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Bad Schwartau Ein Supermarkt voller Bio-Produkte
Lokales Bad Schwartau Ein Supermarkt voller Bio-Produkte
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20:34 26.01.2018
Landwege-Vorstand Klaus Lorenzen (r.) führt den Bio-Inspektor Christian Strohmeyer stundenlang durch den Bad Schwartauer Markt. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Stichprobenartig nimmt Strohmeyer Waren aus dem Regal. In der Weinabteilung, bei den Süßigkeiten, bei Kosmetik und Waschpulver, an der Käsetheke, in der Obst- und Gemüseabteilung und natürlich auch bei den Backwaren. Strohmeyer guckt nach dem Siegel. Und zwar nach dem EU-Bio-Siegel. „Das ist das Siegel, was zählt“, erklärt der Inspektor, „denn für dieses Siegel gelten EU-weit einheitliche Richtlinien.“

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Für zwei Wochen tourt Christian Strohmeyer durch den Norden und checkt mit Argusaugen, ob in den Bio-Supermärkten wirklich alles Bio ist, wo Bio draufsteht. Jetzt hat der Inspektor für Bio-Qualität den Landwege-Markt in Bad Schwartau unter die Lupe genommen.

Manche Produkte haben zusätzlich noch ein zweites – ein deutsches – Bio-Siegel. „Das deutsche Bio-Siegel gab es schon vor dem EU-Bio-Siegel“, erklärt Strohmeyer, „und manche Produzenten wollen das deutsche Siegel trotzdem einfach behalten. Deswegen sieht man auf manchen Produkten zwei Bio-Siegel.“ Und für Bio-Supermärkte wie Landwege, die Mitglied im Bundesverband Naturkost Naturwaren (BVNN) sind, liegt die Messlatte bei 100 Prozent Bio. Das bedeutet, das komplette Sortiment muss Bio sein. BVNN-Inspektor Christian Strohmeyer darf bei Landwege nichts finden, was nicht Bio ist.

„Das wird er auch nicht“, sagt Klaus Lorenzen, Geschäftsführender Vorstand der Landwege-Genossenschaft. Es ist nicht die erste Überprüfung bei Landwege. „Wir selbst sind ja auch interessiert an solchen Überprüfungen“, sagt Lorenzen, „denn wir wollen unseren Kunden beweisen, dass das Vertrauen, das sie in uns haben, auch gerechtfertigt ist.“ Deswegen wartet Lorenzen auch gelassen auf das Urteil von Christian Strohmeyer. Auch wenn Lorenzen weiß, dass Strohmeyer aus der Kontrollzentrale kommt mit der heißbegehrten Nummer 007. „Wer diese Nummer hat, gibt sie nicht mehr ab“, gesteht der James Bond der Bio-Siegel-Inspektoren lachend.

Lorenzen ist schon lange im Bio-Geschäft. Fünf Landwege-Supermärkte leitet Lorenzen. Vier in Lübeck und seit ein paar Jahren einen fünften in Bad Schwartau. Rund 30 Prozent des Sortiments sind regionale Produkte, sagt Lorenzen. Die Backwaren zum Beispiel werden von fünf verschiedenen Bäckern aus der Nähe bezogen. Insgesamt werden unter dem Dach der Landwege-Supermärkte rund 7000 verschiedene Produkte verkauft, darunter allein knapp 200 verschiedene Sorten Wein und weit über 100 verschiedene Käsesorten.

Einen halben Tag dauert die Kontrolle des Landwege-Supermarktes. Der 007-Inspektor wirft dabei auch einen Blick in die Bücher, in denen auch der Nachweis über Bio-Qualität erbracht werden muss. Doch unabhängig davon bewertet Strohmeyer den Landwege-Supermarkt in Bad Schwartau, „als sehr groß, sehr schön gestaltet und mit viel Platz für Bewegungsfreiheit der Kunden“.

Das Ergebnis der Kontrolle ist so, wie Lorenzen es erwartet hat, weil er weiß, was in seinen Regalen liegt: 100 Prozent Bio. Das bescheinigt der 007-Inspektor, der bundesweit Bio-Kontrollen macht, dem Landwege-Chef per Zertifikat. „Für die Kunden ist so eine Kontrolle insofern von Bedeutung“, erklärt Christian Strohmeyer, „dass sie wissen, sie können blind ins Regal greifen und haben garantiert Bio in der Hand.“

Und wenn 007 schon mal in Bad Schwartau ist, dann ist natürlich auch eine kleine Kostprobe drin. Vom Sauerteigknoten mit Elfencreme. Ein Brot made in Ostholstein mit einem Frischkäse aus einer eigenen Landwege-Kreation.

Von Doreen Dankert

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