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Bad Schwartau Kleingärtner mit Leib und Seele
Lokales Bad Schwartau Kleingärtner mit Leib und Seele
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15:32 16.09.2016
Dieter Fisch (74) versorgt das Gemeinschaftsbeet mit Wasser.
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Bad Schwartau

Die Tagetes leuchten kräftig, die kleinen Astern stehen wie eine Eins und die Petunien stehen noch immer in voller Blüte. Das Hochbeet auf dem Parkplatz der Kleingartenkolonie „Auf der Wasch“ ist picobello. Kein Wunder, denn die Bepflanzung ist stets in den besten Händen. Die Eheleute Waltraud und Dieter Fisch haben die Pflege übernommen. „Wir machen das gern und haben unsere Freude“, sagt Dieter Fisch (74) und schleppt eine weitere volle Gießkanne zum Gemeinschaftsbeet. Seine Ehefrau Waltraud (72) sammelt indes einige vertrocknete Blätter und Blüten aus dem Beet. Die Eheleute Fisch sorgen schon seit Jahren dafür, dass das Entree der Anlage immer in Schuss ist. Für ihr selbstloses Engagement wurden die Kleingärtner sogar schon mit dem Umweltpreis der Stadt Bad Schwartau ausgezeichnet.

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Dieter Fisch (74) versorgt das Gemeinschaftsbeet mit Wasser.

Von dem Preisgeld (150 Euro) haben Waltraud und Dieter Fisch eingekauft. „Neue Pflanzen für das Gemeinschaftsbeet natürlich“, sagt Dieter Fisch mit einem Augenzwinkern. „Wir haben einfach Freude daran, wenn alles schön und gepflegt ist“, beschreibt Waltraud Fisch ihre Motivation. Vor 40 Jahren haben die Fischs ihren ersten Kleingarten gepachtet. Seit 35 Jahren kümmern sie sich um die Parzelle 187 im Lilienweg. „Das ist unser Paradegarten“, sagt Kurt Ostermann. Das Vorstandsmitglied im Kleingartenverein Bad Schwartau schaut immer gern bei den Eheleuten Fisch rein. „Hier gibt es immer viel zum Gucken“, so Ostermann.

In der Tat gibt es in der rund 300 Quadratmeter großen Parzelle für jeden Geschmack etwas. Steingarten, Blumenrabatten, Nutzgarten mit Äpfeln, Tomaten, Zucchini, Bohnen und mehr sowie Rasen. „Auch ein Teich darf hier nicht fehlen“, sagt Dieter Fisch, der gemeinsam mit seiner Ehefrau für den Kleingarten lebt. „Wir sind beide mit Herzblut dabei. Anders geht es auch nicht“, weiß Waltraud Fisch.

Die frühere Verkäuferin ist im Garten für den „Feinschliff“ zuständig. Der gelernte Maschinenschlosser Dieter Fisch ist hingegen der Mann mit dem grünen Daumen. „Das ist familiär bedingt. Schon mein Großvater war gern im Garten“, erinnert sich der 74-Jährige, der zu jeder Jahreszeit im Kleingarten anzutreffen ist. „Es gibt auch im Winter etwas zu tun“, pflichtet Waltraud Fisch bei.

Dreimal pro Woche sind die Eheleute jeweils um die acht Stunden in ihrem Garten und am Gemeinschaftsbeet zugange. „Fertig werden wir aber nie. Das soll aber auch so sein“, sagt Dieter Fisch, der sich mit seiner Waltraud auch mal die Zeit nimmt und einfach inne hält. „Einfach auf die Bank setzen und genießen. Wenn alles blüht, alles ganz ruhig ist, dann freuen wir uns. Einen schöneren Ort gibt es dann für uns nicht.“

Sebastian Prey

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