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Bad Schwartau Helau und Alaaf: Die Jecken sind los!
Lokales Bad Schwartau Helau und Alaaf: Die Jecken sind los!
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20:16 29.01.2016
Flotte Biene, Fuchs oder Indianer: Katrin Reininger von Kappen Orth zeigt einige Kostüme. Quelle: Fotos: Kim Meyer

Einer schlüpft in die Rolle des Clowns, der nächste lässt es als flotte Biene krachen. Beim Fasching sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch in Ostholstein sind jetzt die Jecken los. Bei Kappen Orth in Cleverbrück, einem Fachgeschäft für Scherzartikel, Kostüme und vieles mehr, herrscht Hochbetrieb. Manch einer kann die bunten Verkleidungen kaum erwarten, andere schlüpfen mehr oder weniger gezwungen ins Kostüm.

„Ich bin noch am Überlegen, als was ich mich verkleiden soll — vielleicht Hase oder Clown“, sagt Janina Heitmann. Zusammen mit Kollegin Sarah Wittler stöbert sie bei Kappen Orth nach einem Kostüm.

Die jungen Frauen arbeiten im Kindergarten, dort wird Fasching gefeiert — unter dem Motto Zirkus. „Das ist gar nicht so einfach, sich da was Spannendes einfallen zu lassen“, sagt die 31-Jährige, während sie eine Clowns-Nase anprobiert. „Ich gehe als Pantomine — das ist schön einfach“, sagt Sarah Wittler.

In der anderen Ecke des Geschäfts lässt sich Jan Jansen Flicken zurechtschneiden. „Ich gehe als Clown zu einer Party in Schönberg“, sagt der 31-Jährige. Dafür wandelt er ein ehemaliges Charlie-Chaplin-Kostüm um. „Ich nehme davon die großen Schuhe und beklebe die Hose mit Flicken.“ In seinem Einkaufskorb sind zudem noch eine grüne Perücke, eine Fliege und bunte Socken. Freundin Diene Wisnewski steht ihm beratend zur Seite, aber: „Fasching ist gar nicht meins — ich finde verkleiden total schrecklich.“ Auch Inga Braunmiller lässt sich nicht dafür begeistern. „Ich bin viel zu norddeutsch“, sagt sie lachend. Dafür ist ihre zehnjährige Tochter Lina schon im Karnevals-Fieber. „In der Schule feiern wir Fasching“, sagt Lina. „Ich gehe als Zauberer.“ Ein ganz durchdachtes Kostüm — mit Zylinder, Umhang und Zauberstab. „Ich wäre gern eine Hexe, aber sich als das zu verkleiden wäre langweilig — das machen alle. Deshalb gehe ich als Zauberer.“

Als solcher verkleidet sich auch der kleine Niklas. Dafür suchen seine Eltern Andrea und Florian Prühs noch einen Zylinder. „Gar nicht so einfach für ein Kleinkind“, stellt Andrea Prühs fest. „Er feiert bei der Tagesmutter.“ Für das Kostüm habe sie schon einen Zauberstab besorgt und einen Umhang genäht. „Jetzt fehlt ein Zylinder, da wollte ich ein weißes Papp-Kaninchen draufkleben“, sagt Prühs. „Aber alle Hüte sind viel zu groß. Ich werde einen basteln.“ Auch die Kleinsten wissen schon genau, als was sie sich verkleiden wollen, weiß Katrin Reininger, Leiterin des Verkaufs bei Kappen Orth. „Klassiker wie Cowboy-,Piraten- oder Prinzessinnen-Kostüme gehen immer.“ Bei den Erwachsenen sei es eine Typ-Frage. „Einige Muffel schlüpfen in einen Ganzkörper-Anzug — das ist einfach. Andere stellen sich alles einzeln zusammen.“

Jetzt wird gefeiert
Böser Buben Ball: Heute, los geht‘s um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) im Q45 Ballsaal, Falkenstraße 45 in Lübeck, Eintritt: 15 Euro.
Kinderkarneval & Kappenfest: Heute, Kinderkarneval von 14 bis 17 Uhr, Eintritt: frei. Kappenfest von 19 bis 24 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr), Eintritt: 18 Euro. Ort: Gemeindehaus in Stockelsdorf, Ahrensböker Straße 5.


Kinderkarneval: Morgen, 31. Januar, los geht‘s um 14.30 Uhr (Einlass ab 14 Uhr) im Gasthaus am Kreuzweg, Schwartauer Straße 1 in Sereetz, Eintritt: Kinder 2,50 Euro, Erwachsene drei Euro.

Kim Meyer

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