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Bad Schwartau K 13: Die unendliche Geschichte geht noch immer weiter
Lokales Bad Schwartau K 13: Die unendliche Geschichte geht noch immer weiter
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20:20 14.09.2013
Leitpfosten, Beschilderung und Markierung: Alles ist erledigt, aber die K 13 ist immer noch nicht frei.
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Stockelsdorf

Die Entstehungsgeschichte der Kreisstraße 13 ist lang. Mehr als zwei Jahrzehnte wurde das Umgehungsstraßen-Projekt geplant. Vor vier Wochen sollte die Strecke bereits mit großem Tamtam und einer Rede des schleswig-holsteinischen Verkehrsministers eröffnet werden. Doch die Feier wurde kurzfristig aufgrund von Baumängeln abgesagt und um etwa zwei Wochen verschoben. Das ist jetzt vier Wochen her und ein neuer Eröffnungstermin steht noch immer nicht fest. „Die Abnahme der Straße ist noch nicht erfolgt. Erst wenn wir wissen, dass alles korrekt ist, werden wir die Straße auch freigeben“, erklärt Lübecks Stadtsprecher Marc Langentepe. Auf einen ungefähren Termin will sich Langentepe nicht festlegen. „Das alles soll in Kürze passieren“, so Langentepe, der auch keine Angaben zu möglichen Schadensersatzforderungen an die ausführenden Baufirmen machen will. Laut Vertrag ist die Arbeitsgemeinschaft Becker Bau/Kemna erst am 15. September zur Übergabe verpflichtet.

Wer die noch gesperrte Straße von Stockelsdorf (Segeberger Landstraße) bis nach Lübeck Buntekuh (Kieler Straße) schon gefahren ist, ist begeistert, denn die Fahrt mit dem Auto dauert keine fünf Minuten. „Das ist eine unglaubliche Zeitersparnis“, sagt Andreas Gurth. Stockelsdorfs stellvertretender Bürgermeister, der derzeit Brigitte Rahlf-Behrmann vertritt, ist die Strecke schon Probe gefahren. „Die Piste ist glatt wie ein Kinderpopo. Eigentlich müssten nur noch die Baken weg und los geht‘s“, so Gurth, der eigentlich mit einer Freigabe in der nächsten Woche gerechnet hat.

Auf der Strecke wurden gestern noch Restarbeiten erledigt. Helmut Sell von der Verkehrssicherung war mit einem kleinen Taschencomputer unterwegs. „Damit notiere ich die gesamte Beschilderung entlang der Strecke“, so der 61-Jährige. Mit dem Gerät wird nicht nur der Standort, sondern auch die Höhe und die Bezeichnung des aufgestellten Schildes festgehalten. „So können wir gleich in einem Schadensfall ein entsprechendes Ersatzschild mitbringen“, erklärt Sell, der schätzt, dass entlang der K 13 bis zu 70 Schilder den Verkehr regeln und vor Gefahren wie Hochspannung, Reitern oder Wildwechsel warnen. „Allein hier am Beidendorfer Kreisel stehen 20 Verkehrszeichen“, so Sell.

Gearbeitet wurde gestern auch noch an der Einmündung zur Straße Hofland in Roggenhorst. „Da müssen wir noch einen Schacht setzen. In dem Bereich hat sich immer ganz viel Wasser gesammelt. Das sollten wir aber heute fertig bekommen“, berichtet Baggerfahrer Dirk Hoffele, der gestern aber auch noch am anderen Ende der K 13 im Einsatz war. Hoffele war mit seinem Arbeitsgerät beim Bau eines kleinen zusätzlichen Fahrradweg- Abschnitts zwischen Stockelsdorfer Kreisel und Segeberger Straße gefragt. „Da fehlten noch um die 100 Meter Radweg. Kurzfristig haben wir den Auftrag noch erteilt. Radfahrer hätten sonst einen großen Umweg fahren müssen oder sie wären direkt auf der großen Straße gefahren. Das ist aber eigentlich zu gefährlich“, begründet Gurth den zusätzlichen Radwegbau.

Gemeinsames Projekt
3,7 Kilometer lang ist die Umgehungsstraße K 13. Rund neun Millionen Euro kostet der Straßenneubau. Mit 6,9 Millionen Euro wird das Projekt vom Land gefördert. Die Gemeinde Stockelsdorf und der Kreis Ostholstein beteiligen sich jeweils mit 840 000 Euro und die Hansestadt mit 500 000 Euro an den Kosten. Bis zu 10 000 Fahrzeuge sollen die schnelle Verbindung zwischen Segeberger Straße und Kieler Straße täglich nutzen.

Sebastian Prey

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