Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Förderverein sorgt sich um die Zukunft des Museums
Lokales Bad Schwartau Förderverein sorgt sich um die Zukunft des Museums
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:19 01.07.2017
Das Museum der Stadt Bad Schwartau befindet sich im ehemaligen Kurgästehaus. Neben den Eingang Anton-Baumann-Straße (Foto) gibt es noch einen Zugang von der Schillerstraße. Quelle: Fotos: S. Prey
Bad Schwartau

Der Förderverein Städtisches Museum der Stadt Bad Schwartau sorgt sich um die Zukunft des Hauses in der Schillerstraße. Die Vorstandsmitglieder Holger Klindwort und Dietrich Klindwort befürchten, dass das personelle und finanzielle Budget des Museums immer weiter runtergefahren wird. „Geld für Veranstaltungen gibt es ohnehin kaum mehr“, sagt Dietrich Klindwort. Mit großer Sorge blickt der Förderverein nun auf eine Personalie. Der langjährige Leiter Viktor Kaczkowski geht im Frühjahr 2018 in Pension. Unlängst hat Dietrich Klindwort schon im Ausschuss für Soziales, Senioren, Kultur und Sport für eine zügige Nachbesetzung der Stelle vorgesprochen. Eine Diskussion wurde dort aber nicht entfacht. Grund: Für Personalangelegenheiten ist der Hauptausschuss zuständig.

Im März wird die Leitung des Hauses vakant – Neubesetzung nicht sicher.

Seit 1989

Die Grundlage für das 1989 eröffnete Museum bildet ein vom Apotheker Alfred Klindwort zusammengetragener Fundus. Er wird ergänzt durch die hochwertige Geschiebesammlung von Hans-Jürgen Sterley.

Zur Sammlung der Orts- und Stadtgeschichte gehört auch eine Vitrine zur Geschichte der Schwartauer Werke.

„Wir befürchten, dass die Museumsleitung vorerst vakant bleibt, wenn jetzt nicht schon an einer Nachfolge gearbeitet wird. Das wäre für das Museum, das immer weiter aus dem Fokus zu geraten scheint, ganz fatal“, warnt Holger Klindwort. Das Museum der Stadt Bad Schwartau ist aus Sicht des Fördervereins und seiner Mitglieder nicht einfach nur ein Museum mit schöner Ausstellungsfläche. „Das Museum ist das kulturelle Zentrum der Stadt und muss auch entsprechend beachtet werden“, fordert Holger Klindwort. Das 1989 gegründete Museum wird schließlich vielfältig genutzt. Die Volkshochschule, der Gemeinnützige Bürgerverein, die Universitätsgesellschaft, der Förderverein Bildene Kunst Ostholstein, die Theatergruppen Bühne 15 und Fidelio nutzen das Raumangebot im Museum regelmäßig für Veranstaltungen. Zudem ist das Museum auch eine Adresse für Literatur-Vorträge und kleinere Konzerte.

„Das Potenzial des Museums ist vielen in der Stadt gar nicht bewusst. Dieses Potenzial wollen wir aber nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickeln“, erklärt Dietrich Klindwort. Aus seiner Sicht sei die Stadt in der Pflicht, einen nahtlosen Übergang bei der Leitung des Museums zu gewährleisten. Insbesondere vor dem Hintergrund, wenn das Museum nach dem Ankauf des Amtsgericht-Gebäudes verlagert werden soll, müssen rechtzeitig Konzepte erstellt werden. Holger Klindwort: „Wir begrüßen die Planung, dass das Museum in dieses repräsentative Gebäude ziehen soll. Das geht aber nicht einfach so. Dafür bedarf es Konzepte. Der Förderverein ist bereit, daran mitzuwirken. Die professionelle Begleitung dabei durch einen Museumsleiter ist aber unerlässlich“, sagt Holger Klindwort. Das sieht Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) ähnlich: „Gerade vor diesem Hintergrund wäre die Fortführung der Museumsleitung wünschenswert.“ Die Position sei auch im Stellenplan der Stadt weiter vorgesehen. Die Politik werde aber noch darüber und über die Einstufung in die Entgeltgruppe entscheiden.

Die Stadt müsse die Chance nutzen, das Amtsgerichts-Gebäude auch als Kultur- und Bildungszentrum zu nutzen, sagt Dietrich Klindwort. „Das wäre ein enormer Imagegewinn für die ganze Stadt.“

Sebastian Prey

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit dem Erlös vom gestrigen Gemeindefest wird die Partnergemeinde in Indien unterstützt.

01.07.2017

Claus Seifert erzählt morgen Historisches in der Asklepios Klinik.

01.07.2017

Die Sankt Pauli-Rallye führte gestern über 40 Golfer in den Golfclub Curau und acht weitere Clubs. Grau und verregnet. Von morgens bis abends, echtes Hamburger Schietwetter.

01.07.2017