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Bad Schwartau Klassentreffen nach 59 Jahren
Lokales Bad Schwartau Klassentreffen nach 59 Jahren
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19:33 07.04.2016
Fototermin auf der Terrasse im Wiener Café in der Markttwiete. Das nächste Frühstück ist am ersten Mittwoch im Oktober um 10 Uhr. Dann treffen sich die ehemaligen Schüler des Jahrgangs 1957 der Hauptschule Rensefeld wieder um 10 Uhr zum Reden und Wiedersehen. Quelle: Fotos: Dd

Das ist nicht einfach nur ein Frühstück, das Regina Kirschner (geborene Rath) und Monika Lorenz (geborene Beck) da seit ein paar Jahren regelmäßig organisieren, nein — es ist viel mehr: Es ist immer ein spannendes Wiedersehen und ein Schwelgen in Erinnerungen.

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26 Schüler des Jahrgangs 1957 der Hauptschule Rensefeld trafen sich jetzt zum Frühstück.

„Wenn die Schwartauer Werke aus Bad Schwartau weggehen, dann ist das kein Bad Schwartau mehr.“Edith Kurau aus Düsseldorf

Jetzt war es wieder soweit. 26 ehemalige Schüler von einst 63 Schülern des Abschlussjahrgangs 1957 der einstigen Hauptschule Rensefeld haben sich zum Klassenfrühstück im Wiener Café in der Markttwiete in Bad Schwartau zusammengefunden. Es war das achte Frühstück 59 Jahre nach Schulschluss. „Und es war das Frühstück, das bisher am besten besucht war“, sagt Regina Kirschner. Ein Frühstück wird noch einmal am ersten Mittwoch im Oktober stattfinden — sozusagen als Generalprobe für das Jubiläumstreffen nach 60 Jahren am 1. April 2017 zum Dinner im Riesebusch .

„Es ist einfach schön, sich nach so langer Zeit mal wiederzusehen“, so Regina Kirschner, die wie alle anderen Frühstücksgäste um die 75 Jahre jung ist.

Obwohl dieses Frühstück das nunmehr achte war, war Karin Sorgenfrei (geb. Techel) zum ersten Mal dabei. Sie zählt als ehemalige Gemeindevertreterin von Stockelsdorf zur politischen Prominenz der Region. Erst vor ein paar Monaten hat sich Karin Sorgenfrei von ihren politischen Ämtern verabschiedet. „Ich hatte solange einfach gar keine Zeit für dieses Frühstückstreffen“, sagt sie und lacht.

Mit dabei waren auch Monika Hoffmann und Karl-Heinz Barg, die sich zwar schon seit der Schulzeit kennen, aber so richtig gefunkt hat es bei beiden vor rund 32 Jahren — und zwar bei einem dieser Klassentreffen. Dann haben sie sich beide allein zu einem Kaffee verabredet. Was daraus geworden ist, kann jeder sehen. Wenige Jahre später haben die beiden geheiratet — allerdings nur kirchlich. Für beide ist es die zweite Ehe. „Und das Schöne ist, mein Mann ist bei diesen Klassentreffen immer dabei“, sagt Monika Hoffmann.

Gesprächsthema bei diesem Treffen waren auch die Schwartauer Werke. „Also die Schwartauer Werke gehören einfach nach Bad Schwartau“, so Edith Kurau, die aus dem Kreis der Ehemaligen die weiteste Anreise aus Düsseldorf hatte. „Wenn die Schwartauer Werke weggehen aus der Stadt, dann ist das kein Bad Schwartau mehr“, erklärt Edith Kurau, die nur noch selten in ihrer Heimatstadt ist und findet, „dass sich hier ganz schön viel verändert hat, ein bisschen zu viel“. So viel, dass sie bei ihrem jetzigen Besuch leicht die Orientierung verloren und die Rantzauer Allee nicht auf Anhieb gefunden habe. „Aber in der Innenstadt gibt es glücklicherweise noch das Kaufhaus Matzen“, sagt die Düsseldorferin, „das ist immerhin eine Orientierung, die geblieben ist“.

Zwar hatte Edith Kurau die weiteste Anreise zu diesem Treffen, aber es gibt einige Ehemalige, die es noch ein Stückchen weiter in die Welt hinausgezogen hat: nach Paris, Kanada, Spanien und in die USA. Auf der anderen Seite gibt es eingefleischte Ehemalige, wie Monika Beck, die darauf besteht, „dass ich Rensefelder bin und kein Bad Schwartauer — das ist nämlich ein Unterschied“, der aber nicht weiter vertieft wurde bei Kaffee und frischen Brötchen in der Markttwiete.

„Am schwierigsten war es, diejenigen ausfindig zu machen, die inzwischen einen anderen Namen haben“, erklärt Regina Kirschner. In aller Regel betrifft das Frauen, die nach der Heirat einen anderen Namen angenommen haben. Und dann gibt es noch die, für die jedes Treffen zu spät kommt. 19 Schüler aus dem Abschlussjahrgang 1957 der Hauptschule Rensefeld sind bereits verstorben.

Und von denen, die da waren, hat ein Profi-Fotograf zur Feier des Tages ein Klassenfoto gemacht.

Von Doreen Dankert

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