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Bad Schwartau Großer Bahnhof zum Abschied
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20:34 26.01.2017
Schulrat Manfred Meyer (v.l.) lobte die erfolgreiche Arbeit von Schulleiter Michael Puls an der Gemeinschaftsschule Stockelsdorf. Puls hinterlasse seinem Nachfolger eine sehr gut aufgestellte Schule. Der Nachfolger soll in etwa drei Monaten bekanntgegeben werden. Quelle: Fotos: Dankert

Jeder weiß, dass Schulrat Manfred Meyer ein vielbeschäftigter Mann mit einem vollen Terminkalender ist. Und wenn sich der Schulrat – so wie gestern – ein paar Stunden Zeit nimmt, um an der Hilgendorf-Gemeinschaftsschule in Stockelsdorf zu verweilen, dann muss der Termin schon ein ganz besonderer sein. Und so war es auch. An der Gemeinschaftsschule ging gestern eine Ära zu Ende – die Ära von Schulleiter Michael Puls. Gestern ist der 63-Jährige in einer großen Runde von Kollegen, Schülern, Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie seiner Familie in gebührend feierlichem Rahmen in den Ruhestand verabschiedet worden. Und Michael Puls, der für seine gelassene, unaufgeregte, bescheidene, ruhige und sachlich kompetente Art bekannt ist, stand gestern da, wo er eigentlich ungern steht: im Mittelpunkt. Denn schließlich war dieser Tag sein Tag. Der letzte Tag an der Schule, die er seit 1997 geleitet hat. Als Lehramtsanwärter war er 1978 in den Schuldienst getreten. Seitdem hat er viele hundert Schüler in Lübeck, später in Stockelsdorf auf einem sehr wichtigen Lebensabschnitt begleitet.

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Stockelsdorfer Schulleiter Michael Puls wurde gestern feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

„Solche Veranstaltungen wie diese nehme ich gern wahr“, so Meyer, „aber auf der anderen Seite auch nicht so gern, weil es immer Abschied bedeutet“. Meyer skizzierte noch einmal den beruflichen Werdegang von Michael Puls und hob dabei einen Punkt heraus, für den er ihm nach wie vor Respekt zolle. Im Jahre 2006 – da war Michael Puls schon fast zehn Jahre lang Schulleiter der damaligen Hauptschule in Stockelsdorf – bewarb sich Puls um den Posten des Schulleiters in Timmendorfer Strand. Doch die Erwartungen, die Puls hier hatte, waren andere. Nach einem halben Jahr zog Puls die Reißleine und wollte zurück nach Stockelsdorf. Es klappte, denn seine Stelle war noch nicht neu besetzt. „Wegzugehen aus Stockelsdorf war eine Fehlentscheidung“, so Meyer, der die Größe von Puls lobt, zu diesem Fehler zu stehen, aber diesen Fehler vor allem auch offen zu korrigieren.

„Sie haben dann eine Schule mit großen Problemen übernommen“, so Meyer. Wenig später wurden die damalige Hauptschule und die benachbarte Realschule zusammengelegt zur Gemeinschaftsschule. Der Job von Puls war es fortan, diese beiden Schulen zusammenwachsen zu lassen.

„Ich bin sehr gern Lehrer und auch Schulleiter gewesen“, so Puls zu seinem Abschied. Und ein bisschen augenzwinkernd fügte er hinzu: „Ich war dabei auch Bauherr ohne Fachkenntnis, Personalchef, und ich durfte auch Sozialpädagoge, Psychologe und auch mal Polizist sein ohne Ausbildung.“ Und irgendwie war das Foyer der Schule, in dem die Abschiedsfeier stattfand, von Wehmut durchzogen. Bei den Kollegen, bei den Schülern, aber besonders bei Michael Puls, der sich dann schließlich doch mehr oder weniger heimlich ein paar Tränen aus den Augen gewischt hat. Seine Kollegen jedenfalls wünschen Michael Puls, dass er sich jetzt viel Zeit nimmt für die Dinge, die ihm wichtig sind. Familie. Enkelkinder. Und Golfspielen – vielleicht mal zusammen mit dem Schulrat, der sogar über dieses Hobby von Puls bestens informiert ist.

Doreen Dankert

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De een vun uns Jungs is Angler, al lange Tiet. He angelt hier an de Wakenitz un in de Trav, un he angelt an de Ostseeküst. He hett jüst de nie Angelerlaunis afhaalt, kost richtig Geld.

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