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Bad Schwartau Im Dienste des Naturschutzes unterwegs in Bad Schwartau
Lokales Bad Schwartau Im Dienste des Naturschutzes unterwegs in Bad Schwartau
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18:30 15.12.2017

Der neue Vorstand des Umweltbeirates um Rudolph Meisterjahn, Andrea Schwabe und Kay Bansemer hatte den Landesnaturschutzexperten Holger Gerth eingeladen, „weil Bad Schwartau für ihn ein bisschen ein weißer Fleck auf der Landkarte war“, wie Meisterjahn erklärte. Holger Gerth brachte seinen Kollegen vom Kreis, Knut Wiedemann, mit, der Bad Schwartau zwar etwas besser kennt, aber natürlich immer noch etwas Neues entdecken kann, und so spazierte schließlich eine muntere Truppe durch Kurpark und Schwartautal, um sich vor allem den Lauf des kleinen Flusses genauer anzuschauen. Hintergrund ist das Projekt Natura 2000, das eine Renaturierung von Teilen der Schwartau vorsieht. Der Flusslauf war 1933 vom Reicharbeitsdienst begradigt und vertieft worden, wodurch sich sein Verlauf erheblich verändert hat.

Der Landesnaturschutzbeauftragte Holger Gerth und der Kreisnaturschutzbeauftragte Knut Wiedemann zu Gast in Bad Schwartau: Carolin Welchert vom Bauamt, Lüder Garms vom Nabu und Kay Bansemer und Rudolph Meisterjahn vom Umweltbeirat (v.r.) erläutern die örtlichen Besonderheiten. Quelle: Foto: Ilka Mertz

„Wir wollten Ihnen den Charme und die Schönheit der Schwartauwiesen zeigen, aber auch einige Probleme“, erklärte Meisterjahn im Schlussgespräch, an dem auch Carolin Welchert vom Bauamt und Lüder Garms vom Nabu teilnahmen. Die Frage, die im Raum stand: Sind die teils massiven Eingriffe zur Renaturierung überhaupt notwendig. „Ich bin froh mal vor Ort zu sein“, sagte Holger Gerth, „Unterlagen, die man auf dem Schreibtisch hat, und die Situation vor Ort sind häufig zwei Welten.“ Eine konkrete Empfehlung für Bad Schwartau kann er natürlich nicht geben, aber „ich empfinde sie als sehr natürliche Bachniederung“, so sein erster Eindruck. Die Fragen, die man sich immer stellen müsse: „Ist ein zusätzlicher Eingriff förderlich? Verbessere ich die Natur?“

Knut Wiedemann wunderte sich über den Zeitpunkt der Schwartauer Einladung: „Es ist schon viel gelaufen, das Planfeststellungsverfahren ist weit vorangeschritten.“ Natura 2000 sei zudem ein Leuchtturmprojekt von bundesweiter Bedeutung: „Es ist extrem selten, dass ein Rückbau eines extrem künstlichen Gewässers in solchem Maße möglich ist.“ Doch auch er muss eingestehen, dass ein nicht geringer Aufwand nötig sei. „Da kann man zurecht unterschiedlicher Auffassung sein.

Keine zwei Meinungen gab es hingegen bei einem anderen Projekt, das der Bad Schwartauer Umweltbeirat anstrebt: Blühstreifen auf landwirtschaftlichen Flächen. „Wir haben bereits Gespräche geführt und das Gefühl, dass die Landwirte aufgeschlossener sind als noch vor einem Jahr“, so Meisterjahn. Schließlich hätten viele Flächen aufgrund des Wetters nicht bestellt werden können. „Das ist unsere Chance“. „Vollen Flankenschutz“ gebe es diesbezüglich vom Land, versicherte Holger Gerth, einer vertragsmäßigen Regelung erteilte er jedoch auch gleich eine Absage. Und auch Carolin Welchert sagte:

„Zur Zeit sind die Bedingungen sehr günstig.“

Von Ilka Mertz

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