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Bad Schwartau Gedanken zum Advent beim Frühstück
Lokales Bad Schwartau Gedanken zum Advent beim Frühstück
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18:20 10.12.2015
Gesa Jürgensen (l.) und Susanne Caliebe vom DRK nehmen den Dank und das Geschenk für ihren Einsatz entgegen.

Dass die Gäste des monatlichen Seniorenfrühstücks in Stockelsdorf im letzten Monat des Jahres etwas Weihnachtliches „serviert“ bekommen, damit war auch in diesem Jahr zu rechnen. Dennoch war es diesmal etwas anders. Der Seniorenbeiratsvorsitzende Siegfried Müller hatte für andächtige Worte wieder einen Pastor eingeladen. Und dieser war zum ersten Mal in dieser Runde dabei: Florian Gottschalk. Er ist seit knapp einem Jahr Pastor der Kirchengemeinde Curau — und damit einer von insgesamt fünf Pastoren in der Großgemeinde Stockelsdorf.

Als Florian Gottschalk sich den Stockelsdorfer Senioren zunächst einmal vorstellte und er sein Alter — 28 Jahre — verriet, ging ein Raunen durch den Gemeindesaal in der Ahrensböker Straße 5. So jung und schon Pastor, dazu noch verheiratet und Vater eines fast einjährigen Sohnes — das beeindruckte die Frühstücksgäste hörbar.

Doch Florian Gottschalk konnte hier nicht nur mit biografischen Eckdaten punkten, sondern vor allem mit dem, was er über das Thema Adventszeit zu sagen hatte — und über das Beten, das im Weihnachtsmonat bei dem einen oder anderen etwas häufiger als sonst praktiziert wird. Beten könne man auf unterschiedliche Art und Weise, so Pastor Gottschalk. Manchmal hab er selbst schon das Gefühl gehabt, dass seine Gebete erhört wurden, „aber manchmal betet man für eine Sache, die einem wichtig ist, immer wieder, aber da tut sich nichts“. Dann warte man vergebens auf ein Zeichen, und es überkommen einen Zweifel. Pastor Gottschalk erklärte das so: „Gott weiß, dass er für uns oft nicht greifbar ist. Er hat noch keinen Frieden in den Nahen Osten gebracht, und er hat die Anschläge von Paris nicht verhindert.“

Die Stockelsdorfer Senioren hörten dem neuen Pastor aus Curau sehr aufmerksam zu — und als Gottschalk dann davon sprach, dass der Adventsmonat „eigentlich ein Fastenmonat“ sei, war in vielen Gesichtern ein wenig Verwunderung zu erkennen. Denn in der Realität ist die Weihnachtszeit eine Zeit der Völlerei und des Konsums. Und an dieser Stelle bewies Pastor Gottschalk aufs Neue, dass er ein Meister in der bildhaften Sprache ist: „Das große Fressen, Hektik und Stress sind leider Teil unserer Adventskultur geworden.“ Worum es eigentlich gehen sollte, das sei, Zeit zu haben für die Familie und Dinge auszuhalten, die passieren. „Vielen Dank! Das wird uns noch lange beschäftigen.“ Mit diesen Worten bedankte sich der sichtlich ergriffene Siegfried Müller beim Pastor.

Das letzte Frühstück des Jahres ging aber nicht ohne Ehrungen seitens der Gemeinde über die Bühne für engagierte Ehrenamtler in der Seniorenarbeit. Ein Dankeschön gab es von Bürgervorsteher Harald Werner und Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann deshalb für die Mitglieder des Seniorenbeirates, für Wolfgang Hantel, der sich aktiv im Seniorenkegeln einsetzt, und für das DRK Stockelsdorf, das auf jeder der Seniorenfahrten die Gäste begleitet und medizinisch betreut.

Doreen Dankert

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