltikum
Lokales Bad Schwartau Dia-Vortrag übers Baltikum
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20:25 18.10.2013
Der Brunnen mit dem „Ännchen von Tharau“ in Klaipeda. Quelle: Lietzow
Bad Schwartau

„Baltikum — zwischen Memel und Finnischem Meerbusen“ lautet der Titel des Dia-Vortrags, den Manfred Lietzow am kommenden Montag, 21. Oktober, in der Asklepios Klinik in Bad Schwartau hält. Der Referent berichtet in Wort und Bild von einer Studienfahrt durch die drei baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland.

„Für viele Jüngere mag das Baltikum noch ein weißer Fleck auf der Landkarte sein“, so Lietzow. Mit seinem Vortrag will er seinem Publikum die Länder und ihre Geschichte näherbringen.

Im Rahmen einer Studienreise ging es mit dem Flugzeug nach Wilna und von dort mit dem Bus auf eine Tour durch die drei Staaten. „Die geschichtsträchtigen Länder sind auch mit der deutschen Geschichte eng verknüpft“, erzählt Manfred Lietzow, „noch heute zeugen viele Schlösser und ehemalige Herrensitze von der Tradition des balten-deutschen Adels bis 1919, als die drei Balten-Republiken das Russische Reich verließen und bis zur Annektion Stalins 1939 selbstständig waren.“ So zum Beispiel das Schloss Rudendahl als Sitz der kurländischen Herzöge in Lettland oder das Schloss Palms der Grafen von Pahlen in Estland.

Bis 1991 waren die drei Länder Teil der Sowjetunion; inzwischen gehören sie als souveräne Staaten zur Europäischen Union. „Die leidvolle Geschichte der baltischen Staaten wurde besonders im Okkupationsmuseum in Riga sichtbar“, erinnert sich Referent Lietzow, der aber auch den Aufbau und die wirtschaftlichen Fortschritte — besonders in Estland — unterstreicht.

Ein besonderer Höhepunkt sei für ihn ein Besuch im ehemaligen Memelland / Ostpreußen auf der Kurischen Nehrung gewesen, so Lietzow, wo in Nidden das einstige Sommerhaus von Thomas Mann steht. Aber auch eine Schiffsfahrt nach Minge über das Kurische Haff und ein Besuch in Memel, wo das wieder errichtete Denkmal des berühmten „Ännchen von Tharau“ und die historischen Stätten aus preußischer Zeit gesehen wurden, hätten tiefe Eindrücke hinterlassen.

„Die Reise durchs Baltikum war primär eine Auseinandersetzung mit seiner reichen Geschichte und Kultur, aber auch mit seinen gastfreundlichen Bewohnern und der reizvollen Landschaft“, so Lietzow.

Sein Fazit: „Es lohnt sich, diese eindrucksvolle Region einmal selber kennenzulernen!“

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der Asklepios Klinik, Seminarraum 1, Haus 2. Der Eintritt ist frei.

LN

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