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Bad Schwartau Dissaus neuer Dorfvorstand
Lokales Bad Schwartau Dissaus neuer Dorfvorstand
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20:22 28.08.2013
Der neue Dissauer Dorfvorstand: Alexander Schwartz, Gudrun Brenner, Jürgen Mühlenbeck und Jörg Meyer (v.l.). Quelle: Fotos: Dankert

„27 Jahre Dorfvorstand reichen“, erklärte Thomas Sönnichsen bei der jüngsten Dorfschaftsversammlung im Dissauer Hof. Für Sönnichsen war es die letzte Dorfschaftsversammlung als Dorfvorsteher, denn er kandidierte nicht erneut bei der turnusmäßigen Wahl dieses Gremiums. Genau genommen hat der inzwischen 71-jährige Sönnichsen sogar 35 Jahre im Dissauer Dorfvorstand gearbeitet, die ersten Jahre als Stellvertreter. Dafür bedankte sich Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann in besonderer Weise. „Ich bin wirklich dankbar dafür, dass es Menschen wie Sie gibt“, so Rahlf-Behrmann, die sich dabei auch für die langjährige Dorfvorstandsarbeit bei Rolf Petersen und der nicht anwesenden Heidrun Pieper bedankte. Zum einst fünfköpfigen Dorfvorstand von Dissau gehörte auch Rolf Wilcken, der sein Amt schon vor einiger Zeit aufgegeben hatte. Der fünfte im Bunde des alten Dorfvorstands war Jörg Meyer, der sich als Einziger zur Wiederwahl für den neuen Vorstand stellte, der ab jetzt in einer Vierermannschaft die Geschicke von Dissau leiten muss. Denn ein fünfter Kandidat, der bereit war, sich ehrenamtlich einzubringen, konnte nicht gefunden werden.

Neben Jörg Meyer, der zum Dorfvorsteher als Ehrenbeamter ernannt wurde, wirken in diesem Gremium Jürgen Mühlenbeck als Stellvertreter sowie Alexander Schwartz und Gudrun Brenner mit.

Eine der letzten Amtshandlungen von Thomas Sönnichsen war es zuvor allerdings, nochmal an den Bau des schon seit vielen Jahren geplanten Radweges zwischen Dissau und Curau zu erinnern. In dieser Angelegenheit brachte die Bürgermeisterin die knapp 60 Bürger, die zur Versammlung gekommen waren, auf den neuesten Stand. Das Geld dafür stehe bereit. Aber dennoch „ist das keine schöne Geschichte“, so die Rathauschefin, „denn der Radwegbau hängt noch an einem Grundstückseigentümer.“ Dieser habe eine Nachbesserung beim Verkauf gefordert, die Papiere diesbezüglich seien ihm zugeschickt worden, doch weil jetzt Erntezeit ist, seien die Verhandlungen derzeit unterbrochen. „Daran hängt die ganze Maßnahme“, so Rahlf-Behrmann, „das kann man sich gar nicht vorstellen.“

Weiter informierte die Bürgermeisterin darüber, dass die Windkraftpläne der Gemeinde nach wie vor auf Eis liegen, es aber noch Hoffnung gäbe und „die Problematik eventuell ausgeräumt werden könnte, aber ich kann derzeit nicht sagen, ob das was wird mit der Windkraft oder nicht“.

Schließlich gibt es noch eine Angelegenheit in der Großgemeinde, in der das letzte Wort noch nicht gesprochen ist: der Abwassergebührenstreit (die LN berichteten). Brigitte Rahlf-Behrmann informierte, dass die Gemeinde für ihre Satzungsänderung auf Basis des Solidarprinzips, wonach alle Bürger eine einheitliche Gebühr zahlen, in erster Instanz Recht bekommen hat. Allerdings hat der Kläger, ein Stockelsdorfer, der das Solidarprinzip ablehnt, Antrag auf Berufung gestellt. Diese Berufung wurde zugelassen, so dass nun das Urteil in zweiter Instanz abgewartet werden muss. „Ich finde“, so die Bürgermeisterin, „was wir gemacht haben — ein einheitlicher Gaspreis für alle und nun ein einheitlicher Abwasserpreis — ist richtig.“ Dafür gab es dann sogar spontan Applaus. „Und wenn wir als Gemeinde nicht gewinnen, dann ist das ganz fatal.“

„Ich bin dankbar, dass es Menschen wie Sie gibt.“
Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann zu Thomas Sönnichsen

Doreen Dankert

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