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Bad Schwartau Kirchengemeinde Bad Schwartau startet neu
Lokales Bad Schwartau Kirchengemeinde Bad Schwartau startet neu
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20:12 29.06.2017
Bente Küster (31) ist die neue junge Pastorin in der Kirchengemeinde Bad Schwartau. Quelle: Foto: Irene Burow
Bad Schwartau

Die Gemeinde hat bewegte Jahre hinter sich, jetzt ist es Zeit, durchzustarten: Zwei neue Pastoren kommen, Kirchenmusikerin Hedwig Geske hat Anfang des Jahres mit der Arbeit begonnen und Diakonin Christiana Schulz ist auch noch nicht lange dabei. Sogar eine neue Sekretärin hilft, das Gemeindeleben wertvoll und vor allem wieder beständig zu gestalten. „Vieles ist jetzt möglich, neu zu denken“, sagt Bente Küster, die am Sonntag offiziell in einem feierlichen Gottesdienst von Propst Peter Barz begrüßt wird. Die 31-Jährige löst Pastor Simon Paschen ab, der am Sonntag vom Propst offiziell verabschiedet wird. Ab September wird das Team in der Kirchengemeinde Bad Schwartau mit Pastor Andreas Rohwer verstärkt und wieder komplett sein.

Feier am Sonntag

3000 Mitglieder zählt die Evangelisch- Lutherischen Kirchengemeinde Bad Schwartau.

Der Gottesdienst mit Propst Peter Barz zur Begrüßung von Pastorin Bente Küster und zur Verabschiedung von Pastor Simon Paschen findet statt jetzt am Sonntag, 2. Juli, um 10.30 Uhr in der

Christuskirche. Nach dem Gottesdienst gibt es ein Empfang im Gemeindezentrum.

Viele der 3000 Mitglieder starken Gemeinde waren überrascht: Bente Küster hat am 1. Juni mit der Arbeit angefangen, nahtlos zum Ende der Tätigkeit von Simon Paschen Ende Mai. Er arbeitet nun als Krankenhausseelsorger in Hamburg-Barmbek. Bente Küster tritt nach ihrem Vikariat ihre erste Stelle als Pastorin an. Dafür muss man sich nicht bewerben, sondern wird von der Nordkirche entsandt. In den vergangenen vier Wochen ist sie liebevoll empfangen worden. „Alle freuen sich, dass es weitergeht. Das gibt Kontinuität. Es ist schön zu sehen, dass man willkommen ist“, sagt sie. Sie lässt sich viele Geschichten erzählen, sortiert, wer zum engeren und weiteren Kreis der Kirche gehört. Auch den Konfirmandenunterricht hat sie übernommen und erste Gottesdienste. Alles sieht vielversprechend aus. „Bad Schwartau ist ein nettes Städtchen, ich kannte es bisher nur in Verbindung mit Marmelade.“ Vorher hat sie längere Zeit in Hamburg gelebt, war Vikarin in der Broder-Hinrik-Gemeinde in Hamburg Langenhorn. „Ein Multi-kulti-Stadtteil mit vielen Familien und Flüchtlingen“, erzählt sie. Doch den schützenden Rahmen als Auszubildende hat sie jetzt verlassen, das ist ihr bewusst. Jetzt trägt sie volle Verantwortung.

Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Kiel und in Preetz, verbrachte ein Jahr in Brasilien. Es folgte ein Studium in Tübingen mit einer riesigen Hauswohngemeinschaft – auf engstem Raum und mit nur einer Küche. Weiter ging die Studienzeit in Berlin, Münster und Buenos Aires. Eine Zeit, die sie sehr geprägt hat. „In Argentinien habe ich mich viel mit Befreiungstheologie beschäftigt, also dem Glauben der Armen, dem Ursprung. Das war sehr spannend und zeigt die soziale Kirche, eine Kirche von unten.“ Das ist, was sie einbringen will in Bad Schwartau. „Mit diesen Erfahrungen frage ich mich immer wieder, was wir zu geben haben und den Leuten mitteilen wollen. Es wäre schön, wenn die Kirche wieder in die Mitte der Gesellschaft rückt.“ Und am liebsten möchte sie das zusammen mit der Gemeinde erarbeiten. „Ich möchte Ideen sammeln, wie wir Kirche gestalten wollen. Vielleicht mit einer Art Zukunftswerkstatt.“ Und dabei kommt ihr der Neustart mehrerer Personen gelegen: „Ich habe mir das auf die Fahnen geschrieben, einen Neustart hier auch umzusetzen“, sagt sie hoffnungsvoll. Zur Seite steht ihr dabei die Familie: Mit Töchterchen Franka und Mann Benjamin, der Lehrer ist, zieht sie in das Pastorat am Töpferberg.

Irene Burow

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