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Bad Schwartau Kerstin Kesebergs Werke zieren Rathaus-Flure
Lokales Bad Schwartau Kerstin Kesebergs Werke zieren Rathaus-Flure
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10:06 08.11.2018
Kerstin Keseberg alias „aurelia“ stellt ihre Werke im Rathaus Bad Schwartau aus. Quelle: Ilka Mertz
Bad Schwartau

Schon als Kind hat Kerstin Keseberg gerne gemalt, erinnert sie sich. Doch erst als Erwachsene hat sie dann Mal-Unterricht genommen, um sich dem Hobby noch besser widmen zu können. Dennoch sei, und das betont sie, die Malerei für sie eine reine Freizeitbeschäftigung. Ihr Geld verdient sie als psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis. „Die Malerei ist mein Ausgleich zur Arbeit“, sagt die 53-Jährige.

Bereits vor knapp drei Jahren hat Kerstin Keseberg, die als Künstlerin unter dem Pseudonym „aurelia“ bekannt ist, eine Ausstellung im Rathaus Bad Schwartau. Derzeit sind dort wieder Werke der Travemünderin zu sehen. Doch während die Ausstellung im Januar 2016 unter dem Titel „Blüten-Meer“ lief und vor allem helle florale und maritime Motive zu sehen waren, geht es diesmal deutlich düsterer zu. „Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren“, erklärt die Künstlerin, „daher die dunklen Farben.“

Abstrakt und in Schwarz-, Grau-, Blautönen gehalten sind die Bilder, die Kerstin Keseberg unter dem Titel „Das dunkle Land“ zusammengefasst hat. „Im Rahmen meiner Arbeit höre ich sehr viel“, sagt die Künstlerin, die Arbeit an ihren Bildern sei eine Entlastung. „Darin kann ich ganz versinken und etwas abgeben.“

Doch nicht nur die Farbpalette der „aurelia“ ist neu, auch die Technik ist eine andere. Zwar hängt gleich im Treppenaufgang ein Acrylbild, doch es ist das einzige in der Ausstellung. Die anderen elf Bilder, die Kerstin Keseberg für die Ausstellung im Rathaus ausgewählt hat, sind Monotypien. Dafür hat die gebürtige Sauerländerin zunächst Tinte auf eine Glasscheibe gegossen und darauf ein Blatt Papier gelegt. „Beschichtet sollte es sein, nicht so saugfähig“, erläutert die Travemünderin. Der Abdruck auf dem Papier muss dann erstmal trocknen. Bei Kerstin Keseberg sogar jahrelang – „diesen ersten Schritt habe ich vor Jahren gemacht“, verrät sie, „danach wusste ich erstmal nichts damit anzufangen.“

Bis zu diesem Jahr. Kerstin Keseberg holte die alten Papierblätter hervor und machte Kunstwerke daraus. „Ich habe andersfarbige Tinte aufgetragen, auch mal Acryl. Ich habe ausgeschnitten und aufgeklebt“, berichtet sie. Tatsächlich kann der Betrachter bei einigen Werke die Entstehungsgeschichte nachvollziehen – wenn er genau hinschaut. Dann wird der goldene Untergrund deutlich, darauf geklebt das weiße Papier, aus dem sie den Tintenfleck ausgeschnitten hat, und auch der klebt – ein wenig versetzt – darauf. „Es hat richtig Spaß gemacht, neue Ideen zu entwickeln und auszuprobieren, was man alles machen kann“, sagt Kerstin Keseberg. Ein Tintenfleck sei ja zunächst eher unstrukturiert, durch das Bearbeiten habe sie Struktur reingebracht. Hat sie Kunstwerke daraus gemacht.

Im Gegensatz zu früher bewegt sich die 53-Jährige künstlerisch nun gerne im abstrakten Bereich. „Ich zeige ein Bild meinen Freunden und einer sieht einen Ziegenkopf und eine andere ein Gewitter“, erklärt sie den Reiz.

Wer sich selber einen Eindruck von ihren Werken verschaffen will, hat dazu seit Mittwoch Gelegenheit im Obergeschoss des Rathauses zu den üblichen Öffnungszeiten: montags 9 bis 12 Uhr und 15 bis 17.45 Uhr sowie dienstags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr. Die Ausstellung „Das dunkle Land“ ist dort bis zum 7. Januar 2019 zu sehen.

Ilka Mertz

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