Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Feuerwehrnachwuchs übt Rettungseinsatz am Pariner Berg
Lokales Bad Schwartau Feuerwehrnachwuchs übt Rettungseinsatz am Pariner Berg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:22 22.06.2013
Insgesamt 34 Jugendliche von den Freiwilligen Feuerwehren Rensefeld, Groß Parin und Grömitz sowie dem Jugendrotkreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund sind bei dem Großeinsatz an der Bismarcksäule dabei. Quelle: Fotos: Maike Wegner

Waldbrand, Tierrettung und Personensuche: Die Jugendlichen der Feuerwehren Rensefeld, Groß Parin und Grömitz proben 24 Stunden lang für den Ernstfall. Über 20 Mal müssen sie dabei ausrücken — an Schlaf ist bei so viel Trubel kaum zu denken. „Bei unseren Übungsabenden haben wir viel zu wenig Zeit, um alles zu lernen“, erzählt Jugendfeuerwehrwartin Johanna Rehm, „deswegen sind solche Veranstaltungen eine gute Gelegenheit, in Ruhe zu üben.“

Doch gleich zu Beginn bringt ein echter Alarm die Verantwortlichen in Bedrängnis. Minuten bevor der erste Übungseinsatz ausgelöst werden soll, schrillen die Alarmmelder. Vor der Autobahnauffahrt Bad Schwartau sind Äste abgeknickt, die nun die Straße blockieren. Schnell rücken die Kameraden aus und beheben den Schaden. Gut zwei Stunden später steht dann für die Jugendlichen das Gleiche auf dem Programm: Im Riesebusch müssen sie die Wege von Baumstämmen und Ästen befreien, ohne Zögern packen die Jugendlichen an. Am Ende gibt es Manöverkritik vom Profi Peter Pelka: „Ganz gut gemacht, aber nächstes Mal schaut ihr erst, ob noch weitere Äste fallen können, bevor ihr ans Werk geht.“

Dann geht es auch schon weiter. Eine Tierrettung steht an, danach ein LKW Brand. Erst weit nach Mitternacht kehrt Ruhe im Feuerwehrhaus Fünfhausen ein. „Aber lange konnten wir nicht schlafen, vielleicht so eineinhalb Stunden“, erzählt Jan Wendt am nächsten Morgen. Als die Alarmglocke mitten in der Nacht alle aus dem Schlaf reißt, werfen sie sich blitzschnell in ihre Schutzkleidung und besetzen die Fahrzeuge. Am Ende ist es nur ein Fehlalarm — doch auch das kommt in der Praxis häufig vor. Zurück in der Wache, ist bereits der Keller vernebelt. Die Jugendlichen müssen die Ursache suchen und auch hier Abhilfe schaffen, bevor sie noch wenige Stunden schlafen können.

Gleich morgens steht dann der wohl spektakulärste Einsatz auf dem Programm. Auf der Bismarcksäule auf dem Pariner Berg hat sich eine Frau verletzt und muss abtransportiert werden. „Was brauchen wir also?“, fragt Peter Pelka, die Jugendlichen. „Vier Leitersteckteile und vier Seile“, antwortet Einsatzleiter Joshua Langner (16) selbstsicher. Schnell wird das Zubehör aus den vielen Einsatzfahrzeugen geholt. „Wir haben in der Theorie schon mal so einen Einsatz besprochen“, erzählt Langner, „aber das hier ist was ganz anderes“. Und so sitzt zwar nicht jeder Handgriff, doch der Feuerwehrnachwuchs schaut neugierig zu, als Pelka erklärt, wie die Leiter gesichert werden muss und wie der Abtransport der Verletzten erfolgt.

„Alle sind motiviert“, ist Rehm stolz auf ihre Truppe, „und alles in allem klappt es auch gut.“ Gegen 16 Uhr ist dann auch der letzte Brand gelöscht und die Jugendlichen können erst einmal ein wenig Schlaf nachholen.

„Heute können wir alles üben, wofür sonst in der Jugendwehr zu wenig Zeit bleibt.“
Johanna Rehm, Jugendfeuerwehrwartin

Maike Wegner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Gemeinschaftschule Stockelsdorf wurde ein Sommerfest gefeiert und die Kästner-Grundschule hat jetzt einen Naturgarten.

Doreen Dankert 22.06.2013

Gleich drei der sechs Mitglieder im neuen geschäftsführenden Vorstand der Liberalen kommen aus der Großgemeinde. Jörg Hansen bleibt weiter Kreisvorsitzender.

Sebastian Prey 22.06.2013

„Freie Fahrt“ fordern Stockelsdorfs Unternehmer. Rund zwei Stunden lang haben sie gestern am neuen K13-Kreisverkehr für die Öffnung der Ausfahrt Richtung Gewerbegebiet West demonstriert.

Jennifer Binder 21.06.2013
Anzeige