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Bad Schwartau Elite-Studenten lehren am GaM
Lokales Bad Schwartau Elite-Studenten lehren am GaM
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20:36 26.01.2017
Georgette Tso (20) und Andrew Titus (22) vom MIT erzählen in einer zehnten Klasse von ihrem Studium. Quelle: Foto: Ibu
Bad Schwartau

Ein Vortrag über Künstliche Intelligenz oder wie das Gehirn funktioniert, über die Herstellung von Insulin oder die neueste wissenschaftliche Methode namens „Crispr“, mit der DNA gezielt verändert werden kann: Das sind nur einige Themen, die in den vergangenen drei Wochen am Gymnasium am Mühlenberg (GaM) unterrichtet worden sind – auf Englisch. Diese Stunden haben die beiden Elite-Studenten Georgette Tso (20) und Andrew Titus (22) gegeben. Sie sind zu Gast von einer der besten Universitäten der Welt: Dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) im US-amerikanischen Cambridge.

Sie haben in den sechsten Klassen bis hin zur Oberstufe die Fächer Biologie, Chemie, Mathematik, Business English und Religion unterrichtet. „Sie sind beide sehr computeraffin und haben tolle Vorlesungen gehalten. Durch ihr Alter sind sie nah an den Schülern dran“, sagt Lehrer Ulrich Sagebiel, der dadurch Unterstützung im Englisch-Unterricht hatte. Bei den Schülern kommt das gut an: Sie hören die Sprache nicht nur von Muttersprachlern, sondern erfahren aus erster Hand etwas über den Alltag der Studenten am College. Und natürlich über Donald Trump. „Die beiden mussten schon sehr viele Fragen zu dem Thema beantworten“, sagt Sagebiel.

„Es ist schon sehr interessant, wie unterschiedlich die Medien reagieren“, sagt Andrew Titus. „In Deutschland kommt der neue Präsident an wie ein großer, lauter Schreihals, vor dem alle Angst haben.“

Doch man dürfe nicht vergessen, dass das alles Strategie sei und wichtiger Teil der amerikanischen Politik. Es gebe hier kaum positive oder neutrale Nachrichten zu Trump, hat er festgestellt. Was auch daran liegen könne, dass er damit Erfolg hat. „Trump benutzt sein Auftreten vor allem, um eine möglichst große Masse an Menschen zu erreichen“, sagt Georgette Tso.

Die beiden fliegen in den kommenden Tagen wieder zurück in die USA. Sie wird dann weiter Maschinenbau studieren, er wird im Frühjahr das Studium der Computerwissenschaften beenden und sich mit einem Master weiterqualifizieren.

Der Austausch findet bereits seit mehreren Jahren statt. Im Rahmen des Programms „Global Teaching Labs“, was übersetzt so viel wie globale Lehr-Labore bedeutet, schickt das MIT Studenten nach Deutschland, Israel, Italien, Korea, Mexiko, Russland, Südafrika und Spanien, um an Gymnasien zu unterrichten. Zustande gekommen war der Kontakt nach Ostholstein durch den Oberstufenleiter am GaM, Marcel Muth. „Ich habe 2008 eine Fortbildung an der Universität machen dürfen“, erklärt er. Seitdem tauscht er sich jedes Jahr im November mit den Kollegen vor Ort aus, stellt den Kontakt zwischen Lehrern und Studenten her, geht auf die Suche nach Sponsoren und Gastfamilien. „Dann erstelle ich für jeden einen Stundenplan, je nachdem, was gerade in den Unterricht passt. Und was sich nach dem Interesse der Studenten richtet.“ Mehr Infos: www.gam-net.de. ibu

LN

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