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Bad Schwartau Hotel verqualmt: Wäschetruhe brannte im vierten Stock
Lokales Bad Schwartau Hotel verqualmt: Wäschetruhe brannte im vierten Stock
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23:18 17.05.2016
Beim Großeinsatz im Seehotel hatte die Feuerwehr vorsichtshalber alle ihre Kräfte aufgefahren, auch die Drehleiter. Quelle: Fotos: Peyronnet (2)/kleinschmidt (2)

Eine brennende Wäschetruhe führte gestern zu einem Großeinsatz der Feuerwehren im Maritim-Seehotel in Timmendorfer Strand. Das Hotel wurde evakuiert, vier Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

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Großeinsatz in Timmendorfer Strand / Vier Menschen mit Verdacht auf Rauchvergiftung.

„Es waren 35 Atemschutz- träger im Einsatz.“Dirk Scharbau, Feuerwehrsprecher

Das Feuer war nach Angaben von Hoteldirektor Jochen H. Stop in einem nur vier Quadratmeter großen Raum im vierten Stock ausgebrochen. Möglicherweise habe eine Kippe oder ein ausgeleerter Aschenbecher die Wäsche entzündet. Die Brandmeldeanlage sprang sofort an und setzte die Feuerwehr in Marsch. Nach Angaben von Dirk Scharbau, dem Sprecher der Feuerwehr Timmendorfer Strand, hatte das Feuer die vier, fünfte, sechste und siebte Etage verqualmt. Zum Zeitpunkt des Alarms befanden sich 265 Menschen im Haus, verteilt auf 171 Zimmer, aber auch auf den Wellnessbereich und andere Teile des Hotels.

Sie alle verließen das Gebäude, die im Bademantel oder ohne warme Jacken fanden vorübergehend Unterschlupf im geheizten Foyer des großen Saales, der in einem anderen Gebäudeteil des Seehotels liegt.

Dort wurden sie laut Stop mit warmen und kalten Getränken, Decken und „einer netten Ansprache“ versorgt.

Alle Hotelgäste mussten das Gebäude über die Treppen verlassen. „Die Fahrstühle werden sofort weggeschaltet“, erläutert Stop. Er selbst habe einen 90-jährigen Hotelgast zusammen mit dessen Frau aus der siebten Etage nach unten gebracht.

Die Löscharbeiten, berichtet Scharbau, waren kein Problem. Nach Angaben des Hoteldirektors hatten Mitarbeiter der Haustechnik die Flammen schon vor Eintreffen der Feuerwehr mit drei Feuerlöschern erstickt. Was blieb, war beißender Rauch. Feuerwehrleute drangen unter Atemschutz in die verqualmten Etagen vor und setzten ihre Lüfter ein, um den Qualm nach draußen zu drücken. Gleichzeit stand außen am Gebäude die Drehleiter in Stellung. Scharbau erläutert, zum einen hätten die Feuerwehrleute damit theoretisch den Brand bekämpfen können. Vor allem aber sei die Leiter der zweite Rettungsweg für die Atemschutzträger. Sollten sie in Schwierigkeiten geraten, könnten sie so in Sicherheit gebracht werden.

Bald konnten die Feuerwehrleute abrücken und die Hotelgäste in ihre Zimmer zurückkehren. Insgesamt waren 80 Feuerwehrleute der Wehren Timmendorfer Strand, Groß Timmendorf, Niendorf, Hemmelsdorf und der Feuerwehr Scharbeutz unter der Einsatzleitung des Timmendorfer Gemeindewehrführer Stephan Muus im Einsatz.

Susanne Peyronnet

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