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Bad Schwartau Ehrenamtler sollen Vergünstigungen bekommen
Lokales Bad Schwartau Ehrenamtler sollen Vergünstigungen bekommen
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20:33 12.10.2016

Bad Schwartaus Politiker haben die Ehrenamtler für sich entdeckt. So wurden jetzt in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren, Kultur und Sport gleich drei Anträge zur Würdigung von ehrenamtlich tätigen Menschen eingereicht. Eine peinliche Diskussion wie vor vier Monaten als sämtliche Vorschläge vom anderen politischen Lager blockiert wurden, blieb diesmal aus. Die Vorsitzende Elisabeth Kremer (SPD) fand einen Königsweg. „Wir sind doch alle ganz dicht beieinander“, erklärte Kremer. Ihr Vorschlag, die Verwaltung möge unter Berücksichtigung aller Anträge ein Konzept zur Würdigung der Ehrenamtler erarbeiten, wurde einstimmig angenommen.

Susanne Böttger stellte im Ausschuss die Ehrenamtskarte Schleswig-Holstein vor. Quelle: Sebastian Prey

Gewährte Zuschüsse

1000 Euro bekommt das Projekt „Willkommen Baby“ von der Lebenshilfe Ostholstein; 10 000 Euro stehen für eine Bürgerbefragung und das Projekt Barrieremelder zur Verfügung; 4500 Euro Zuschuss erhält die Schützengilde fürs Schützenfest; 2259 Euro der Schwartauer Tennisverein für die Tennishallen-Sanierung; 7000 Euro werden für die Ehrenamtsmesse „Alle unter einen Hut“ bereitgestellt.

Für die SPD stellte Hansjörg Thelen zuvor den Antrag, eine Bad Schwartauer Ehrenamtskarte einzuführen. Vorbild dafür könnte die schleswig-holsteinische Ehrenamtskarte sein, die Ermäßigungen und Vergünstigungen in Geschäften, Museen oder auch in der Gastronomie ermöglicht. Zudem sollte man bereits vor Umsetzung des Konzeptes den aktiven Mitgliedern der Feuerwehren und Jugendfeuer umgehend freien Eintritt in die städtische Schwimmhalle ermöglichen. Für die CDU beantragte Norbert Leihe, dass man die landesweit gültige Ehrenamtskarte in Bad Schwartau fördern und bei hiesigen Unternehmen für die Beteiligung an dem Bonusprogramm werben sollte. Ferner sollte es eine jährliche Feier für Ehrenamtler geben, bei der besonders verdiente mit einem Ehrenzeichen ausgezeichnet werden könnten.

Gudrun Berger (Bündnis 90/Die Grünen) regte einen Runden Tisch aller Fraktionen an, um über die Honorierung des Ehrenamtes zu beraten. Sie schlug zudem monatliche Verlosungen von Kino-Gutscheinen oder anderen Alltags-Geschenken vor. Auch eine zeitgemäße Feier für Ehrenamtler halte sie für sinnvoll. Aus Sicht von Inge-Lore Stach (WBS) seien alle Vorschläge, das Ehrenamt zu fördern, gut. „Eine Zusammenführung der Anträge macht Sinn“, erklärte Stach.

Was genau hinter der Ehrenamtskarte Schleswig-Holstein steckt, berichtete zuvor Susanne Böttger vom EhrenamtsNetzwerk in Kiel. Aktuell seien rund 4000 Karten im Scheckkartenformat im Einsatz. Mit der Karte könne man derzeit rund 130 Bonusangebote in ganz Schleswig-Holstein in Anspruch nehmen. „Das Angebot an Vergünstigungen ist vielseitig. Es gibt Ermäßigungen in einigen Geschäften, Cafés oder Museen sowie Rabatte bei Theaterbesuchen. Lübeck hat sehr viele Bonusangebote. In Bad Schwartau gibt es bislang nur eins“, erklärte Böttger. Die Karte bekommen kann jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist und sich in den vergangenen zwei Jahren mindestens drei Stunden pro Woche ehrenamtlich in einem Verein oder Verband engagiert hat. „Dieses Angebot kostet die Stadt nichts. Die Koordination übernimmt das Projektbüro in Kiel“, warb Böttger. Das Büro ist im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung angesiedelt. Die Schirmherrschaft hat Sozialministerin Kristin Alheit übernommen.

Mehr über die Ehrenamtskarte Schleswig-Holstein gibt es im Internet unter www.ehrenamtskarte.de oder im Büro EhrenamtNetzwerk bei Susanne Böttger unter 0431/9015510.

Sebastian Prey

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