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Bad Schwartau GaM: Keine Entscheidung für Neubau
Lokales Bad Schwartau GaM: Keine Entscheidung für Neubau
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22:36 14.06.2018
Quelle: LN
Bad Schwartau

Stattdessen votierten die Vertreter von CDU, FDP und der Stadtverordnete Thomas Podella, Vertreter der Bürger für Bad Schwartau (BfBS), später für einen CDU-Antrag, notwendige Instandsetzungsmaßnahmen am Gymnasium am Mühlenberg (GaM) wie Sonnenschutz und Belüftung sofort vorzunehmen. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, Voraussetzung für eine Förderung einer Ersatzbaumaßnahme zu prüfen.

Bei den anwesenden Mitgliedern der GaM-Schulgemeinschaft war allerdings die Enttäuschung hörbar groß. „Schande für die Stadt“, „traurig“ waren nur einige der Ausrufe, die nach der Ablehnung des SPD-Antrags laut wurden.

Zuvor hatten die SPD-Vertreter eindringlich appelliert, endlich eine Entscheidung für den Neubau zu treffen: „Wir müssen Farbe bekennen, was uns Jugendliche und Bildung wert sind“, sagte Hans-Peter Pahlke, „die Schule muss endlich wissen, was wir wollen.“

Als Argumente für einen Neubau nannte er die massive Belastung von Schülern und Lehrern während der Sanierung, den modernen Raumschnitt sowie die Nachhaltigkeit. Carsten Dyck (CDU) mahnte indes „besonnenes und verantwortungsvolles Handeln“ angesichts der größten finanziellen Herausforderung der letzten Jahrzehnte an. Ein Gutachten beziffert die Neubaukosten mit 28 Millionen Euro, die der Sanierung mit 26 Millionen Euro. „Unser gesamter Haushalt hat die Größenordnung dieser Investition“, sagte Uwe Witaszak (CDU).

Zudem habe die Stadt mit solch geschätzten Kosten in der Vergangenheit schlechte Erfahrung gemacht, so Dyck: „Wir brauchen erst belastbare Zahlen für alle Varianten“, und die liefere die beschlossene Funktionalausschreibung, die einen Neubau präferiert, aber Nebenangebote zulässt.

Er vermöge nicht festzustellen, dass das Gutachten nicht ausreicht, sagte SPD-Fraktionschef Hans Tylinski, im Gegenteil: „Die Gutachter haben sogar empfohlen, eine Entscheidung zu treffen.“ Dadurch würde auch das ohnehin dünn besetzte städtische Bauamt entlastet. Dycks Einwand, das Wort ,Neubau’ käme in Förderrichtlinien nicht vor, konterte er scharf: „Blödsinn. Wenn wir klar sagen, was wir wollen, kann der Bürgermeister nach Kiel oder Berlin fahren und sich dafür einsetzen.“

Letztlich konnte sich die SPD-Argumentation nicht durchsetzen: CDU, FDP und Podella stimmten gegen den Antrag, vier Grüne enthielten sich.

me

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