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Bad Schwartau Koki zeigt „Das Weiterleben der Ruth Klüger“
Lokales Bad Schwartau Koki zeigt „Das Weiterleben der Ruth Klüger“
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22:15 30.08.2013

Das Kommunale Kino (Koki) Bad Schwartau zeigt am kommenden Dienstag, 3. September, den Dokumentarfilm „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ von Renate Schmidtkunz. Das Werk erzählt, wie der gebürtigen Wienerin die Flucht aus dem Konzentrationslager gelang und sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Amerika ein neues Leben aufgebaut hat.

Empfohlen hat den Film Pastor Frank Karpa, der mit der Evangelischen Kirchengemeinde Rensefeld auch die Patenschaft für die Vorführung übernommen hat. Der Pastor wird die Besucher kurz in den Film einführen; im Anschluss gibt es die Gelegenheit, mit ihm und Christian Cordts vom Koki über die Thematik zu sprechen und Gedanken zum Film auszutauschen.

Ruth Klüger wurde 1931 in Wien als Tochter eines jüdischen Frauenarztes geboren. Ihr Vater flüchtete nach Frankreich, konnte der Verfolgung durch die Nationalsozialisten jedoch nicht entkommen. Seine Frau und seine Tochter wurden 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt gebracht — das Kind war damals elf Jahre alt.

1945 gelang dem Mädchen kurz vor Kriegsende die Flucht; ein Jahr später legte sie im bayerischen Straubing ein Notabitur ab. In New York begann sie nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Leben: Ab 1947 studierte sie dort Germanistik, unterrichtete später als Professorin an der Princeton University und der University of California. Seit 1988 gab Ruth Klüger auch Vorlesungen als Gastprofessorin an der Georg-August-Universität in Göttingen. In den autobiografischen Büchern „weiter leben“ (1992) und „unterwegs verloren“ (2008) erzählt Ruth Klüger aus ihrer Lebensgeschichte und wie sie mit dem Erlebten umgeht.

Filmemacherin Renate Schmidtkunz hat sich intensiv mit der Protagonistin ihres Dokumentarfilms befasst. Bereits 2005 hat sie ihr Portrait für das österreichische Fernsehen verfilmt. „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ entstand 2011. Das 82 Minuten lange Werk erzählt von Erlebnissen aus der Kindheit und als Mutter, vom Verständnis der eigenen Weiblichkeit und von den Spuren, die die Erfahrungen zu Zeiten des Holocaust hinterlassen haben.

Die Filmvorführung beginnt am Dienstag um 20 Uhr im Movie Star im Eutiner Ring. Der Eintritt kostet 5,50 Euro, Koki-Mitglieder zahlen 4,50 Euro. Karten gibt es an der Kinokasse oder über die Homepage moviestar-net.de. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, die Veranstalter empfehlen deshalb eine Kartenreservierung. Mehr zum Film unter www.koki-bad-schwartau.de.

LN

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