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Bad Schwartau Feuerwehr schreibt auch bei Jubiläumsfeier Geschichte
Lokales Bad Schwartau Feuerwehr schreibt auch bei Jubiläumsfeier Geschichte
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18:23 24.06.2017
Ministerpräsident Torsten Albig überreicht an die Wehrführung Olaf Dreyer und Benny Wendt sowie Bürgermeister Uwe Brinkmann (v.r.) die Ehrengabe des Landes zum 125. Jubiläum der Wehr. Quelle: Fotos: S. Prey

Diese Feier zum 125. Bestehen der Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld in der Krummlandhalle hatte es in sich: Torsten Albig (SPD) hielt seine letzte offizielle Rede als Ministerpräsident, Michael Conrad wurde als Gemeindewehrführer verabschiedet, Lars Wellmann als sein Nachfolger und Benny Wendt als stellvertretender Gemeindewehrführer vereidigt, elf Reden und Grußworte wurden gehalten und ein Werbefilm der Retter feierte Premiere. Mit dem Radetzky-Marsch der Brassband der Feuerwehren gab es zum Abschluss des Programms noch einen echten Höhepunkt. Die rund 200 geladenen Gäste, darunter Vertreter der benachbarten und befreundeten Wehren, Vereine und Verbände sowie aus der hiesigen Politik standen spontan auf und applaudierten stehend.

Torsten Albig hält seine letzte Rede als Ministerpräsident.

Dass das Jubiläum für alle nicht ganz einfach zu feiern ist, stellte Ortswehrführer Olaf Dreyer gleich zu Beginn klar. „Eigentlich feiern wir heute zweimal 125 Jahre“, sagte Dreyer und erinnerte an die Fusion der Feuerwehren Bad Schwartau und Rensefeld (beide wurden 1892 gegründet) vor zwei Jahren. Aus seiner Sicht war das zwar ein schwieriges Unterfangen, aber auch der richtige Weg, um die jahrzehntelangen Streitereien der beiden Wehren zu beenden. „Wenn man uns braucht, sind wir zur Stelle“, erklärte Dreyer. Und das nicht nur in Notsituationen. Die Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld mit aktuell 80 Einsatzkräften leiste auch regelmäßig gesellschaftliche Beiträge. „Ob beim Lichter- oder Stadtfest, Laternenumzug oder Maibaumfeier – die Feuerwehr ist dabei“, sagte Dreyer.

Torsten Albig zeigte sich bei seinem nach eigenen Angaben letzten offiziellen Auftritt als Ministerpräsident aufgeräumt. In Begleitung seiner Lebensgefährtin Bärbel Boy nahm Albig (ganz leger in Jeans, Hemd, Sakko und mit feuerwehrroten Socken) standesgemäß neben Bürgermeister Uwe Brinkmann in der ersten Reihe Platz. Dass er erst nach dem Bad Schwartauer Verwaltungschef das Grußwort sprechen durfte, nahm er mit Humor. „Da ist man als Ministerpräsident noch gar nicht ganz abgetreten, da rückt man in der Rednerliste schon hinter den Bürgermeister“, sagte Albig. Er sei aber sehr gerne gekommen, um sich von der Feuerwehr im Land zu verabschieden. „Es ist wichtig Dank zu sagen für den Dienst in unserer Gesellschaft. Der Film zuvor hat sehr gut gezeigt, in welch herausfordernde Situationen sich die Frauen und Männer der Feuerwehr ständig begeben. Sie machen unser Land stärker, besser und gerechter“, sagte Albig. Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) hatte zuvor das Engagement der Retter über 125 Jahre hervorgehoben. „Qualität setzt sich langfristig durch. Die Organisation Feuerwehr hat sich bewährt“, sagte Brinkmann. Der Vorwurf der Vereinsmeierei in der Feuerwehr sei polemisch, verletzend und unbegründet. „Sie stehen für andere ein. Sie haben Freude daran zu helfen und stellen sich auch ständig neuen technischen Herausforderungen. Dafür gebührt ihnen tiefster Respekt und höchste Anerkennung.“

Lob gab es zudem vom stellvertretenden Landrat Ostholsteins Timo Gaartz („Sie setzen mit ihrem Tun und Handeln Maßstäbe“), der SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann („Eure Arbeit ist unbezahlbar“), und vom stellvertretenden Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Michael Raddatz, der sich aber nicht nur bei den Rettern bedankte. „Höchste Anerkennung auch für die Partner, die dieses zeitaufwendige und auch gefährliche Hobby akzeptieren.“

Verabschiedung

Michael Conrad hat einen guten Job gemacht. Sechs Jahre lang stand der 52-Jährige an der Spitze der Gemeindewehr Bad Schwartau. Seine Amtszeit war von schwierigen Situationen geprägt – Brandstiftungen, tragischer Tod einer Kameradin sowie der Zusammenführung der Wehren Bad Schwartau und Rensefeld. Conrads Nachfolger Lars Wellmann: „Mit Disziplin und ruhiger Hand hast du die Wehren durch die schwierige Zeit geführt.“

Sebastian Prey

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