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Bad Schwartau Heruntergerockt und aufgepimpt: 1700 Besucher bei Tuningtreffen
Lokales Bad Schwartau Heruntergerockt und aufgepimpt: 1700 Besucher bei Tuningtreffen
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12:13 16.08.2016
Neben rostigen Autos waren die Luxusvarianten mit komplett lackierter oder belederter Innenausstattung vertreten. Quelle: Fotos: Gert Kayser
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Stockelsdorf

Schmucke Karren, rostige Ratten und bunte Aufkleber: Das zweite „Elmo’s Street Meeting“ hat am Sonntag 1700 Teilnehmer angelockt. Das Abaco-Gelände in Stockelsdorf war von Tuning-Freunden am Ende bis auf den letzten Platz belegt. „Wir konnten sogar einige leider nicht mehr auf die Fläche lassen. Wir sind räumlich an die Grenzen gestoßen“, sagt der Ideengeber und Organisator, Oliver Agelink. Gleichzeitig beweist das aber einen enormen Erfolg dieses Treffens von Bastlern und Tüftlern samt ihrer Fahrzeuge, die sich alle sehen lassen können.

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In Stockelsdorf haben sich Auto-Bastler aus dem ganzen Norden getroffen – Im kommenden Jahr soll die Veranstaltung auf drei Orte ausgeweitet werden.

„Viele Treffen sind auf bestimmte Modelle festgelegt. Bei uns ist das egal.“ Oliver Agelink, Initiator

722 Fahrzeuge standen auf dem Platz. „Im vergangenen Jahr waren es 380 Fahrzeuge mit rund 1000 Besuchern. Wir haben also fast das Doppelte geschafft“, sagt Agelink. „Das ist schon relativ groß.“ Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten norddeutschen Raum: Von Berlin bis Osnabrück, sogar aus Holland und Dänemark. Und alle hatten nur ein Ziel – gucken, was Gleichgesinnte aus ihren Fahrzeugen herausgeholt haben, Tipps geben und abholen, gemeinsame Projekte planen. „Viele Treffen sind auf bestimmte Modelle festgelegt, bei uns ist das egal“, sagt der 35-jährige Organisator aus Bad Schwartau. Entsprechend war die Resonanz und Vielfältigkeit. „Wir hatten so ziemlich alle Fabrikate da. Zum Beispiel Hot Rods, ein amerikanisches Modell aus den 1920er bis 1940er Jahren, oder Trials mit einem Heck vom Smart. Es wurden aber auch Motorräder, Fahrräder und Quads gezeigt.“ Im Skatepark konnten BMX-Fahrer ihre Modelle vorführen. Gut vertreten waren auch „heruntergerockte Ratten“, wie man in der Szene sagt, also auf alt getrimmte Fahrzeuge. Dafür wird die Karosserie abgeschliffen und absichtlich mit Salzwasser übergossen, damit sie zu rosten beginnt. Das Pendant zu den „alten“ Autos waren die Luxusvarianten, unter anderem mit komplett lackierter oder belederter Innenausstattung – schick und ganz auf Hochglanz umgerüstet. Andere Bastelliebhaber haben Türverkleidungen entfernt, Dachlatten verschraubt, extra breite Reifen aufgezogen oder die Autos tiefergelegt. Beim Wettbewerb „Show and Shine“ konnten sich die Teilnehmer mit ihren mobilen Schmuckstücken in verschiedenen Kategorien vergleichen. „Es ist wie eine große Familie“, sagt Oliver Agelink. Auch Familienväter, die nur einen lustigen Aufkleber am Auto haben, waren dabei.

Was insgesamt auf dem Gelände geboten wurde, war beachtlich. Besonderes Augenmerk lag dabei ganz bewusst auf Familienfreundlichkeit. Nicht nur dadurch, dass auf dem gesamten Gelände Fahrverbot herrschte. Für Kinder und Jugendliche gab es ferngesteuerte Spielzeugautos, eine Tombola mit zahlreichen Preisen und auch an das leibliche Wohl hatte man gedacht. Und so gab es den ganzen Tag über ein Kommen und Gehen. Eltern mit Kleinkindern freuten sich über die Bimmelbahn „Bruno“, die in unterschiedlichen Zeitabständen zu einer kleinen Fahrt einlud.

Und im nächsten Jahr soll es das dritte Treffen dieser Art geben. Wieder mit viel PS unter mancher Motorhaube und Autos, die man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt, versprechen die insgesamt 25 Organisatoren. Und das dritte markenoffene Tuning-Treffen wird auf breitere Füße gestellt: Neben Stockelsdorf soll es einen weiteren Termin in Reinfeld (im Frühling) und bei Neustadt (im Herbst) geben – damit dann auch jeder Teilnehmer einen Platz findet.

Gert Kayser und Irene Burow

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