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Bad Schwartau Geld vom Bund für die Kita St. Martin in Cleverbrück
Lokales Bad Schwartau Geld vom Bund für die Kita St. Martin in Cleverbrück
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21:07 04.05.2016
Martina Bosse (2.v.l.) und Achim Steinhoff (4.v.l.) stellen Hans-Peter Pahlke, Daniel Böttcher, Yannick Ashby und der Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (v.l.) die Kita St. Martin vor. Quelle: Sebastian Prey

Erleichterung in der Kita St. Martin in Cleverbrück. Im Nachrückverfahren hat es für das Bundesförderungsprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ doch gereicht. So stehen der Einrichtung rund 25000 Euro jährlich zusätzlich zur Verfügung. „Das reicht nicht ganz für eine halbe Stelle, aber hilft uns enorm unseren Weg weiterzugehen“, sagt Achim Steinhoff, Geschäftsführer der Evangelisch-Lutherischen Kindertagesstätten in Bad Schwartau GmbH. Die Kita St. Martin hat nämlich bereits an dem Vorgänger-Förderprogramm „Sprache und Integration“ teilgenommen und dabei mit einer zusätzlichen halben Stelle einer Spracherzieherin tolle Erfahrungen gemacht. „Die anfängliche Skepsis und die Angst vor Mehrarbeit ist bei allen Beteiligten längst vorüber. Wir haben gute Erfolge erzielt. Eltern und Erzieher sind mittlerweile gleichermaßen überzeugt von dem Konzept. Mit der weiteren Förderung wird die Nachhaltigkeit nun gesichert“, berichtete Kita-Leiterin Martina Bosse der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, die jetzt mit den hiesigen SPD-Mitgliedern Yannick Ashby, Hans-Peter Pahlke und Daniel Böttcher die Kita besuchte.

In der Kita Cleverbrück haben von den 90 Kindern rund 30 einen Migrationshintergrund. Doch es geht bei der Sprachförderung nicht nur um die Kinder von Migranten. „Sprache ist auch in vielen hiesigen Familien ein Problem“, bestätigte auch Steinhoff. Aus diesem Grunde sei die zusätzliche Spracherziehung für alle Kinder von Bedeutung. Der Alltag habe sich in der Kita durch die zusätzliche Sprachkraft sehr stark verändert. „Wir achten im Team auch mehr aufeinander und sind sensibler im Umgang mit der Sprache. Wir sagen den Kindern immer, was wir gerade tun. Wir arbeiten mit Rollenspielen, Kameras und digitalen Bilderrahmen“, erklärte Bosse. Steinhoff: „Ich habe vor einigen Tagen hier als Erzieher ausgeholfen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel die Kinder mit mir beim Mittagessen geredet haben.“ Durch die erneute Förderung sieht sich Achim Steinhoff mit seinem Team weiter auf einem guten Weg. „Wir sind ja auch schon als Konsultationskita zertifiziert worden“, berichtete Steinhoff. Doch im Grunde reichen die Fördermittel bei Weitem nicht aus, um dem tatsächlichen Integrationsbedarf gerecht zu werden. Hagedorn: „Es ist vielleicht auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber auch ein Tropfen kann ganz wichtig sein.“

Von Sebastian Prey

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