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Bad Schwartau Für mehr Sicherheit: Zahlreiche Bäume werden gefällt
Lokales Bad Schwartau Für mehr Sicherheit: Zahlreiche Bäume werden gefällt
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21:30 25.02.2016
Im ersten Arbeitsschritt wurden gestern die Äste der 28 Meter hohen Douglasie abgenommen. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Kurz vor Ende der Fällfrist wird im Stadtgebiet kräftig aufgeräumt. „Wir haben einige Aufträge vergeben“, bestätigt Carolin Welchert, die im Bauamt für den Bereich Grünplanung verantwortlich ist. Rund 200 000 Euro kostet die jährliche Baumpflege die Stadt. Darin enthalten sind auch die Pflegearbeiten des Bauhofs. In diesem Rahmen werden derzeit unter anderem die Kastenlinden in der Lübecker Straße zurückgeschnitten. Welchert: „Wenn die Standsicherheit nicht gegeben ist, müssen die Bäume gefällt oder gekappt werden.“

Gestern Vormittag haben Mitarbeiter der Firma Norddeutsche Baumpflege kurzen Prozess mit einer stattlichen Douglasie gemacht. Der imposante Baum an der Ecke Schillerstraße/Lübecker Straße dürfte mehr als 100 Jahre alt gewesen sein. Für die Beseitigung des rund 28 Meter hohen Baumes benötigten die Fachkräfte gerade einmal einen halben Arbeitstag. „Dieser Baum war schon etwas besonderes für diesen Standort“, sagt Welchert. Und das im doppelten Sinne. Der städtische Baum stand nämlich auf einem Privatgrundstück. Bei den letzten größeren Stürmen sind immer mal wieder größere Äste aus der Krone gebrochen. Welchert: „Das ist natürlich an dem Standort direkt am Fußweg und an der Straße nicht ganz ungefährlich.“ Ob dieser Warnzeichen und eines stark harzigen Stammes hat die Stadt unlängst einen Gutachter damit beauftragt, den Baum zu untersuchen. Das Ergebnis: Die Standsicherheit ist nicht mehr gegeben.

Gefahr in Verzug war auch im Cleverautal. Direkt an der Grenze zum Landschaftsschutzgebiet war jetzt eine Truppe der Baumpflegefirma Niedenhoff vier Tage lang im Dauereinsatz. Dort mussten 33 um die 60 Jahre alte Pappeln gefällt werden. „Mit den Bäumen gab es in der Vergangenheit auch schon bei Sturm Probleme“, weiß Welchert. Auch dort seien einige größere Äste aus den Kronen herausgebrochen und zum Teil auf die angrenzenden Gewerbegrundstücke gefallen. Welchert: „Das geht natürlich nicht. Zudem führen in der Nähe auch Wanderwege entlang.“ Laut Welchert werden einige Baumstämme in dem Waldstück aber als Totholz zurückgelassen. „So muss dort nicht zusätzlich erneut mit schwerem Gerät gearbeitet werden.“

Obwohl es sich um einen recht massiven Eingriff handelt, hat auch der Umweltbeirat bei dieser Maßnahme keine Einwände. „Wenn von Bäumen eine Gefahr ausgeht, müssen sie gefällt werden“, stimmt Umweltbeirat Gert Kayser zu. Allerdings werde der Umweltbeirat darauf achten, dass entsprechend viele Bäume neu angepflanzt werden. „Bäume sind Sauerstoffspender und reinigen die Luft.“

In den nächsten Wochen wird die Stadt zudem Bäume am Großen Parksee, an der Kaltenhöfer Straße und auch am Björnsen-Platz fällen.

Obstbaumlehrschnitt

Der Verband Wohneigentum Siedlergemeinschaft Siegfried Krüger in Stockelsdorf beschäftigt sich demnächst mit dem Thema Obstbaumlehrschnitt im Frühjahr. Am Dienstag, 1. März, wird der TV-Gärtner Thomas Balster darüber und über die Veredelung eines Apfelbaumes sprechen. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr in der Straße Zum Landgraben 2a. Um Anmeldung bei Holger Hintz unter Email Hintz.Holger@web.de oder Telefon 0451/4935 80 wird gebeten.

Sebastian Prey

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