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Bad Schwartau Jankowskys feiern Goldene Hochzeit
Lokales Bad Schwartau Jankowskys feiern Goldene Hochzeit
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09:38 08.03.2018
Eine Wand voller Erinnerungen: Marion und Günter Jankowsky blicken zurück auf mehr als 50 gemeinsame Jahre. Quelle: Foto: Mertz

Es war ein kalter Novemberabend im Jahr 1964. Die damals 16-jährige Marion schlenderte vor der Kapuzinerklause in Pansdorf herum, in der Hoffnung, dass sie jemand mit hineinnehmen mögen. Zwei Mädchen taten ihr den Gefallen, im Lokal „stand ich erstmal etwas schüchtern rum“, erinnert sich die 70-Jährige. Plötzlich habe sie von hinten jemand angesprochen, „das war der galante Günter“. Es folgten Tänze, „dann war alles zu spät“. Fortan trafen sich der Bad Schwartauer Jung und die Pansdorferin regelmäßig, „und irgendwann war ich schwanger“. Bei einem Spaziergang in der Bahnhofstraße beschloss das Paar zu heiraten, am 8. März 1968 gaben sie sich in der Feldsteinkirche in Ratekau das Jawort. Am 3. August wurde Sohn Sven geboren.

Zusammen mit Marions Mutter lebte die kleine Familie zunächst in der Eutiner Straße in Pansdorf, der Technische Zeichner trat gleich in die Freiwillige Feuerwehr ein – auch hier also ein Goldenes Jubiläum. Wenn Marion als Laborantin bei den Schwartauer Werken arbeitete, passte die Oma auf Sohn Sven aus. „Als meine Mutter 1970 starb, war das ein Schlag“, sagt Marion Jankowsky, die einige Zeit zuhause blieb, bis der Junge einen Platz im Bad Schwartauer Kindergarten an der Christuskirche hatte. „Da habe ich geparkt und bin dann rüber zu den Schwartauer Werken.“ Nach der Geburt des zweiten Sohnes Nils blieb sie wieder einige Jahre zuhause, arbeitete dann als Beiköchin in einem Fischrestaurant und als Verkäuferin. „Irgendwann wollte ich dann noch mal richtig was machen, also bin 1995 zum Arbeitsamt gegangen“, erzählt sie. Zwei Praktika später stand fest: Altenpflege ist das Richtige. Also drückte die damals 48-Jährige noch mal die Schulbank und lernte den Beruf von der Pike auf, anschließend arbeitete sie jahrelang in einer psychiatrischen Pflegeeinrichtung in Pönitz. So abwechslungsreich MarionJankowskys Arbeitsleben war, so stet war das ihres Mannes: Günter Jankowsky arbeitete 40 Jahre lang bei Villeroy und Boch in Lübeck-Dänischburg, wurde dort zum Maschinenbautechniker ausgebildet. Neben dem Ehrenamt bei der Feuerwehr gehörte er 1981 zu den Gründungsmitgliedern des Fanfarenzuges des TSV Pansdorf. Nein, spielen konnte er das Instrument nicht, „aber das war eine schöne Wochenendbeschäftigung: Wir sind in den Wald gefahren und da hat er die Rehe verjagt“, erzählt seine Frau schmunzelnd.

So vergingen die Jahre, „wir hatten ein wunderbares Leben bis jetzt, haben alles gemeinsam überstanden“, sagt das Paar, das vier Enkelkinder hat. Es sei nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen gewesen, „es muss auch mal ein ernstes Wort geben“, sagt der 72-Jährige. Aber sie seien dankbar. Daher werden sie heute in St. Michaelis auch ihr Eheversprechen erneuern, „Ja mit Gottes Hilfe“ wollen sie sagen. „Man muss ja auch dankbar sein“, sagt Marion Jankowsky.

Von Ilka Mertz

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