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Lokales Bad Schwartau Bad Schwartauer pflücken Äpfel, Pflaumen und Birnen
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15:54 08.09.2018
Ernteeinsatz auf der Streuobstwiese am Kleikamp in Bad Schwartau. Für Frederike, Henriette, Petra und Markus Heinzinger ein schöner kleiner Familienausflug. Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Selbstgepflückt schmeckt am besten: Mehr als 100 kleine und große Erntehelfer pflückten am Sonnabend auf einer Streuobstwiese am Kleikamp in Bad Schwartau Äpfel, Pflaumen und Birnen. Der Nabu, der die Fläche für die Stadt Bad Schwartau betreut, hatte zu der Aktion eingeladen.

Zwei Stunden lang hatte das Nabu-Team Carolin Welchert, Lüder Garms und Helmut Rabe die Pforte zur Streuobstwiese geöffnet. „Ein tolles Angebot. Wir haben davon in der Zeitung gelesen“, erzählt Sigrid Thiel (76). Gemeinsam mit ihrem Ehemann ist sie extra aus Techau nach Cleverbrück gekommen. „Selbstpflücken bringt mehr Spaß als einkaufen“, sagt Udo Thiel (63), der auch ganz genau weiß, wo die besten Früchte hängen. „Ganz oben“, sagt Udo Thiel und fährt den Stiel des Obstpflückers ganz weit aus.

Mehr als 100 kleine und große Erntehelfer waren am Sonnabend beim Obstpflücken auf der Streuobstwiese am Kleikamp in Bad Schwartau im Einsatz. Gepflückt wurden vornehmlich Äpfel, Pflaumen und Birnen.

Kleiner Familienausflug

Familie Heinzinger ist nicht nur gut ausgerüstet, sie ist auch gut organisiert. „Wir haben uns aufgeteilt“, sagt Petra Heinzinger, die sich gemeinsam mit ihren Töchtern Frederike (5) und Henriette (9) um die Apfelernte kümmert. Vater Markus Heinzinger ist unterdessen fürs Pflaumenpflücken zuständig. „Für uns ist das ein schöner kleiner Familienausflug. Nachher werden wir noch gemeinsam die Pflaumen auf der Terrasse entsteinen. Später lassen wir uns dann den lauwarmen Pflaumenkuchen schmecken“, kündigt Petra Heinzinger mit einem Lächeln an. Christopher Wackernagel (46) weiß auch schon ganz genau, was er mit seiner Apfelernte machen will. „Ein Teil wird eingelagert und aus dem Rest mache ich das beste Eis in der gesamten Umgebung“, sagt der gelernte Gärtner, der sich einen ganz bestimmten Baum zum Ernten ausgesucht hat. „Hier sind ganz viele Wespen. Das heißt die Früchte sind reif“, verrät Wackernagel.

Zwölf verschiedene Apfelsorten

Begeistert sind auch Manuela und Matthias Flohr. „Wir wollten immer mal dabei sein, aber in den letzten Jahren hat die Aktion terminlich nie gepasst“, berichtet Manuela Flohr, die es besonders spannend findet, dass auf der Wiese so viele verschiedene Sorten zu finden sind. Allein zwölf unterschiedliche Apfelbäume gibt es. Die Sorten tragen Namen wie Geheimrat Dr. Oldenburg, Pommerscher Krummstiel, Kaiser Wilhelm und Pariner Winterapfel. „Schade nur, dass man nicht weiß, wo welche Sorte hängt“, sagt Manuela Flohr. Das sieht Carolin Welchert genauso. „Wir haben schon Kontakt mit einem Pomologen aufgenommen, um die Bäume entsprechend kennzeichnen zu können“, berichtet Welchert. Der Experte koste zwar etwas Geld, aber es sei schon für alle sehr interessant, wo welche Apfelsorte gedeiht.

Weitere Termine

Zwei Termine zum Pflücken bietet der Naturschutzbund Bad Schwartau noch in den nächsten Wochen an. Die Pforte an der Streuobstwiese am Kleikamp wird an den Sonnabenden, 29. September und 20. Oktober, geöffnet – jeweils von 11 bis 13 Uhr. Die Aktion ist kostenlos. Das Obst darf zum Probieren gerne gepflückt und in kleinen haushaltsüblichen Mengen mitgenommen werden. Die Veranstalter bitten darum, auf Leitern zu verzichten und auch keine Hunde mitzubringen.

Rund 130 Obstbäume stehen auf der etwa 1,5 Hektar großen Wiese, die die Stadt Bad Schwartau vor rund 20 Jahren als Ausgleichsfläche zum Baugebiet am Kleikamp angelegt hatte. Diese Streuobstwiese hat die Stadt dann später dem Nabu Bad Schwartau zur Pflege übergeben. Und auf dem umzäunten Areal in idyllischer Lage kümmern sich seitdem die Mitstreiter des Nabu darum. Unterstützung bekommen die Naturschützer bei der Pflege zudem von einer kleinen Herde Schafe, die dafür sorgen, dass die Wiese kurz gehalten wird. Dass der Nabu sich sehr um die Fläche verdient gemacht hat, erkennen die meisten Obstpflücker an. Die Spendenbox wird gut gefüllt. „Das ist schon eine tolle Aktion“, sagt Elke Vagt (71) und füttert die Box mit einem Geldschein.

Sebastian Prey

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