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Bad Schwartau Kirchenmusik ganz im Zeichen der Reformation
Lokales Bad Schwartau Kirchenmusik ganz im Zeichen der Reformation
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20:43 16.05.2017

Es war eine anspruchsvolle Veranstaltung im Rahmen der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Kirchenmusik in Cleverbrück“. Jetzt wurde in der gut gefüllten Martinskirche Cleverbrück unter dem Motto „1517 – Singen – Hören – 500 Jahre Reformation“ eine interessante Andacht mit Orgelmusik zur Reformation geboten.

Organist Ernst-Erich Stender und Pastorin Gesa Paschen. Quelle: Foto: Gal

Der traditionelle Sonntag der Kirchenmusik, der Sonntag Kantate, wurde in vielen Orten der Nordkirche im Reformations-Jubiläumsjahr mit einem speziellen Akzent gefeiert. Punkt 15.17 Uhr läuteten die Glocken und luden zu Gebet und Lobgesang ein.

Diese musikalische Andacht wurde in allen teilnehmenden Gemeinden in gleicher liturgischer Form gefeiert. Jede Gemeinde konnte zusätzlich eigene Gestaltungsideen realisieren.

In Cleverbrück wurde dieses denkwürdige Jubiläum mit besonderer Orgelmusik zur Reformation von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude, Andreas Willscher und Heinrich Wettstein gewürdigt.

Ausgezeichnet gefallen hatte diese Veranstaltung Dieter Grabs aus Ratekau. Er fand die Idee mit Bezug auf den Thesenanschlag im Jahr 1517 phantastisch.

Auf das ausdrucksvolle Stück „Wir glauben all`an einen Gott“ folgten nach der Begrüßung durch Pastorin Gesa Paschen das harmonische Werk „Ein feste Burg ist unser Gott“, BuxWV 184, von Dietrich Buxtehude mit vielen Facetten und andere pathetische Stücke.

Gemeinsam mit der faszinierten Gemeinde wurden nach einführenden Worten Gesa Paschens die Lieder „Nun freut euch, lieben Christen g`mein“, EG 341, eine gereimte Botschaft der Reformation, wie Gesa Paschen sagte, und „Verleih uns Frieden gnädiglich“, EG 421, jeweils mit dem Text und der Melodie Martin Luthers, gesungen.

In ihrem Wortbeitrag wies Gesa Paschen darauf hin, dass Luther der Schöpfer des protestantischen Kirchenliedes ist. Luther habe bekannt, dass er die Musik liebe, sie sei ein Geschenk Gottes, nicht der Menschen. Er gebe der Musik den ersten Platz nach der Theologie. Die Musik herrsche in der Zeit des Friedens.

Dass Luther im Gegensatz zu Thomas Müntzer, Zwingli und J. Calvin der Kunstmusik einen breiten Raum im Gottesdienst einräumte und dies auch theologisch begründete, war für die protestantische Kirchenmusik von größter Bedeutung.

An der Noeskeorgel bewies der ehemalige Marienorganist Ernst-Erich Stender seine Brillanz.

Getragen und organisiert wurde die Idee zu diesen Andachten von allen musikalischen Kräften in der Nordkirche: Kirchenmusikern, der Posaunenarbeit in der Nordkirche sowie dem Fachbereich Popularmusik. Das Publikum dankte es mit viel Applaus.

gal

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