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Bad Schwartau Drei Varianten zur Erweiterung der Grundschule Cleverbrück
Lokales Bad Schwartau Drei Varianten zur Erweiterung der Grundschule Cleverbrück
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22:40 21.07.2016
Der stellvertretende Grundschulleiter Rolf Seehase-Dannemann: „Derzeit besuchen rund 250 Mädchen und Jungen unsere Schule. Bald werden es 300 sein. Die Erweiterung ist wichtig. Am besten wäre ein Teilneubau, um auch langfristig gut aufgestellt zu sein.“ Quelle: Sebastian Prey

Die Grundschule Cleverbrück platzt aus allen Nähten. Und laut Schulentwicklungsplan wird sich die Situation in den nächsten Jahren verschärfen. Zum neuen Schuljahr wird es bereits drei statt bislang zwei erste Klassen geben. Schulleiter Odert Schwarz: „Laut Entwicklungsplan gehen wir in den nächsten Jahren sogar auf eine Vierzügigkeit zu.“ Die Politik ist sich einig: Es besteht dringend Handlungsbedarf. Jetzt wurden im Ausschuss für Bildung und Jugend drei mögliche Erweiterungsvarianten vorgestellt.

Laut der Grundschule Cleverbrück werden zusätzlich zum Bestand vier Klassenräume, vier Gruppenräume und ein weiterer Raum für die Betreute Grundschule benötigt. Zudem reicht im Hinblick auf die steigenden Schülerzahlen in den nächsten Jahren die derzeitige Essensausgabe in den Kellerräumen nicht mehr aus. Deshalb wird auch mit einem neuen Multifunktionsraum in Kombination einer Aula/Mensa mit einer Ausgabeküche geplant.

Architekt Uwe Witaszak stellte drei verschiedene Erweiterungsmöglichkeiten vor. Die erste Variante sieht einen Anbau an dem vorhandenen Gebäuderiegel entlang der Hindenburgstraße vor. Der kompakte Entwurf sieht auch vor, dort die neue Mensa mit anzusiedeln. Der zweite Entwurf sieht an selber Stelle einen Anbau ohne Multifunktionsraum und den Neubau einer Aula/Mensa auf dem Schulhof direkt angrenzend an den Verwaltungstrakt vor. Eine große Lösung wäre der Abriss des vorhandenen Verwaltungstraktes, der dann durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt wird. „Das hätte auch den Vorteil, dass die Abläufe in der Schule neu strukturiert werden könnten. Die jetzige Struktur ist nämlich nicht funktional“, so Witaszak, der allerdings noch mit keinen Kosten für die verschiedenen Varianten aufwarten konnte. Die dritte Variante wäre aber mit Sicherheit die teuerste und würde sicher im Rahmen der jüngsten Schulerweiterung bei der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) liegen.

Bauamtsleiter Thomas Sablowski: „Variante drei würde die Gebäudekonzeption dauerhaft verbessern.“ Auch Schulleiter Schwarz favorisiert die Neubau-Variante. „Die Verwaltung wächst mit den Schülerzahlen und benötigt neue Räume“, sagte Schwarz, der hofft, dass bereits im nächsten Jahr mit der Erweiterung begonnen werden kann.

Für die Erweiterung und Modernisierung der ESG hat die Stadt rund 3,75 Millionen Euro investiert. Trotz der vermutlich höheren Kosten favorisiert auch der Ausschuss die dritte Variante. Eine Entscheidung wurde aber noch nicht getroffen. Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, bis zur nächsten Sitzung detailliertere Informationen über die Erweiterungsvarianten zwei und drei inklusive pädagogischem Konzept und Kostenschätzung vorzulegen.

Bekenntnis für beide Gymnasien

2 Gymnasien wird es künftig auch weiterhin am Schulstandort Bad Schwartau geben. Einstimmig stimmte der Ausschuss für Jugend und Bildung einem Beschlussvorschlag des Vorsitzenden Carsten Dyck (CDU) zu. „Die Intention des Antrags ist, dass beide Schulen Klarheit bekommen“, sagte Dyck.

Entsprechend bleiben das Gymnasium am Mühlenberg (GaM) und das Leibniz-Gymnasium an ihrem jetzigen Standorten bestehen. Diskutiert werden muss jetzt also nur noch, ob das GaM im Bestand saniert wird oder komplett neu gebaut wird. Für die Sanierung des Leibniz-Gymnasiums wurde bereits der Sperrvermerk aufgehoben. Der Ausschuss für Bauwesen und Stadtplanung hat in seiner jüngsten Sitzung die Mittel für die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume sowie die energetische Sanierung der Gebäudehülle freigegeben. 3,2 Millionen Euro sind dafür im Haushalt bereits eingeplant worden. Für die Sanierung des GaM oder einen Neubau wird allerdings ein zweistelliger Millionen-Betrag erforderlich sein.

 Sebastian Prey

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