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Bad Schwartau Feuerwehren vier Stunden ununterbrochen im Sturmeinsatz
Lokales Bad Schwartau Feuerwehren vier Stunden ununterbrochen im Sturmeinsatz
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20:31 29.10.2013
Diese riesige Birke mit einem Wurzeldurchmesser von drei Metern wurde entwurzelt und begrub ein Auto in der Gartenstraße. Quelle: Fotos: Kayser, Schiffmann, Prey

13 Einsätze in vier Stunden. Orkan „Christian“ hat die Bad Schwartauer Feuerwehren ganz schön gefordert. Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem die Drehleiter der Feuerwehr in die Werkstatt gebracht wurde. „Das war natürlich ein dummer Zufall. Wir haben uns den Termin nicht ausgesucht, aber der Getriebeschaden muss repariert werden“, sagt Lars Wellmann, stellvertretender Gemeindewehrführer. Dass nur wenige Stunden später ein so gewaltiger Sturm durch die Stadt zieht, hat kaum einer erwartet. Vier Stunden lang waren rund 35 Frauen und Männer von den Feuerwehren Bad Schwartau, Rensefeld und Groß Parin im Einsatz. Unterstützung gab es dann auch noch von der befreundeten Feuerwehr Mori, die mit einer Drehleiter aushalf. „Das machen wir gerne. Da in Stockelsdorf der Sturm nicht ganz so heftig unterwegs war, gab es da auch keine Probleme“, sagt Mori-Wehrführer Ralf Paasch. Seine Truppe war gleich bei vier Einsätzen gefordert. So musste unter anderem unweit der Straße Cleverhofer Weg eine 20 Meter hohe Tanne von der Drehleiter aus gekappt werden. „Das läuft unter nachbarschaftlicher Nothilfe. Das ist auch gesetzlich geregelt.

Wenn die Stockelsdorfer Kollegen mal Probleme haben, helfen wir auch dort aus“, sagt Wellmann, der aber erleichtert war, dass der Sturm gegen 20 Uhr sich wieder abgeschwächt hatte und keine Menschen bei den Einsätzen im Stadtgebiet verletzt wurden. Gefährlich war es aber allemal: In der Gartenstraße begrub eine riesige Birke einen nagelneuen Toyota-Kleinwagen aus Lübeck. Die Hindenburgstraße wurde zwischenzeitlich gesperrt, weil dort ein großer Baum auf die Fahrbahn zu fallen drohte. Wellmann: „Der Busverkehr musste umgeleitet werden.“ Auch die L 309 in Richtung Ratekau musste die Feuerwehr für 20 Minuten sperren und im Forstweg waren gleich mehrere Bäume umgeknickt und teilweise ineinander verkeilt. „Da haben die Bäume Mikado gespielt“, so Wellmann.

Ruhiger verlief der Sturm in der Großgemeinde Stockelsdorf zwar nicht, aber die Anzahl der Schäden war „hier bei uns noch relativ gering“, so Gemeindewehrführer Günter Volgmann. Ausrücken musste die Wehr in Dissau, um einen Baum auf der Straße zu beseitigen, in Stockelsdorf versperrte ein Baum in der Dorfstraße den Weg, in Malkendorf stürzten vier Bäume auf die Straße und laut Polizei wurde in Stockelsdorf zudem eine Ampelanlage beschädigt. Gewütet hat der Sturm auch auf privaten Grundstücken, wo die Eigentümer den Schaden selbst beseitigten wie zum Beispiel der Dissauer, der einen halben Apfelbaum, der auf sein Auto gekracht war, nur mit Hilfe einer Motorsäge Stück für Stück entfernen konnte. „Wir sind bei uns noch relativ glimpflich davongekommen“, so Volgmann, „wir haben dafür Bad Schwartau und Ratekau bei Einsätzen unterstützt, die hatten deutlich mehr zu tun.“

„Wir hoffen, dass die Drehleiter in dieser Woche wieder zurückkommt.“
Lars Wellmann, Gemeindewehrführung

D. Dankert und S. Prey

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