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Bad Schwartau Brennende Böschung an der A1
Lokales Bad Schwartau Brennende Böschung an der A1
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07:29 10.07.2018
Die Einsatzfahrzeuge stehen auf der Baustelle und auf der rechten Spur der A 1. Quelle: Foto: Feuerwehr
Bad Schwartau

Ein lauter Knall mitten in der Nacht zu Sonntag ließ die Anwohner am Küsterholz hochschrecken. Um kurz nach Mitternacht alarmierten sie die Feuerwehr. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung und Feuerschein feststellen. Vor Ort brannte ein Kleinbus in voller Ausdehnung direkt am Waldrand. Die Flammen griffen bereits auf den Wald über. „Bei dieser Trockenheit müssen wir besonders schnell sein“, sagt Benny Wendt, stellvertretender Gemeindewehrführer, am Tag danach. Da das Auto nicht mehr zu retten war, löschten die Einsatzkräfte zunächst die Bäume und schützten das benachbarte Feld mit massivem Wassereinsatz. Erst danach wurde der Pkw-Brand mit Schaum eingedämmt.

111 Einsätze hat die Feuerwehr Bad Schwartau/ Rensefeld in 2018 bislang absolviert.

Schon kurz vor dem drohenden Waldbrand gab es einen gemeldeten Heckenbrand in Kaltenhof. Vermutlich durch Unachtsamkeit war dort Unrat im Garten in Brand geraten; die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen.

Etwas aufwendiger hatte sich ein Einsatz am Sonnabendnachmittag gestaltet: Dort brannte eine Böschung an der Autobahn1 Richtung Lübeck rund 500 Meter hinter der Autobahnauffahrt Bad Schwartau. Der Grünstreifen lag zwischen Wanderweg und Baustelle, „vermutlich hat ein Spaziergänger auf dem Wanderweg unachtsam eine Zigarette oder Ähnliches dorthin geworfen“, so Benny Wendt. Die Einsatzfahrzeuge der Wehr hielten auf der Baustelle und der rechten Spur, so dass der Verkehr noch einspurig vorbeifließen konnte. Nach rund 45 Minuten war der rund 100 Quadratmeter große Flächenbrand gelöscht.

„Dass wir so kurz hintereinander drei Feuer löschen müssen, ist wirklich sehr selten“, zieht Einsatzleiter Benny Wendt Bilanz, „und wenn wir nicht so schnell gewesen wären, hätte wirklich viel gebrannt.“ Etwa 30 Männer und Frauen seien bei jedem der Feuer im Einsatz gewesen. Bei den Einsätzen am Waldrand und in Kaltenhof waren jeweils auch Kameraden der Groß Pariner Wehr sowie deren Tanklöschfahrzeug dabei. Und Benny Wendt erzählt zudem: „Ausschlafen konnten wir am Sonntag auch nicht.“ Um 9.40 Uhr gab es die nächste Alarmierung: ein piepsender Rauchmelder, der allerdings nicht mehr piepste, als die Einsatzkräfte vor Ort waren. Die Nacht war jedoch trotzdem beendet.

me

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