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Bad Schwartau Ein Sessel für Sebbo – und für einen Gewinn an Lebensqualität
Lokales Bad Schwartau Ein Sessel für Sebbo – und für einen Gewinn an Lebensqualität
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18:16 11.06.2018
Hans-Joachim Storm, Vize-Präsident vom Kiwanis Club, und Achim Steinhoff (rechts) freuen sich mit Sebbo über den komfortablen Sessel. Quelle: Foto: Doreen Dankert
Bad Schwartau

In der Tat ist es ein beispielhaftes Wohnprojekt, die Lebens(t)räume-Wohngemeinschaft in der Bismarckstraße. Mit einer Betreuung können die jungen Männer dennoch ein maximal selbstbestimmtes Leben führen. Und speziell für den Bewohner Sebbo, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat sich das Leben hier jetzt noch ein Stück weit verbessert.

Durch eine großzügige Spende von 1500 Euro konnte für Sebbo ein Sessel angeschafft werden, der jetzt neben der Eckcouch im Wohnzimmer steht. Ja, ein Sessel. Was im ersten Moment ganz banal erscheint, das bedeutet für Sebbo, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, einen enormen Gewinn an Lebensqualität. Für den jungen Mann ist es nicht möglich, sich aus eigener Kraft vom Rollstuhl auf die für ihn zu flache Couch und wieder zurück in den Rollstuhl zu hieven. Bei diesem per Knopfdruck höhenverstellbaren Sessel, der zudem ein- und ausklappbaren Lehnen hat, ist das aber möglich. „Bisher musste Sebbo immer im Rollstuhl sitzen bleiben, wenn die WG-Bewohner im Wohnzimmer zusammen waren“, erklärt Christine Burdorf, ersten Vorsitzende vom Verein „Lebens(t)räume“, aber jetzt kann er auch wie die anderen auf einem Wohnmöbelstück sitzen.“

Sebbo freut sich sehr über den Sessel. Auf die Frage, wie es sich denn darin sitzt, strahlt er übers ganze Gesicht und sein Daumen geht nach oben.

Hans-Joachim Storm, Vize-Präsident vom Kiwanis Club, und sein Kiwanis-Kollege Achim Steinhoff haben sich jetzt selbst ein Bild von den positiven Auswirkungen dieses Sessels gemacht bei einem Besuch in der WG Lebens(t)räume.

„Wir haben einen Antrag auf Finanzierung eines Spezialsessels in Höhe von 1500 Euro bekommen“, erklärt Steinhoff, „und wir waren uns auch im Vorstand ohne Diskussion einig, dass wir hier helfen.“

Die Anschaffung des Sessel war mit knapp 1000 Euro viel günstiger als geplant. Aber die Restsumme wollte der Kiwanis Club nicht zurückhaben, sondern hat sie der WG Lebens(t)räume überlassen zur Verwendung einer gemeinsamen Aktion. Und so wurde ein Teil der Kiwanis-Spende für einen ohnehin schon geplanten kleinen Urlaub auf einem Bauernhof verwendet. „Ganz im Sinne der Teilhabe“, betont Hans-Joachim Storm. Es sei immer eine sehr sinnvolle Investition, wenn sie dem positiven Erleben und der Erhöhung des Lebenswertes diene.

Von Doreen Dankert

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