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Bad Schwartau Großprojekte werfen ihre Schatten voraus
Lokales Bad Schwartau Großprojekte werfen ihre Schatten voraus
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17:06 02.01.2013

Das Jahr 2012 ist abgelaufen. 366 Tage, an denen jeder seine ganz persönliche Geschichte geschrieben hat und an denen wir als Gemeinde Stockelsdorf Gemeinsames erlebt, erarbeitet und erreicht haben.

Um unseren Ortsmittelpunkt noch attraktiver zu gestalten, mussten auf mehreren Grundstücken Gebäude weichen. Das Medico-Center wurde an der Segeberger Straße fertiggestellt und schließt hier mit einem fortschrittlichen Gesundheitszentrum die Baulücke. Ecke Marienburgstraße entstehen neue Stellplätze. Die Vorbereitungen für die Rathauserweiterung haben begonnen.

Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt „Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muss man beizeiten anfangen.“ Das haben wir getan. Für viele Vorhaben sind die Grundsteine 2012 gelegt worden.

Das zeigt sich auch im Bereich der Kinderbetreuung. Trotz der demografischen Entwicklung steigt die Nachfrage im Elementar- und Krippenbereich enorm an. Mit einem Volumen von fast einer Million Euro werden 35 neue Krippenplätze geschaffen. Damit hat Stockelsdorf den gesetzlichen Anspruch übererfüllt.

Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 ist eine Schulsozialarbeiterin an den drei Grundschulen tätig. Unsere Gemeinschaftsschule hat sich mit dem offenen Ganztagsangebot sehr gut entwickelt, und wir untersuchen aktuell, ob die Möglichkeit besteht, eine gymnasiale Oberstufe anzugliedern.

Auch die Infrastruktur wird laufend verbessert. Wir kümmern uns intensiv um unsere Gebäude und investieren jedes Jahr in die Sanierung der Straßen und Leitungssysteme. Die K 13 wird zur verkehrlichen Entlastung beitragen.

Einen breiten Raum in unserem Gemeindealltag hat die Energiewende eingenommen. Bei Arfrade/Obernwohlde sollen mehrere Windkraftanlagen entstehen. Die Energiewende läuft allerdings nicht so reibungslos. Die Landesplanung hat uns, zumindest vorerst, die Fläche bei Arfrade gestrichen. Wir setzen uns aber intensiv dafür ein, dass dieses Gebiet wieder Eignungsfläche wird.

Die Übernahme des örtlichen Stromnetzes gestaltet sich problematisch. Aufgrund dieser Schwierigkeiten hat sich die Gemeindewerke GmbH entschlossen, es den Bürgern bereits ab 2013 zu ermöglichen, Strom über diese Gesellschaft zu erhalten. Wir werden die energiepolitischen Ziele mit großem Engagement weiter verfolgen.

Auch im Herrengartenpark hat sich einiges getan. Im Frühjahr 2012 konnte die Entschlammung des Teiches durchgeführt werden. Dabei ist eine dauerhafte Uferbefestigung gesetzt und der Hauptteil des Teiches seiner historischen Form angenähert worden.

Als ein weiteres wichtiges Thema wurde die Erweiterung der Großsportanlage um zwei Kunstrasenplätze diskutiert. Die daraus resultierende Aufgabe des Herrengartensportplatzes sollte zur Gegenfinanzierung genutzt werden. Die Untersuchung der Bebauungsmöglichkeiten wurde durch die Gründung einer Bürgerinitiative mit Unterschriftensammlungen unterbrochen. Als Ergebnis einer umfassenden Diskussion wurde festgelegt, auf jegliche Bebauung des Herrengartensportplatzes zu verzichten. Nunmehr ist es Aufgabe unserer Gemeinde, ohne Refinanzierung das Kunstrasenprojekt voranzubringen und zusätzlich eine Parkerweiterung zu planen. Dieses ist keine leichte Aufgabe, zumal mit der Aufstellung des Haushaltsplanes 2013 der bisher sehr erfolgreiche Sparkurs ausgesetzt werden muss. Positiv ist: Ende 2012 beträgt die Verschuldung nur noch 1, 7 Millionen Euro. Negativ ist leider, dass durch notwendige Neuverschuldung das Minus auf vier Millionen Euro steigt. Wir werden weiterhin sparsam und solide haushalten.

Bürgerengagement ist ein wertvoller Bestandteil unseres Zusammenlebens. Es ist richtig und wichtig, dass Bürger auch in Initiativen ihre Vorstellungen formulieren. Wichtig ist auch, die Interessen aller Bürger einer Gemeinde zu berücksichtigen. Diese schwierige Aufgabe haben unsere Gemeindevertreter zu lösen. Sie setzen sich mit ihrem Fachwissen in ihrer Freizeit für uns ein.

Die ehrenamtliche Arbeit ist in vielen Bereichen ein wichtiges Element. So sind zum Beispiel unsere Freiwilligen Feuerwehren unverzichtbar zur Sicherung unseres Brandschutzes. Unsere Aufgabe ist es, ihre Arbeit durch eine moderne Ausstattung sicher zu gestalten. Dazu hat zum Beispiel der Bau des Feuerwehrhauses in Obernwohlde beigetragen. Die Wehren Mori und Curau erhalten in diesem Jahr neue Fahrzeuge.

2013 finden Kommunal- und Bundestagswahlen statt. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht und bestimmen Sie mit. Für dieses Recht kämpfen in anderen Ländern Menschen unter Einsatz ihres Lebens.

Wir wünschen Ihnen allen für 2013 Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.

Brigitte Rahlf-Behrmann und Harald Werner

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