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Bad Schwartau Die Otten – oder: Wenn die Bühne bebt
Lokales Bad Schwartau Die Otten – oder: Wenn die Bühne bebt
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20:32 02.08.2016
Wenn Gastmusiker Tom Heidkamp (2.v.r.) auf der Bühne der Otten das Mikrofon in die Hand bekommt, dann wird es an irgendeinem Punkt des Geschehens fast schon ekstatisch. Außerdem im Bild: Alexander Domnick (r.) und Christian Höper (li.) von den Otten sowie Rapper Tim Heuer, der Bruder des dritten Otten, Sönke Heuer (nicht im Bild). Quelle: Fotos: Dankert

Sie haben es richtig krachen lassen – die Otten. Zum wiederholten Mal hat die Bad Schwartauer Band jetzt die Mensa des Gymnasiums am Mühlenberg (GaM) in einen Konzertsaal verwandelt. Und die rund 200 Besucher ahnten schon zu Beginn, dass da die eine oder andere Überraschung passieren könnte im Laufe des Abends.

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Die Bad Schwartauer Band hat jetzt ihr vorerst letztes Konzert gegeben – Weihnachten sind sie wieder da.

Wer, wie immer, auf Stuhlreihen zum bequemen Sitzen gehofft hatte, der kam gleich mal ins Grübeln, was los ist. „Dass wir hier heute keine Stühle hingestellt haben, das hat einen guten Grund“, erklärte dann Gitarrist Sönke Heuer, einer der drei Otten, gleich zu Beginn des rund zweistündigen Konzerts. „Welchen Grund das genau hat, das erfahrt ihr dann etwas später. . .“

Es war das Geburtstagskonzert der Otten – also Sönke Heuer, Christian Höper und Alexander Domnick – , die 2016 ihr sechsjähriges Bestehen feiern.

Die Feier des Jahres hatten die drei jungen Studenten, die für ihre grandios gecoverten Rock- und Pop-Songs bekannt sind, schon seit Monaten geplant. Schließlich sollte die Nummer am GaM eine ganz große werden – und sie wurde es auch. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil die Otten wieder einmal für ein beeindruckendes Großaufgebot an Gastmusikern gesorgt haben. Gute Freunde von früher aus Schulzeiten der Bad Schwartauer Schulband Splonc und neue Freunde, die man im Laufe der Zeit in der Musikszene kennengelernt hat. Mit von der Partie waren am Schlagzeug und Percussion Jan Weber und Patrick Pachalli. Wenn beide gerade nicht auf der Bühne standen, haben sie dem Publikum im stuhllosen Saal demonstriert, wie man stilecht abrockt – nach schmissigen Otten-Rhythmen. Extra aus Berlin angereist war „der Einzige, der Musik richtig gelernt hat“, so die Otten-Ankündigung: Johannes Polte an der Bassgitarre und am Synthesizer. Für einen atemberaubenden Gesang und die Interpretation eines Hits von Adele konnte Merle Paul überzeugt werden, ebenso wie Vivienne Kollmann, die auf dieser Bühne demonstrierte, wie gut sich eine Geige bei einem Rockkonzert macht. Am Klavier und mit der Querflöte brillierte Ricka Bähnsch. Und schließlich waren da noch der Rapper Tim Heuer und das musikalische Multitalent Tom Heidkamp, der still, leise und rhythmusversunken verschiedene Instrumente beherrscht, aber bei seinem Auftritt an vorderster Front als Sänger beim Song („Ich liebe dich, aber auf die leise Art und Weise“) unverhofft wie bei einem Vulkanausbruch die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes zum Beben brachte.

Der Dank der Otten galt auch ihrem ehemaligen Leibniz-Lehrer Oliver Brüning für die technische Unterstützung sowie Torben Glindemann, Nicolai Schmied und Malte Kutz, die Sound und Licht maßschneiderten für die Bühnen-Show.

Warum es keine Stühle gab? Klar, weil das Publikum tanzen sollte. Und – weil die Otten zwischendurch eine kleine Session ohne Mikro und Verstärker mitten im Publikum machten. Sie sind eben immer für eine Überraschung gut . . .

. . . und in diesem Fall auch für eine erlösende Botschaft: „Die Otten wird es auch weiterhin geben“, erklärte Sänger und Gitarrist Christian Höper als im Vorfeld angekündigtes Statement über die Zukunft der Band. „Weil wir aus beruflichen Gründen bald weiter entfernt sein werden voneinander, werden unsere Auftritte aber deutlich seltener sein“, so Höper.

Versprochen haben die Otten, dass das traditionelle Weihnachtskonzert auch in Zukunft stattfinden wird. An welchem Tag genau und wo, steht im Moment noch nicht genau fest. Aber es wird vermutlich wieder im Gemeindehaus Ratekau sein, an einem Tag zwischen Weihnachten und Silvester.

Doreen Dankert

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