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Bad Schwartau Grundschule Cleverbrück: Entscheidung vertagt
Lokales Bad Schwartau Grundschule Cleverbrück: Entscheidung vertagt
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22:42 06.07.2017
„Die offene Ganztagsschule sollte bei den Planungen berücksichtigt werden.“ Gero Flatau, Schulelternbeirat
Bad Schwartau

Die Erwartungen an die Sitzungen des Ausschusses für Bildung und Jugend waren groß. Schulleitung, Kollegium und Elternvertreter haben auf eine Entscheidung in Sachen Um- und Erweiterung der Grundschule Cleverbrück gehofft. Vergeblich. Die Entscheidung, welche der drei Entwurfsvarianten weiter verfolgt werden soll, wird vermutlich erst bei der nächsten Zusammenkunft im September erfolgen. „In den nächsten zwei, drei Wochen werden uns auch die Kostenschätzungen für die Varianten vorliegen, so dass wir auch da eine Entscheidungsgrundlage haben werden“, erklärte der Ausschussvorsitzende Carsten Dyck (CDU).

Zuvor analysierte Guido Scharnhorst-Engel von der Firma Biregio, die bundesweit Politik und Verwaltung unter anderem bei der Planung von Schulen berät, die drei bestehenden Planungsvarianten auf der Grundlage von rund zehn Faktoren, um ein möglichst neutrales Resultat zu bekommen. Die Varianten wurden unter anderem nach Nutzfläche, voraussichtlichen Betriebskosten, Wegebeziehung, Außenanlagen, Barrierfreiheit und Bauzeit nach einem Punktesystem bewertet.

Plan eins sieht einen dreigeschossigen Anbau mit einer Mensa und vier Klassenräumen vor. Plan zwei enthält einen zweigeschossigen Anbau mit vier Klassenräumen und einem zentralen Mensaanbau. Einen zentralen Neubau mit Mensa, Verwaltung und vier Klassenräumen macht Variante drei aus. Der Architekt hatte für alle Varianten einige Verbesserungsvorschläge parat. Insbesondere empfahl er in seinen Optimierungsansätzen bei der Zahl der Gruppenräume abzuspecken. „Ein Gruppenraum auf drei Klassenräume sollte reichen“, erklärte der Experte, der jedoch keine konkrete Empfehlung gab. Er favorisiert aber die Pläne zwei und drei mit den Biregio-Optimierungsvorschlägen. „Dadurch könnten auch die Kosten gemindert werden“, erklärte Scharnhorst-Engel. Torsten Hardt als kommissarischer Schulleiter und Elternvertreter Gero Flatau, die sich unlängst für die Variante drei stark gemacht haben, hatten jede Menge Nachfragen und Anregungen in dem Ausschuss. Flatau: „Offene Ganztagsschulen sollen gefördert werden. Entsprechend sollte man bei den Planungen auch der Raumgröße Rechnung tragen.“ Hardt: „Für die Variante drei spricht, die beste Barrierefreiheit.“ Er plädierte zudem dafür, dass die Schulleitung und auch Elternvertreter bei den konkreter werdenen Planungen mit ins Boot geholt werden sollten.

Die Vorsitzende des Kreiselternbeirats, Katrin Engeln, zeigte sich nicht nur von der Vertagung der Entscheidung enttäuscht: „Bei der ganzen Diskussion über die Planungen kommt mir der pädagogische Aspekt zu kurz.“

3 Varianten hat das Büro Witaszak & Zeschke zur Modernisierung und Erweiterung der Grundschule Cleverbrück vorgelegt. Zusätzlich zum Bestand werden vier Klassenräume, vier Gruppenräume und ein weiterer Raum für die Betreute Grundschule benötigt. Zudem reicht die derzeitige Essensausgabe in den Kellerräumen nicht mehr aus. Je nach Variante muss mit Kosten zwischen 3 und 5 Millionen Euro gerechnet werden.

 Sebastian Prey

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