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Bad Schwartau Erfolgreiche Aktion: Gespendete Räder für Migranten
Lokales Bad Schwartau Erfolgreiche Aktion: Gespendete Räder für Migranten
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20:13 27.05.2016
Ministerin Monika Heinold (re.) besuchte in Stockelsdorf die Fahrradwerkstatt, die Räder für Flüchtlinge repariert. Quelle: Fotos: Dankert

Es wird richtig was bewegt in Stockelsdorf, damit die Flüchtlinge dort mobil sein können – mit einem Fahrrad. Helga Holthusen, die sich unter anderem als Gemeindevertreterin und Seniortrainerin in der Großgemeinde ehrenamtlich engagiert, hat vor rund eineinhalb Jahren die Fahrrad-Spendenaktion ins Leben gerufen. Fahrräder, die – aus welchen Gründen auch immer – entbehrlich sind, sollten Bürger spenden zugunsten der Migranten. Um die gesamte Logistik vom Einsammeln der Räder über das gegebenenfalls nötige Instandsetzen bis hin zum Verteilen an die Flüchtlinge hat sich Helga Holthusen gekümmert. Jetzt hat sich die Kieler Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) vor Ort selbst ein Bild gemacht von der Stockelsdorfer Fahrradaktion und war dabei, als jetzt wieder ein neuer Schwung Räder an die Flüchtlinge übergeben wurde.

Finanzministerin Monika Heinold zu Gast bei der Schüler-AG „Fahrradwerkstatt“ und Initiatorin Helga Holthusen – 1300 Euro spendeten Bürger für Reparaturzwecke.

„Ich bin hier die Fahrradtante.“ Mit diesen Worten und einem Schmunzeln im Gesicht stellte sich Helga Holthusen der Ministerin vor. Treffpunkt war an der Gemeinschaftsschule in Stockelsdorf, wo die „Fahrradwerkstatt“ ihren Sitz hat. Diese Werkstatt ist eine Schüler-Arbeitsgemeinschaft (AG) unter Leitung von Schulsozialarbeiter Dirk Hakelberg. In dieser Runde werden die gespendeten Fahrräder begutachtet und bei kleineren Reparaturen wie Reifenwechsel wieder auf Vordermann gebracht. Die notwendigen Ersatzteile dafür kosten Geld, das die Schüler dieser AG über die Spendenplattform des Landes www.wir-bewegen.sh für ihr Projekt „Fahrradwerkstatt“ eingeworben haben. 1300 Euro sind auf diese Weise durch Spenden von Bürgern zusammengekommen. Damit sollen insgesamt 50 reparaturbedürftige Fahrräder wieder flott gemacht und an Flüchtlinge übergeben werden.

Etwa seit einem Jahr gibt es diese Spendenplattform, auf der sich Bürger für die Unterstützung eines ganz bestimmten Objektes entscheiden können. „Das ist eine neue Form der Organisation des bürgerschaftlichen Engagements“, so die Ministerin Heinold. Und es sei schön, so die Ministerin weiter, dass schon kleine Beiträge von Bürgern in unserer Gesellschaft etwas bewirken, „gerade auch für unsere Flüchtlinge“.

Seit dem ersten Aufruf an die Bürger zum Spenden von Fahrrädern vor etwa 18 Monaten sind bis jetzt rund 200 Räder zusammengekommen. Die Abholung der Räder wird von Helga Holthusen organisiert, ihr Mann Claus unterstützt sie dabei. „Jede Woche holen wir neue Fahrräder von Bürgern ab“, so Helga Holthusen. Abgegeben werden die Räder an die Flüchtlinge nach der Reihenfolge der Namen, die auf der Liste stehen. Zur Zeit sind etwa noch 30 Migranten auf der Warteliste für ein Fahrrad, um schneller und mobiler zu sein als ein Fußgänger.

Vortrag zum Alterseinkünfterechner für Senioren

Einen zweiten Termin hat Finanzministerin Monika Heinold noch in Bad Schwartau absolviert. Im Haus der Senioren sprach sie vor rund 30 Damen und Herren zum Thema „Alterseinkünfterechner“

. Hierbei geht es um ein Online-Service-Angebot unter der Internetadresse www.schleswig-holstein.de/fm. Es ist ein Rechner, der Hinweise darauf gibt, ob Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen oder nicht.

Finanzministerin Monika Heinold: „Mein Dank geht zunächst an den Seniorenbeirat, der die heutige Veranstaltung möglich gemacht hat. Ich habe hohe Achtung vor dem Ehrenamt.“

Mit dem Alterseinkünfterechner macht die Landesregierung ein attraktives Angebot. Mit ihm ist es möglich, die persönliche steuerliche Situation mit ein paar Klicks im Hinblick auf die aktuelle Gesetzeslage zu überprüfen. Der Hintergrund ist, dass 2005 die Besteuerung von Renten und anderen Alterseinkünften neu geregelt wurde. Im Vergleich zur bis dahin geltenden Rechtslage wird seitdem ein höherer Anteil der Renten steuerpflichtig.

Es unterliegen nicht alle Rentner der Steuerpflicht. Rentner, deren zu versteuerndes Einkommen nicht mehr als 8472 Euro (Veranlagungszeitraum 2015) beträgt, sind nicht betroffen von der Steuerpflicht.

Doreen Dankert

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