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Bad Schwartau Dritter Kandidat: Gerd Radisch will Bürgermeister werden
Lokales Bad Schwartau Dritter Kandidat: Gerd Radisch will Bürgermeister werden
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21:23 13.01.2016
Gerd Radisch (61) fühlt sich fit und stark genug, um als Einzelbewerber das Rathaus zu erobern. Quelle: S. Prey

Der Kampf um den Chefsessel im Bad Schwartauer Rathaus nimmt Fahrt auf. Nach Michael Neese (parteilos), Ellen Brümmer (CDU) wirft nun auch Gerd Radisch als Einzelbewerber seinen Hut in den Ring. „Ich gehöre zwar der WBS weiterhin an, aber als Bürgermeister muss man unabhängig sein und darf sich nicht mit Parteiverpflichtungen belasten“, sagt der 61-Jährige, der nach eigenen Angaben seine beiden Mitbewerber durchaus schätzt. „Ich halte mich aber für den besseren Bürgermeister“, sagt Radisch selbstbewusst. Da er nicht von einer Partei vorgeschlagen wird, sondern als Einzelbewerber antritt, muss er nun Unterschriften von Bad Schwartauer Bürgern sammeln. 135 benötigt der Personalberater, um für die Wahl am 24. April zugelassen zu werden.

Radisch will aber nicht einfach nur Kandidat sein. „Ich kann es und ich will es“, sagt der 61-Jährige, der weiß, dass er einige harte Wahlkampfwochen vor sich hat. „Ich werde von Haustür zu Haustür gehen, um mich und meine Pläne vorzustellen“, sagt Radisch, der als Marathonläufer auf alle Fälle über genügend Ausdauer verfügt. Doch nicht nur konditionell fühlt sich der gebürtige Dresdner, der in Hamburg aufgewachsen und seit 30 Jahren in Bad Schwartau zu Hause ist, gut aufgestellt. „Ich lebe in dieser Stadt schon lange und gerne, bin aber nicht verklüngelt durch Partei, Schule oder Geschäftsbeziehungen. Ich bin vollkommen unabhängig“, unterstreicht Radisch.

Aus seiner Sicht ist er für das Bürgermeisteramt einfach prädestiniert. „Ich verfüge über Erfahrung in der Wirtschaft als Berater von mittelständischen Unternehmen in Organisations- und Prozessfragen sowie Führungsthemen. Dazu zählen auch kommunale Unternehmen“, berichtet der Diplom-Volkswirt, der seit 2003 schon in der Bad Schwartauer Kommunalpolitik mitmischt. Bis 2013 gehörte Radisch sogar der CDU an, bevor er zur WBS wechselte. „Dort konnte ich Themen angehen, die die CDU über Jahre verschleppt hat — das Thema Stadtentwicklung beispielsweise“, begründet Radisch heute seinen Wechsel.

Derzeit sitzt er für die WBS im Finanzausschuss und ist mit großem Eifer dabei, den Haushalt der Stadt bis ins Detail zu verstehen und zu prüfen. „Wenn die Rücklagen tatsächlich auf 7,5 Millionen Euro geschmolzen sind, bedarf es künftig auch einer Strategie, denn so kann es also nicht weitergehen“, erklärt Radisch.

Als Bürgermeister wolle er sich vor allen Dingen auch um das Thema Hinterlandanbindung kümmern. „Da wurde von allen Seiten zu wenig getan und das fällt uns irgendwann auf die Füße“, erklärt Radisch und hebt dabei noch einmal seine Unabhängigkeit hervor. „Es geht darum, sich für die Stadt und ihre Bürger zu engagieren und nicht eine Parteilinie zu verfolgen.“ Ganz oben auf der „To-Do-Liste“

Radischs steht zudem der Ankauf des Amtsgerichts. „Wenn es soweit ist, sollte aber auch schon das Nutzungskonzept stehen“, fordert Radisch, der auch weiß, dass das Thema Flüchtlinge noch lange Zeit auf der Tagesordnung steht.

Aus seiner Sicht ist ein politischer Wechsel im Bürgermeisteramt notwendiger denn je. „25 Jahre CDU-Bürgermeister und eine CDU-Mehrheit im Rathaus haben aus meiner Sicht der Stadt nicht gut getan. Es wurde zu wenig bewegt und das meist noch zu spät.“

Bewerbungsfrist
7 Wochen lang können sich noch Frauen und Männer für die hauptamtliche Bürgermeister-Stelle in Bad Schwartau bewerben. Wahlvorschläge müssen bis Montag, 7. März, 18 Uhr schriftlich bei dem Gemeindewahlleiter der Stadt Bad Schwartau, Markt 15, 23611 Bad Schwartau, vorliegen.
Der Bürgermeister-Posten soll zum 1. August besetzt werden. Erster Wahltag ist am Sonntag, 24. April. Eine eventuelle Stichwahl ist für den 8. Mai vorgesehen.

Sebastian Prey

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