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Bad Schwartau Feuerwehr-Förderverein Bad Schwartau: Ferdinand Schöppich tritt kürzer
Lokales Bad Schwartau Feuerwehr-Förderverein Bad Schwartau: Ferdinand Schöppich tritt kürzer
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13:23 26.10.2018
Der Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins Gerd Schuberth und Schriftwartin Sabine Martinovs verabschieden Gründungsmitglied Ferdinand Schöppich (78). Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Ferdinand Schöppich ist Feuerwehrmann durch und durch. Jahrelang stand Schöppich als Gemeindewehrführer an vorderster Front. Später gründete Schöppich den Feuerwehr-Förderverein Bad Schwartau. 25 Jahre lang hatte er da den Vorsitz inne, vor zwei Jahren hat er das Vereinsruder an Bad Schwartaus ehemaligen Bürgermeister Gerd Schuberth übergeben. Nun hat der 78-Jährige sich endgültig aus dem Vorstand verabschiedet.

Bei der Jahresversammlung des Feuerwehr-Fördervereins kandidierte Schöppich nicht noch einmal für den Posten als Beisitzer. „Alles hat seine Zeit. Ich bin ja keine 18 mehr“, sagte Schöppich, der aber ganz pflichtbewusst und wie bereits vor zwei Jahren angekündigt auch einen Nachfolger präsentierte. Der ehemalige Gemeindewehrführer Michael Conard rückt in den Vorstand auf. Einstimmig wurde Conrad von der Versammlung gewählt. Im Amt ohne Gegenstimme bestätigt wurde auch der Vorsitzende Gerd Schuberth, der gemeinsam mit Schriftführerin Sabine Martinovs Schöppich mit einem Präsent und Blumen verabschiedete. Gerne hätte Schuberth seinen Vorgänger noch auf eine andere Weise ausgezeichnet. „Ich habe die Satzung genau studiert, aber Ehrenmitgliedschaften sind da nicht vorgesehen“, sagte Jurist Schuberth. Für Schöppich kein Problem: „Keine Sorge, ich bleibe auch als einfaches Mitglied.“

Verein wurde 1991 gegründet

Ferdinand Schöppich hatte den Verein 1991 gegründet, weil die Stadt Bad Schwartau beim Feuerwehr-Neubau aus Kostengründen auf einen Keller verzichten wollte. Der Verein schaffte es, die fehlende Bausumme aufzutreiben – nach Beendigung der Gründungsversammlung mit 19 Mitgliedern lagen die notwendigen Bürgschaften vor, so dass der Neubau Fünfhausen wie ursprünglich geplant in Angriff genommen werden konnte. Dank eines Einnahmen-Rekords bei den Steuern bewilligte die Stadtvertretung 1992, die Kosten doch zu übernehmen. Damit war der Förderverein schuldenfrei.

Das ist der Verein, der 126 Mitglieder hat, auch heute noch. Kassenwart Wolfgang Dunker berichtete von einem aktuellen Kontostand von rund 5300 Euro. „Wir sind also gut situiert“, erklärte Dunker. Der Verein wird somit eine Harzfahrt der Jugendfeuerwehr mit 1000 Euro unterstützen. Zudem bekommt die neu gegründete Kinderfeuerwehr weitere 600 Euro für Anschaffungen zur Verfügung gestellt. Der Förderverein unterstützt aber nicht nur die Nachwuchskräfte. So hat der Förderverein unlängst die rund 130 Mitglieder der Feuerwehren Bad Schwartau/Rensefeld und Groß Parin mit wärmenden Wintermützen ausgestattet.

Kinderfeuerwehr kommt sehr gut an

Im Rahmen der Jahresversammlung wurden auch einige Berichte abgegeben. So stellte Michael Stein in Kurzform den Stand der Dinge bei der im Februar gegründeten Kinderfeuerwehr vor. „Wir haben starken Zuwachs zu verzeichnen“, berichtete Stein, der gemeinsam mit Lena Kersten die Kinder im Alter von sechs bis 10 Jahren alle zwei Wochen an einem Freitagnachmittag betreut. Aktuell kommen 19 Jungen und fünf Mädchen zu den Nachmittagen ins Feuerwehrhaus Fünfhausen. „Dabei geht es weniger um das richtige Absetzen eines Notrufs. Der Fokus liegt ganz klar im spielerischen Bereich“, berichtete Stein, der sich um die Zukunft der Kinderwehr keine Sorgen macht. „Zehn Kinder stehen bereits auf der Warteliste.“

Benny Wendt ist zurückgetreten

„Die Kinderfeuerwehr ist eingeschlagen wie eine Bombe“, frohlockte auch Gemeindewehrführer Lars Wellmann in seinem Bericht. Wellmann zeichnete insgesamt ein positives Bild von der Situation der Feuerwehren Bad Schwartau/Rensefeld und Groß Parin. Personell sei man auch ganz gut aufgestellt. „Wir haben sogar einen ganz leichten Mitgliederzuwachs“, erklärte Lars Wellmann, der nun auf der Suche nach einem neuen Stellvertreter ist. Grund: Benny Wendt ist aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Ein Nachfolger soll von den Mitgliedern am 6. Dezember gewählt werden. Zudem stehen bei der Feuerwehr zwei größere Investitionen auf der Agenda: Die Erweiterung der Rettungswache wird notwendig, weil ab Januar dauerhaft ein dritter Rettungswagen dort stationiert werden soll. Wellmann: „Beim Bau der Wache damals ist man von einem Rettungswagen ausgegangen.“ Ferner laufen die Planungen für die Anschaffung einer neuen Drehleiter bis zum Jahr 2020. Die Kosten dafür liegen bei rund 650 000 Euro.

Sebastian Prey

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