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Bad Schwartau Europameister aus der Karate-Kaderschmiede
Lokales Bad Schwartau Europameister aus der Karate-Kaderschmiede
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21:13 07.09.2013
Meister ihres Fachs: Sandra und Andreas Flindt trainieren fast täglich Karate. Sie gelten als Favoriten für die WM 2014 in Rom. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Insider wissen es: Bad Schwartau ist eine Karate- Hochburg. Rund 100 aktive Karatekämpfer gibt es in der Solbadstadt. Und die meisten von ihnen stammen aus der Nachwuchsschmiede namens Tokugawa. Dort ist die Trainingsstätte der Karatekämpfer. Und genau daher kommen auch die beiden frisch gebackenen Karate- Europameister Sandra (45) und Andreas Flindt (46).

180 Karatekas — so nennt man die Karatekämpfer auf dem Sportparkett — aus elf Nationen trafen sich jetzt im thüringischen Suhl, um im Wettbewerb der Besten gegeneinander in verschiedenen Disziplinen und Wertungen anzutreten.

Das Ehepaar Flindt hat seine Kampfkünste ebenfalls in der Kaderschmiede Tokugawa erlernt, die im Fitnessstudio Fitpoint in der Verladestraße angesiedelt ist. Mehr noch: Inzwischen sind beide — vor allem Andreas — Lehrmeister dieser japanischen Kampfsportart.

Die errungenen Siege in Suhl waren nicht der erste erfolgreiche Auftritt der Flindts auf der internationalen Karate-Bühne. Bereits von der Karate-Weltmeisterschaft 2008 in Manchester (England) kamen Sandra und Andreas mit Edelmetall im Gepäck zurück. Danach folgte jahrelange Abstinenz von den großen Karate-Wettbewerben. Suhl war das Comeback.

Dass Andreas Flindt sich für Karate als Sportart entscheiden würde, war ihm dank seines karatebegeisterten Vaters fast schon in die Wiege gelegt. Sandra Flindt ist erst durch ihren Mann auf den Geschmack von Karate gekommen. „Aber nicht sofort“, räumt sie schmunzelnd ein. Weil Andreas in Sachen Karate wegen irgendwelcher Wettbewerbe oft am Wochenende unterwegs gewesen sei, stellten die beiden fest, dass für gemeinsame Aktivitäten zu wenig Zeit übrig blieb. „Und damit wir uns öfter sehen, habe ich mit Karate angefangen“, erzählt Sandra Flindt. Am Anfang sei es „nur“ Sport gewesen, „doch dann war es irgendwann meine Leidenschaft“. Den schwarzen Gurt hat Sandra Flindt schon lange. Inzwischen ist sie auf der Stufe 3. Dan angekommen. Ihr Mann, der die Karate-Kaderschmiede von Bad Schwartau leitet, ist schon Träger des 5. Dan (es geht bis zum 10.).

Bei der EM in Suhl hat Andreas Flindt im Finale im Übrigen den Italiener bezwungen, der zuvor 2010 die WM in Portugal und 2012 die WM in Mexico gewonnen hat. Und das nächste Etappenziel für die Flindts sind die Karate-Weltmeisterschaften im Mai 2014 in Rom. Und schon jetzt werden die beiden Flindts aus Bad Schwartau in Karate-Kreisen als Favoriten gehandelt für den großen Wettbewerb in der Ewigen Stadt.

Japanische Kampfkunst
Karate ist eine japanische, waffenlose Kampfkunsttechnik. Charakterisiert wird Karate vor allem durch Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfegetechniken. Werden die Grundtechniken ausreichend beherrscht, werden einige Hebel und Würfe gelehrt. In der Bad Schwartauer Karate-Schule Tukugawa gibt es rund 100 Aktive zwischen sechs und 75 Jahren. Mehr unter www.fitness-bad-schwartau.de.
• Ein Video zum Thema finden Sie unter www.LN-online.de/video.

Doreen Dankert

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