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Bad Schwartau Fördergelder für neue Schul-Toiletten in Aussicht
Lokales Bad Schwartau Fördergelder für neue Schul-Toiletten in Aussicht
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20:51 17.05.2018
Äußerlich macht die Willi-Bull-Halle einen guten Eindruck. Doch die WC- und Duschanlagen sind desaströs. Das soll sich bald ändern. Für rund 216 000 Euro steht eine Sanierung an. Das Land gewährt voraussichtlich einen Zuschuss von 80 000 Euro. Quelle: Foto: Sebastian Prey

Auch Schulen und Sporthallen in Ostholstein können davon profitieren. „Für meinen Wahlkreis Ostholstein-Süd bedeutet dies eine abrufbare Summe in Höhe von 375000 Euro. Damit kann eine Menge an aufgestautem Sanierungsbedarf in Sanitäreinrichtungen bewältigt werden“, sagt Hartmut Hamerich, CDU-Landtagsabgeordneter. „Schüler sollen nie wieder sanitäre Einrichtungen ihrer Schulen meiden, weil sie sich davor ekeln müssen.“

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Ekel-Toiletten, die wirklich nur im allergrößten Notfall aufgesucht werden: Diese Zustände gibt es an vielen Schulen. Damit soll nach dem Willen des Landes Schluss sein. Schon 2017 wurden für die Sanierung Gelder bereitgestellt, jetzt gibt es weitere 7,5 Millionen Euro als Zuschüsse.

6 Millionen Euro gehen an die kreisangehörigen Gemeinden, an Ämter, Kreise und Schulverbände. Die kreisfreien Städte Lübeck, Kiel, Neumünster und Flensburg erhalten weitere 1,5 Millionen Euro für die Sanierung von sanitären Einrichtungen in Schulen.

Zuversicht auch in Bad Schwartau. „Wir haben bislang noch nichts Schriftliches, aber eine mündliche Zusage“, sagt Dennis Kostrewa aus dem Bauamt. So soll die Sanierung der WC-Anlage an der Grundschule Bad Schwartau mit knapp 70 000 Euro gefördert werden. Das sind 75 Prozent des gesamten Finanzbedarfs. Mit rund 80000 Euro wird zudem die knapp 217 000 Euro teure Sanierung der Dusch- und WC-Anlage in der Willi-Bull-Halle bezuschusst. Das entspricht einer Förderung von 37 Prozent. „Der Sanierungsdruck in der Sporthalle ist wirklich groß und genießt auch Priorität“, erklärt Kostrewa. Doch ganz so kurzfristig, wie erwünscht werden die Arbeiten dort wohl nicht gestartet werden. „Es ist derzeit sehr schwierig, überhaupt Firmen zu bekommen. Die Aufträge werden sicherlich nicht in den Sommerferien erfolgen können. Ein Termin im Herbst ist realistischer.“

Nachdem die Stadt Bad Schwartau im vorigen Jahr noch bei der Förderung von sanitären Anlagen in Schulen und Sporthallen leerausgegangen ist, wird es jetzt voraussichtlich eine Förderung geben.

Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) bleibt aber zurückhaltend: „Wir haben uns beworben, aber es gibt noch keine schriftliche Zusage.“

Die Chancen sind aber groß. Im vergangenen Jahr hatte das Land schon einmal zehn Millionen Euro aus seinem Sondervermögen „Infrastruktur-Modernisierungs-Programm für unser Land Schleswig-Holstein/Impuls“ für die Sanierung von Sanitärbereichen in Schulen zur Verfügung gestellt. Die Vergabe erfolgte nach dem Windhund-Prinzip. Diejenigen, die damals nicht zum Zug gekommen sind, sollen jetzt das Erstzugriffsrecht haben. Die Gemeinden und Städte müssen ihren Antrag auf Förderung bis zum 31. Juli erneuern. Die Möglichkeit bestehe sogar dann, wenn die im Jahr 2017 gestellten Anmeldungen längst auf anderem Weg erledigt worden seien. „Das Geld steht trotzdem bereit und kann gegebenenfalls für andere Maßnahmen verwendet werden“, versichert Hamerich.

Im Jahr 2017 war Bad Schwartau beim Windhundrennen um Fördergelder um einige Stunden zu spät gekommen. Zuschüsse erhielten Kommunen wie Oldenburg, die ihre E-Mail mit einem Förderantrag am Stichtag nachts um 0.01 Uhr losschickten. Die Mail mit dem Förderantrag aus dem Bad Schwartauer Bauamt wurde hingegen am selben Tag erst um 11.42 Uhr gesendet und war deshalb am Ende nicht von Erfolg gekrönt.

Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) äußerte daraufhin scharfe Kritik an den Verantwortlichen in den Kieler Ministerien. „Dieses Verfahren lässt mich mal wieder grundsätzlich an der Fördervergabe des Landes zweifeln“, sagte Brinkmann.

U. Benthien und S. Prey

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