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Bad Schwartau Hilfsaktion: Medizinische Hilfe für Griechenland
Lokales Bad Schwartau Hilfsaktion: Medizinische Hilfe für Griechenland
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19:58 10.06.2016
Die Führungsspitze des Vereins, Dr. Georg Ludwig (r.) und Matthias Knorr, freuen sich über neue Hilfspakete.
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Bad Schwartau/Lübeck

Fast täglich kommen kleine und große Pakete beim Verein „Medizinische Hilfe für Griechenland“ an. Doch die Zahl der Kisten mit Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln reicht noch lange nicht. „Die Not und der Bedarf dort sind immens“, sagt Dr. Georg Ludwig, Vorsitzender des Vereins mit Mitgliedern aus Lübeck, Stockelsdorf und Bad Schwartau. Ob der vielen Krisenregionen auf der Welt, der angespannten Flüchtlingssituation ist die Krisenregion Griechenland weitgehend aus dem Fokus geraten. „Die Situation dort hat sich nicht verbessert. Im Gegenteil. Die Menschen in Griechenland benötigen Hilfe, insbesondere im medizinischen Bereich“, berichtet der Mediziner von der Bad Schwartauer Ostseeklinik, der auf weitere Spenden hofft. Benötigt werden insbesondere Medikamente zur Bekämpfung von chronischen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen oder Multiple Sklerose. Schmerzmittel sind zudem Mangelware.

Kontakt

Medikamenten-Spenden werden in der Ostsee-Klinik in Bad Schwartau (Anton-Baumann-Straße 1) gesammelt.

Geld-Spenden an den gemeinnützigen Verein „Medizinische Hilfe für Griechenland Lübeck e.V.“, unter IBAN: DE25230501010162961221.

Seit 2013 sammelt Ludwig mit seinem knapp zehnköpfigen Vereinsteam, um die Not zu lindern. Ein bis zwei Lieferungen schickt der Verein pro Jahr auf die Reise nach Griechenland. Durch persönliche Kontakte Ludwigs landet die Hilfe zunächst auf der Insel Kreta. Was dort nicht benötigt wird, wird weiter aufs Festland und in die Flüchtlingslager gebracht. Ludwig versichert: „Alle Spenden kommen da an, wo sie auch benötigt werden.“

Auf Kreta wird die medizinische Versorgung der Bevölkerung hauptsächlich durch drei sogenannte Sozial-Praxen aufrechterhalten. In den Praxen arbeiten knapp 40 Mediziner ehrenamtlich und kümmern sich um kranke Menschen, die sich keine Krankenversicherung leisten können. „Die Manpower ist da. Das Problem ist also die medikamentöse Versorgung“, weiß Ludwig. Rund die Hälfte der Bevölkerung sei mittlerweile nicht mehr krankenversichert. Zudem gingen Krankenkassen pleite. Die Folge: Apotheker lösen Rezepte nicht mehr ein – Medikamente gibt es nur noch gegen Bares. Die Lage in Griechenland sei dramatisch – die Hilfe im Grunde auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ludwig: „Wir können aber immerhin einigen Menschen helfen. Die Leute sind sehr dankbar dafür.“

Sanitätshäuser, Apotheken und Arztpraxen und Vereine wie „Ärzte ohne Grenzen“ helfen mit überschüssigen Arzneien oder Verbandsstoffen aus ihren Beständen. Bis August will der Verein eine große Transport-Palette mit Medikamenten gesammelt haben. Dann besteht nämlich die Möglichkeit, die Sendung kostenlos von der Bundeswehr nach Kreta transportieren zu lassen. „Die Hälfte haben wir schon zusammen“, sagt Ludwig, der nun auf weitere Unterstützung aus der gesamten Region hofft. Die Verbundenheit zu den Griechen sei nach wie vor vorhanden. So konnte der Verein im vorigen Jahr auch rund 10 000 Euro an Geldspenden generieren, um dringend benötigten Impfstoff für Kinder in Griechenland zu besorgen.

Sebastian Prey

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