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Bad Schwartau Die Karate-Kids aus der Kader-Schmiede
Lokales Bad Schwartau Die Karate-Kids aus der Kader-Schmiede
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18:17 03.07.2017
Miklas Hafke (15), Eirik Martens (14), Andreas Flindt (50) und die beiden Schwestern Lara (14) und Anna Marquardt (17, v.l.) waren bei der Karate-EM in Ungarn dabei. Für die Schüler war es der erste internationale Wettkampf, für Meister Flindt einer von vielen. Quelle: Fotos: Dankert/hfr (2)
Bad Schwartau

Das war der ganz große Wurf ins kalte Wasser. Vor Kurzem in Ungarn. Dort fand die Karate-Europameisterschaft statt. Andreas Flindt, Gründer der privaten Karate-Schule Tokugawa in Bad Schwartau, hat diesmal einige seiner sehr jungen Schützlinge mitgenommen auf das internationale Karate-Parkett. „Erfahrung sammeln, das war das Ziel für meine Schüler“, erklärt Karate-Meister Andreas Flindt, der seit Kindesbeinen diese Kampfsportart trainiert und bereits unzählige Medaillen und Titel gewonnen hat. Auch in Ungarn. Mit drei Goldmedaillen ist der frisch gekürte Karate-Europameister nach Hause gekommen. „Dass diese EM so erfolgreich wird, das hatte ich nicht erwartet“, sagt der Karate-Meister, „für mich persönlich geht es eigentlich gar nicht so um Titel und Medaillen selbst, sondern darum, mein Ziel zu erreichen“.

Schüler und Meister der Schule Tokugawa kehrten sehr erfolgreich von der Karate-EM in Ungarn zurück.

Private Schule

Tokugawa ist der Name der privaten KarateSchule von Andreas Flindt in Bad Schwartau. Er ist mehrfacher Welt- und Europameister und Träger des 5. Dan. Tokugawa ist der Name einer der bekanntesten Samurai-Familien Japans. Die Tokugawa-Karate-Schule ist Mitglied im Shotokan Karate Verband Deutschland.

Mehr unter www.karate-bad-schwartau.de

Mit einem Medaillenrang für sich selbst in einer von mehreren Disziplinen hat der Meister in Ungarn zwar kalkuliert. Doch dann werden es plötzlich drei, alle in Gold – sogar im Einzelkampf.

Aber was ist eigentlich das Ziel, wenn nicht Gold? Erst recht dann, wenn man sich schon mehrfacher Weltmeister und Europameister nennen darf? Andreas Flindt, mit 50 immer noch topfit, lacht. „Man muss sich immer ein Ziel setzen“, erklärt er. Sein Ziel sei aber nicht die Goldmedaille, sondern die Arbeit daran, das sportliche, aber vor allem auch das mentale Niveau zu halten. „Weil ich nach den vielen Erfolgen Angst hatte, dass ich das zu locker nehme“, erklärt Andreas Flindt, „man darf sich nie sicher sein, denn wenn man zu sicher ist, dann kann das ganz schnell den Sieg kosten“.

Und wenn ein Meister so etwas sagt, dann muss da etwas dran sein. Lara (14) und Anna Marquardt (17), Eirik Martens (14) und Miklas Hafke (15) hören jedenfalls ganz genau hin, wenn ihr Meister so etwas sagt. Und zwar schon seit acht Jahren. So lange trainieren diese Vier unter der Regie von Andreas Flindt bereits. Flindt hat sie fit gemacht für Ungarn. Fitter als gedacht.

„Die sind mit sehr guten Platzierungen zurückgekommen“, sagt Flindt, „damit habe ich wirklich nicht gerechnet“. Lara hat Bronze, ihre Schwester Anna einen vierten Rang, Eirik zweimal Bronze und Miklas, der sich wenige Wochen vor der EM den Oberarm gebrochen hatte und deshalb nicht kämpfen konnte, sammelte auf andere Art viele Erfahrungen in Ungarn. Sie alle wollen weitermachen. Mit Karate, aber auch auf großen sportlichen Bühnen. „So ein Platz auf dem Podium ist schon motivierend“, sagt Miklas Hafke aus Ratekau, der neben Karate ab und zu noch ein paar Bahnen schwimmt. Eirik, der wie die beiden Mädchen aus Stockelsdorf kommt, hat vor Karate Fußball gespielt. Und Lara und Anna haben früher „so klassische Mädchen-Sachen gemacht – Ballett, Reiten und so“.

Aber warum jetzt Karate? „Man fühlt sich durch Karate einfach selbstbewusster und stärker“, sagt Anna. „Und das hat ganz viel mit dem eigenen Körperempfinden zu tun“, ergänzt Lara und stellt fest, „dass Karate in der Hinsicht noch viel besser ist als Ballett“.

Meister Flindt hört das sicher gern. Im Kalender stehen übrigens schon die nächsten Höhepunkte: 2018 die Karate-Weltmeisterschaft im russischen St. Petersburg. Und 2019 die Europameisterschaft, die entweder in England, in der Schweiz, Italien oder Deutschland stattfindet. Diese Daten haben auch schon die vier Youngster aus der Bad Schwartauer Karate-Schmiede ganz oben auf ihrem Zettel stehen.

Doreen Dankert

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