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Bad Schwartau Heinz Koch geht weiter seinen Weg für mehr Barrierefreiheit
Lokales Bad Schwartau Heinz Koch geht weiter seinen Weg für mehr Barrierefreiheit
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13:30 05.11.2017
Heinz Koch schlendert durch die Markttwiete. Bad Schwartaus Flaniermeile ist in Sachen Barrierefreiheit ein Vorzeigeprojekt. Quelle: Foto: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung im sozialen und auch baulichen Bereich laufe sehr gut. Auch mit dem Seniorenbeirat stehe er im Kontakt. Die Zahl der Anfragen aus der Bevölkerung nimmt ebenfalls stetig zu. „Dass ich bei Problemfällen, beim Ausfüllen von Anträgen für Krankenkasse oder Rente helfen kann, hat sich schon herumgesprochen“, berichtet Koch, der aber sich natürlich auch um andere konkrete Dinge baulicher Natur kümmert. So gibt es unter anderem in Marienholm Probleme mit einem Gehweg. Grundsätzlich habe sich die Situation in Bad Schwartau aber schon verbessert. „Die neue Markttwiete ist nicht nur schöner, sondern auch barrierefreier geworden. Die taktile Wegeführung ist natürlich besonders gelungen“, sagt Koch, der sich das aber nicht auf seine Fahnen schreibt. „Das wurde schon vor meiner Zeit auf den Weg gebracht“, erklärt Koch, der sich ganz neue und zusätzliche Impulse für seine Arbeit durch die Gründung eines Arbeitskreises Inklusion erhofft. „Das hat in Stockelsdorf viel bewirkt. Ähnliches erwarte ich auch in Bad Schwartau“, sagt Koch. Im öffentlichen Arbeitskreis werden Vertreter aus allen politischen Parteien der Stadtvertretung mitwirken sowie aus Vereinen und Verbänden. Das erste Treffen findet am Mittwoch, 15. November, um 18 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses statt.

 

Der Bad Schwartauer Zob soll langfristig barrierefrei werden.

In dem Arbeitskreis werden mit Sicherheit einige bauliche Probleme thematisiert werden. „Der Zob und die dortigen Behinderten-WC-Anlagen sind in einem katastrophalen Zustand“, sagt Koch, der auch bei dem geplanten Teilneubau der Grundschule Cleverbrück mit einen Blick auf die Pläne werfen will. „Das Thema Barrierefreiheit muss überall beachtet werden“, sagt Koch. Und dazu gehört aus seiner Sicht auch, dass die geplanten Ladesäulen für E-Autos im Stadtgebiet so angelegt werden, dass auch Menschen im Rollstuhl das Angebot nutzen können. Dass Koch solche Dinge stets im Hinterkopf hat, liegt an einer Schulung, die er bei der Lebenshilfe Ostholstein mitgemacht hat. Dort hat sich Koch zum Fachmann für Barrierefreiheit schulen lassen. „Das war eine große Hilfe. Gemeinsam haben wir unter diesem Aspekt auch die Bad Schwartauer Innenstadt erkundet und die Knackpunkte kennengelernt“, berichtet Koch.

Vorplanungen für den Zob

40 000 Euro hat der Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz in den Haushalt 2018 eingestellt. Mit der Summe sollen zunächst Vorplanungen für eine barrierefreie Umgestaltung des Zobs finanziert werden. Wann und wie schnell der Umbau dann tatsächlich erfolgen kann, ist allerdings nicht absehbar. Die Gesamtkosten dafür werden schließlich auf mehr als zwei Millionen Euro geschätzt.

 Sebastian Prey

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