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Bad Schwartau Für jedes zweite Kind soll es einen Krippenplatz geben
Lokales Bad Schwartau Für jedes zweite Kind soll es einen Krippenplatz geben
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20:16 05.02.2016

Die Zahl der Krippenplätze in Bad Schwartau soll aufgestockt werden. Dafür hat sich der Bildungsausschuss der Stadt Bad Schwartau ausgesprochen. Ziel müsse es sein, das Angebot an Krippen- und Kindertagesplätzen für diese Altersgruppe soweit zu erhöhen, dass eine Betreuungsquote von mindestens 45 Prozent ermöglicht wird, heißt es in dem Antrag der CDU-Fraktion. Mittelfristig sollte ein Angebot für 50 Prozent aller Kinder unter drei Jahren, die in der Stadt leben, zur Verfügung stehen — also für jedes zweite Kind.

„Wir sind noch nicht so aufgestellt, wie es für eine vernünftige U3-Betreuung erforderlich wäre“, betonte Ellen Brümmer (CDU). Ein Ausbau von derzeit 160 auf 185 Plätze sei geboten. Begründet wird das unter anderem mit der Erhebung des Statistischen Bundesamtes „Kindestagesbetreuung regional 2014“. Demnach sei die Betreuungsquote in der Stadt schon jetzt höher als im Landesdurchschnitt. Die erhöhte Nachfrage werde sich weiter abbilden. „Es gibt Beispiele, bei denen Eltern keinen Platz für ihr Kind fanden“, stimmte Dr. Konrad Rahe (Grüne), zu.

Dem Antrag nach sollen zwei weitere Krippengruppen entstehen. Zudem eine altersgemischte Gruppe, damit bei dem derzeit erhöhten Zuzug von Familien auch die Gruppe von Kindern über drei Jahre beachtet wird. „Die städtische Kita muss mit gutem Beispiel vorangehen. Alles andere wäre beschämend. Wir haben eine Vorbildfunktion“, entgegnete Hans-Peter Pahlke (SPD). „Es ist wichtig, dass wir eine generelle Entscheidung treffen. Es wäre sonst eine klare Ungleichbehandlung“, so Ellen Brümmer. Das letzte Wort zu dem Thema hat wie immer die Stadtverordnetenversammlung.

Ein Antrag der SPD-Fraktion, die Elternbeiträge für Kinder unter drei Jahren zu senken, soll zunächst von der Verwaltung geprüft werden. Dafür sei eine Analyse der Gesamtsituation erforderlich, urteilten die Ausschussmitglieder. Doch das Thema schlägt in dieselbe Kerbe: „Es nutzt Familien. Kinder sind die künftigen Rentenzahler. Wenn wir eine ,Stadt der Generationen‘ sein wollen, müssen wir etwas für die Jüngsten tun“, so Konrad Rahe. „Wir müssen für Familien bezahlbaren Wohnraum, eine gute Infrastruktur und gute Bildungseinrichtungen vorhalten“, erläuterte Pahlke den Antrag. Demnach liegen die Beiträge für Kinder über drei Jahren seit 2007 unverändert bei 100 Euro für die fünfstündige Grundbetreuung. Für jüngere Kinder liege sie deutlich darüber. Die Werte sollen vereinheitlicht werden. „Die U3-Betreuung kann man sich nicht leisten, das ist Fakt. Wenn wir keine Verbesserung der U3-Betreuung hinbekommen, haben wir das Thema verfehlt.“

Derzeit gibt‘s 160 Plätze für 430 Kinder

38,7 Prozent: Für so viele Bad Schwartauer Kleinkinder wird derzeit ein Krippenplatz vorgehalten. Diese Zahl ergibt sich aus 160 Plätzen (120 Krippenplätze und 40 Plätze in der Kindertagespflege), die momentan für 430 Kinder zur Verfügung stehen.

Die Zahl der Kinder über drei Jahre lag in den Jahren 2012 bis 2015 mit 402, 413, 417 und 412 stets über 400, so dass laut Antrag auch bei Geburtenzahlen von unter 100 durch Zuzüge die Gruppe der unter Dreijährigen stabil mit mindestens 400 Kindern berechnet werden kann.

Irene Burow
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