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Bad Schwartau Gefühle auf der Leinwand
Lokales Bad Schwartau Gefühle auf der Leinwand
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20:22 12.07.2018
Marianne Fröscher und Henning Güthe bestücken mit ihren Werken gemeinsam eine Ausstellung im Gesundheitszentrum. Quelle: Fotos: Jula Dannhauer
Bad Schwartau

Gezeigt werden abstrakte und gegenständliche Bilder, die spontan , durch Inspiration und aus dem „Inneren“ entstehen.

Unter dem Motto „Ganz spontan“ können Jung und Alt derzeit die Ausstellung von den Bildmalern Marianne Fröscher (69) und Hennig Güthe (56) im Gesundheitszentrum Asklepios Klinik am Kurpark besichtigen. Beide Künstler malen am Liebsten aus dem Herz heraus.

„Ich muss einfach malen“, sagt Hennig Güthe. Gemalt und gezeichnet habe er schon immer, aber erst als Landmaschinenmechaniker in Bonn 1983 habe er durch einen Freund zur Ölmalerei gefunden. Der gebürtige Sauerländer arbeitet seit Mai 2017 als freischaffender Bildmaler, davor habe er das Malen nur nebenberuflich ausüben können. Anders bei Marianne Fröscher: Die 69-Jährige arbeitet nebenbei noch. „Ich brauche das Malen als Ausgleich“, erklärt die Hamburgerin. Ein Leben ohne Malerei könne sie sich nicht vorstellen.

Marianne Fröscher und Henning Güthe verbindet nicht nur die Liebe zum Malen, sondern auch der Weg zum fertigen Kunstwerk. Das Leben gibt ihnen Inspirationen, es sind „innere“ Bilder, die beide malen.

„Das, was mich gerade bewegt, das male ich“, so erklärt es Fröscher. So verarbeite sie Sachen und verleihe ihren Stimmungen Ausdruck. In der Ausstellung sind dadurch Bilder mit Titeln wie „Südafrika“

zu finden, welches durch ihren Urlaub in eben diesem Land inspiriert wurde und sich, durch eingearbeiteten Rost, ständig verändert.

Am Liebsten geben die beiden Künstler ihren Bildern jedoch gar keine Titel. „Der Betrachter wird begrenzt und beeinflusst mit einem Titel“, erläutert der 56-jährige Güthe. Marianne Fröscher pflichtet ihm da bei: „Einem Bild einen Titel zu geben, ist schwer für mich. Der Betrachter muss das für sich selbst herausfinden.“

Was die beiden Künstler immer wieder betonen, sind die Beweggründe, ein Bild zu malen. „Ich muss ein Bild aus meinem inneren Gefühl, aus mir heraus malen“, erklärt Fröscher. So auch Güthe: „Mein Kopf darf nicht eingesetzt werden, sonst kann ich meiner Intuition keinen freien Lauf lassen.“ Der Malprozess ergebe sich dadurch, wie von selbst. Die Farbe und die Technik folgten seiner Intuition. Bei der Hamburgerin sind die Farben sehr ausschlaggebend. Nachdem sie die grobe Richtung weiß, richtet sich das Bild stark nach den Farben. Sie schmunzelt: „In fast alle Bilder mogelt sich immer ein bisschen Rot rein.“ Mit verschiedenen Materialien, wie Marmor- oder Champagnermehl oder eben Rost sowie unterschiedlichen Techniken, wie Reißen und Spachteln, experimentiert die Künstlerin gerne.

Güthe fügt hinzu, das er oft lange nicht wisse, was schlussendlich für ein Motiv herauskommen wird. Die Umsetzung sei meist eine Herausforderung für ihn.

Auftragsmalereien nehmen die beiden Künstler auch an. Gerade arbeitet Güthe an der künstlichen Darstellung des Biolandhofes Begelhof an der deutsch-dänischen Grenze; jedoch malen sie besonders gerne frei. Ein Kunstwerk zu vollenden, braucht seine Zeit. Da sind sich beide einig. Es kann Monate dauern, ein Bild zu Ende zu malen. Nicht nur, weil es Zeit zum Trocknen braucht, sondern auch, weil beide immer wieder Abstand gewinnen müssen. Oft sucht Marianne Fröscher auch den Dialog mit anderen Künstlern, um Rat zu holen, aber auch um neue Impulse zu bekommen. In der Zukunft möchte sie neue Techniken lernen und die immer wieder neuen Freundschaften, die durch die Kunst entstehen, genießen. Die Harmonie während der Zusammenarbeit mit anderen Kollgen, wie mit Henning Güthe, schätze sie sehr.

Die „Ganz spontane“ Ausstellung ist noch bis zum 5. September im Gesundheitszentrum Asklepios Klinik Am Kurpark, zu sehen.

Von Jula Dannhauer

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