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Bad Schwartau Gemeinsam gegen Vorurteile: Interkultureller Tag der Schulen
Lokales Bad Schwartau Gemeinsam gegen Vorurteile: Interkultureller Tag der Schulen
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20:25 31.08.2013
Jorik und Jenna basteln eine niederländische Flagge, um ihr Heimatland zu vertreten. Quelle: Fotos: Witt, Binder

Was Integration angeht, ist Bad Schwartau laut Birgit Clemens eine Art Vorreiter im Norden. Die Kreisfachberaterin der DaZ-Zentren (Deutsch als Zweitsprache) in Ostholstein leitet seit zwei Jahren auch das Zentrum in Bad Schwartau. In diesem Rahmen findet nun am Dienstag, 10. September, der erste Interkulturelle Tag an der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule statt. „Bei Migranten ist es immer am schwersten, die Eltern zu erreichen“, so Clemens. Aus diesem Grund lud sie bereits zu einem Elternabend ein, an dem sich Migranten aus mehr als 20 Nationen und deutsche Eltern näher kommen konnten. Nach dieser ersten Erfahrung stand fest: „Das wollten wir größer fassen.“

Seit einem Jahr plant Clemens daher unter anderem mit Siegmund Schmidt, dem Außenstellenleiter des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) in Eutin und Bad Schwartaus, und der Stadtjugendpflegerin Birte Engels- Rettig den Interkulturellen Tag. Schüler aus allen Klassenstufen und verschiedenen Schulen präsentieren zu insgesamt 17 Ländern Informationen und Hintergründe. „Bei der Zusammenarbeit für das Projekt spielt Nationalität keine Rolle. Die Zusammenarbeit fördert die Integration“, erklärt Clemens. Besonders aufwendig ist dabei das Projekt Russland, an dem gleich vier Klassen zusammenarbeiten und eine ganze Etage mit russischen Besonderheiten ausstatten.

Für eine delikate Vielfalt sorgt die kulinarische Meile in der Mensa. Hier können Spezialitäten aus verschiedenen Ländern probiert werden, zusätzlich wird ein Zelt aufgestellt, in dem original türkische Pizza hergestellt wird. Auf Stelltafeln wird auch eine Dokumentation über Migration vom Haus der Kulturen bereitgestellt, aber der Fokus der Veranstaltung soll auf aktiv-spielerischem und spaßigem Lernen liegen. Zusätzlich zu den für die Heimatländer der Migranten typischen Spielen wird in der Krummlandhalle der oscarprämierte Kurzfilm „Der Schwarzfahrer“ gezeigt, welcher sich ebenfalls mit der Thematik auseinandersetzt.

„Die Veranstaltung eignet sich wunderbar dazu, Freundschaften zu schließen“, befindet Siegmund Schmidt. Freundschaften seien für Migranten elementar wichtig, da sie diese auch über Sprachkurse und städtische Hilfen hinweg in die Gesellschaft integrierten. „Es müssten noch viel mehr zwischenmenschliche Beziehungen geknüpft werden. Leider ist die Hemmschwelle teilweise noch recht hoch.“ Grund dafür sei unter anderem die Sprachbarriere. „Wir bekommen beinahe täglich neue Schüler von eingewanderten Familien“, berichtet Clemens. Den Kindern falle es meistens leicht, den Anschluss zu finden, gerade weil das Lernen in diesem Alter leichter falle. Die Eltern hätten damit oft mehr Probleme.

Migranten aller Sprachniveaus besuchen die Sprachschule des DaZ-Zentrums. Unter ihnen ist auch Miss Lauren Marie, Sängerin von „The Halebops“. Die Band sorgt bei der Veranstaltung für die musikalische Untermalung.

„Alle Schulen, Eltern und Schüler haben toll zusammengearbeitet. Es wird bestimmt ein Erfolg“, freut sich Clemens. Und Siegmund Schmidt kündigt schon jetzt an: „Das wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art.“

Lockeres Kennenlernen
Der Interkulturelle Tag findet am Dienstag, 10. September in den Räumlichkeiten der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule und in der Krummlandhalle statt.

Um sowohl Schulklassen vormittags als auch Eltern nachmittags die Möglichkeit zu geben, die Veranstaltung zu besuchen, findet diese von 10.30 bis 17 Uhr statt. Eingeladen ist jeder, der neue Bekanntschaften machen, andere Kulturen und Bräuche kennenlernen und Integration fördern möchte. Der Eintritt ist frei.

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Flemming Witt

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