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Bad Schwartau Freiwillig zur Ader gelassen – zum 100. Mal
Lokales Bad Schwartau Freiwillig zur Ader gelassen – zum 100. Mal
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19:12 10.11.2016

Sein Alter sieht man ihm nicht an. „Das kommt vom Spenden“, sagt Manfred Stamminger und lacht, „das hält jung, denn da kommt immer neues Blut hinzu“. Jetzt hat der 69-Jährige sich zum 100. Mal Blut abzapfen lassen beim DRK in Stockelsdorf. Gespendet hat Manfred Stamminger den roten Lebenssaft schon mindestens 150 Mal, aber eben zum 100. Mal allein beim DRK in Stockelsdorf. Und dafür gab es jetzt vom Leiter der DRK-Station in Stockelsdorf, Björn Lüth, ein Geschenk als Dankeschön für die Treue des Stammspenders. Rotwein, Kaffee, Edel-Senf und Konfitüre – ein hübsch verpackter Gaumenschmaus. „Darüber freue ich mich sehr“, sagt Stamminger, der schon seit vielen, vielen Jahren nur noch in Stockelsdorf spendet und dafür vier Mal im Jahr von Bad Schwartau zur Blutspende-Aktion in das Gemeindehaus in der Ahrensböker Straße kommt.

Björn Lüth, Leiter des DRK Stockelsdorf, hat sich mit einem Geschenk bei Stammspender Manfred Stamminger (r.) bedankt. Quelle: Fotos: Doreen Dankert
Routine vor jeder Spende: Dr. Andreas Ebrecht hat Manfred Stamminger vorab untersucht.
Björn Lüth, Leiter des DRK Stockelsdorf, hat sich mit einem Geschenk bei Stammspender Manfred Stamminger (r.) bedankt. Quelle: Fotos: Doreen Dankert
Routine vor jeder Spende: Dr. Andreas Ebrecht hat Manfred Stamminger vorab untersucht.

Als er 16 Jahre alt war, hat Manfred Stamminger zum ersten Mal Blut gespendet. Später dann auch bei der Bundeswehr , „aber damals gab es keinen Blutspendeausweis“, erinnert sich der gelernte Werkzeugmacher, „das wurde da eben nicht registriert“. Und in seiner Geburts- und Heimatstadt hat er auch ein paar Mal gespendet. Und dann irgendwann das erste Mal in Stockelsdorf, bis jetzt. Warum?

„Weil es hier wirklich sehr schön ist“, schwärmt Stamminger, „es ist eine sehr gute Atmosphäre und das Essen hinterher für die Spender ist immer sehr liebevoll gemacht und vor allem auch sehr gut“.

In der Tat gilt das Buffet bei Blutspenden in Stockelsdorf als legendär. Im Sommer wird gegrillt, im Herbst und Winter gibt es Deftiges, wie Grünkohl oder Gulaschsuppe. Dazu immer frisches Obst. „Das haben sich die Blutspender auch verdient“, so Björn Lüth, der sicher ist, dass auch der hohe Standard des Dankeschönessens mit ein Grund dafür ist, dass das Stockelsdorfer DRK immer wieder so viele Stammspender begrüßen kann.

Jetzt im Ruhestand widmet sich Manfred Stamminger, der Trompete, Blockflöte und Geige spielen kann und eigentlich Musik studieren wollte, wieder verstärkt seiner Leidenschaft, der klassischen Musik.

Aber mehr als Zuhörer bei Konzerten, vielleicht auch bald in der nagelneuen Elbphilharmonie in Hamburg. „Aber erst, wenn der große Andrang nach der Eröffnung vorbei ist“, sagt Manfred Stamminger. Das wird dann wohl im nächsten Jahr sein. Vorher spendet er in Stockelsdorf sicher noch einmal Blut. Den Termin kennt er schon: Dienstag, 28. Februar 2017, zwischen 15 und 19 Uhr.

Blut als Spende

Blut spenden darf jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, soweit keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen.

Pro Spende – maximal viermal pro Jahr – wird ein halber Liter Blut abgenommen – also etwa zehn Prozent der Gesamtblutmenge. Durch diesen relativ hohen Blutverlust besteht nach der Spende die Gefahr von Kreislaufproblemen. Ein gesunder Körper aber kann den Blutverlust problemlos kompensieren, daher wird vor der Spende die Spendentauglichkeit anhand des Hämoglobinwerts festgestellt.

Doreen Dankert

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