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Bad Schwartau Internationales Flair in der Asklepios Klinik
Lokales Bad Schwartau Internationales Flair in der Asklepios Klinik
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23:31 24.10.2013
Die Qualitätsbeauftragte Ellen Johannsen (r.) und Standortmanager Stefan Meiser (v.l.) mit den Gewinnern Petra Mälk und Maria Wolf-Wernicke. Die dritte Gewinnerin des Ideenwettbewerbs 2013, Sabine Weiß, konnte beim Fototermin nicht anwesend sein. Quelle: Doreen Dankert
Bad Schwartau

Bei so vielen Auszeichnungen der höchsten Kategorie in Sachen Qualität, die die Asklepios Klinik Bad Schwartau vorweisen kann, müsste man denken, es kann kaum noch etwas geben, das verbessert werden kann. „Doch es gibt immer noch was“, stellt Standortmanager Stefan Meiser fest. Sichtbar wird das Jahr für Jahr beim internen Ideenwettbewerb, zu welchem alle Klinikmitarbeiter aufgerufen sind. Seit dem Jahre 2007 findet dieser Wettbewerb statt, der sich einer großer Beliebtheit unter der Belegschaft erfreut. Und das wohl nicht zuletzt deshalb, weil die drei besten Ideen belohnt werden mit jeweils 100 Euro Prämie und einem extra freien Tag für denjenigen, der die Idee eingereicht hat. Eine Jury wertet im Vorfeld die Ideen aus und klopft sie ab im Hinblick auf Umsetzbarkeit. Denn schließlich sollen die Ideen keine Papiertiger bleiben, sondern tatsächlich den Klinikalltag für die Mitarbeiter, aber vor allem auch für die Patienten erleichtern.

Zum Einreichen der Verbesserungsvorschläge haben die Mitarbeiter jeweils ein Jahr Zeit — immer vom 30. Juni eines Jahres bis zum 30. Juni des nächsten Jahres. Nach erfolgter Auswertung durch die Jury steht dann im Herbst die Prämierung auf dem Programm.

Insgesamt wurden diesmal 32 verschiedene Ideen von 23 Mitarbeitern eingereicht. Die drei besten Vorschläge laut Jury kamen von Petra Mälk und Maria Wolf-Wernicke aus dem Bereich Pflege und von Sabine Weiß aus dem Gesundheitszentrum.

Maria Wolf-Wernicke zum Beispiel hat festgestellt, dass auf dem Lageplan der Klinik der Pflegestützpunkt in der Orthopädischen Abteilung gar nicht verzeichnet ist. „Manche Patienten irren dann umher auf der Suche nach diesem Stützpunkt“, erzählt die Pflegefachkraft. Das soll sich ändern. Der Lageplan wird ergänzt, kündigt Stefan Meiser an. „Es ist so, dass sich mit der Zeit eine Betriebsblindheit einstellen kann“, so Meiser, und dieser Wettbewerb solle dazu anregen, dass die Mitarbeiter mit offenen Augen durch die Klinik gehen und eben über solche Unzulänglichkeit „stolpern“.

Sehr häufig handelt es sich um Kleinigkeiten von großer Wirkung. Sabine Weiß hat festgestellt, dass viele Patienten nicht wissen, wie konkret die Nutzung des Bewegungsbades erfolgt. Ein Plan mit den einzelnen Schritten wird jetzt angefertigt und im Anwendungsraum ausgehängt.

Der Vorschlag von Petra Mälk wird künftig sogar für internationales Flair sorgen. „Wir haben hier in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger Patienten, die Russisch, Polnisch und Türkisch sprechen, aber kaum Deutsch“, so Mälk. Aber die Info-Mappen auf den Zimmern gibt es nur auf Deutsch. Noch. „Das werden wir ändern“, so Meiser, der vorsorglich auch gleich eine Übersetzung ins Englische in Arbeit geben will.

Zwei Fachgebiete
Die Asklepios Klinik Bad Schwartau ist eine Reha-Klinik zur Behandlung in den Fachgebieten Orthopädie und Gynäkologie. Das Angebot beinhaltet ambulante und stationäre Anschlussheilbehandlungen nach operativen Eingriffen. Die Holstein Therme als Jodsole-Bad ist fest im Therapieangebot integriert und kann von den Patienten täglich unentgeltlich genutzt werden.

Doreen Dankert

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