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Bad Schwartau Exklusives Kunsthandwerk
Lokales Bad Schwartau Exklusives Kunsthandwerk
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20:53 07.12.2017
Bei den Kunsthandwerkern aus dem Erzgebirge ist wirklich alles echte Handarbeit – auch der Schmuck für den Weihnachtsbaum. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Jürgen Kohn aus Ratekau ist Stammgast, wenn die Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge in der Solbadstadt sind. „Das lasse ich mir nicht entgehen“, sagt Jürgen Kohn. Diesmal hat er eine Teelichtpyramide mit Engelsfiguren – filigran aus Holz geschnitzt – als Geschenk für seine Mutter gekauft.

Noch bis Montag ist die Krummlandhalle in Bad Schwartau ein Magnet für Liebhaber der Handwerkskunst aus dem Erzgebirge. Denn zum nunmehr 26. Mal findet dort derzeit der Markt der Erzgebirgler statt und zieht Besucher aus der ganzen Region an.

Bis 11. Dezember

Die Handwerkskunst aus dem Erzgebirge ist durchgängig an allen Tagen noch jeweils von 10 bis 18 Uhr bis einschließlich Montag, 11. Dezember, in der Krummlandhalle zu erleben.

Eintritt ist frei. Vor Ort versorgt ein Caterer während der Öffnungszeiten die Besucher mit Kaffee, Kuchen und kleinen Snacks.

„Diese Produkte, die man hier kaufen kann“, lobt Bürgervorsteherin Birgit Clemens zur Eröffnung des Marktes, „sind so fantastisch gearbeitet, dass sie ein Leben lang halten.“ Aber nicht nur das.

Hartmut Hennig, der aus dem Ort Deutschneudorf im Erzgebirge kommt, weiß, dass viele seiner Stammkunden seine Miniaturfiguren aus Holz als Sammlerstücke kaufen. „Das ist auch der Grund“, sagt Hartmut Henning, „warum so einige Kunden jedes Jahr wiederkommen.“

„Wir hatten hier aber auch schon mal Kunden aus Peru und Neuseeland“, sagt Heiko Sperber, der vor zehn Jahren das Geschäft seiner Eltern, die auf Holzspielzeug spezialisiert sind, übernommen hat. Mit Spielzeug dieser Art fühlen sich viele auch in ihre Kindheitstage zurückversetzt.

Aber die Erzgebirgler präsentieren an ihren knapp 20 Ständen noch weitaus mehr als nur Holzschnitzkunst. Im Angebot sind auch aufwendig gearbeitete Grußkarten, Tischdekorationen aus Stoff oder auch meisterhaft gravierte Gläser.

Dass es diesen Erzgebirgs-Markt schon seit so vielen Jahren immer in der Vorweihnachtszeit in Bad Schwartau gibt, hat die Stadt der Initiative von Dietrich Klindwort zu verdanken, der sozusagen die Sachsen immer wieder nach Bad Schwartau holt. Eben weil diese Kunst etwas ganz Besonderes sei, so Klindwort. Aber Klindwort sagt das nicht nur, sondern er selbst ist auch immer wieder Kunde an den Ständen der Erzgebirgler. Und ebenso wie der Markt der Erzgebirgler in Bad Schwartau Tradition ist, so ist es seitdem auch Tradition, dass die Aussteller während ihrer Messe im hohen Norden zu einem Essen in großer Runde im Hause Klindwort eingeladen werden. Heute Abend findet die große Runde an der Tafel, an welcher über 20 Personen Platz nehmen können, statt. Karin Klindwort, die ihren Mann Dietrich, auch in Sachen Erzgebirgs-Markt unterstützt, lässt es sich nicht nehmen, selbst zu kochen. Rotkohl, Kartoffelgratin, Dessert und Kuchen – kiloweise kocht und backt Karin Klindwort alles selbst. „Nur das Wildfleisch lasse ich braten“, sagt sie, „denn das würde die Kapazität in meiner Küche übersteigen.“

Und bei dieser Tafelrunde werden die Kunsthandwerker ganz sicher auch schon über das nächste alljährliche „Gipfeltreffen“ aller Messeaussteller sprechen, das im Sommer in Deutschneudorf stattfindet. Und auch Dietrich Klindwort wird wieder dabei sein, um den Erzgebirgs-Markt Nummer 27 vorzubereiten.

Doreen Dankert

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